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Jana, Sascha, Anika & Antonia on Tour

Reisetagebuch

Strecke per Flugzeug4561 km

Dienstag, 20. Januar 2015

Angelika war bereits gestern Abend bei uns in München angekommen. Margit und Hans kamen nun gegen 15 Uhr endlich noch dazu. Da unsere kleine Maus Anika gerade müde war, machten wir noch einen kleinen Spaziergang und sammelten dann unser Gepäck ein, um zur S-Bahn zum Flughafen aufzubrechen. Schwer bepackt stiefelten wir los. Etwa 18:30 Uhr kamen wir am Flughafen an und der Check-in von Emirates hatte auch gerade geöffnet, so dass wir das schwere Gepäck auch gleich wieder los wurden. Danach setzten wir uns in ein kleines Bistro und Anika mummelte ihren Abendbrei. Danach gingen wir durch die Security. Im Sicherheitsbereich war es dann nur noch etwa eine Stunde bis zum Boarding für unseren ersten Flug nach Dubai. Dennoch hoben wir erst mit einer Stunde Verspätung ab, nachdem unser Flugzeug noch enteist werden musste. Anika schlief direkt beim Start bei Jana auf dem Schoß ein. Als wir dann die Flughöhe erreicht hatten, wollten wir sie in ihr Bettchen legen, aber das gefiel ihr gar nicht. Den ganzen Flug blieb sie bei Jana und Sascha auf dem Arm, war aber insgesamt sehr friedlich.

Strecke per Flugzeug12049 km

Mittwoch, 21. Januar 2015

In Dubai angekommen, mussten wir wieder einmal durch die Security und warteten dann in der Schalterhalle. Nach 3 Stunden ging es dann weiter nach Sydney. Die 14 Stunden vergingen eher langsam. Anika mochte ihr Bettchen immer noch nicht benutzen, höchstens zum darin sitzen und spielen. Diesmal schlief sie bei Oma Margit und Mama Jana auf dem Arm. Bis auf kleinere kurze Schreiphasen war sie wieder erstaunlich friedlich.

DubaiDubai

Strecke per Flugzeug2138 km

Donnerstag, 22. Januar 2015

In Sydney begrüßte uns völliges Chaos und Hektik an der Security. Dazu war es so warm, dass wir Anika bis auf ihren Body entkleideten. Was für ein Gegensatz zu der Ruhe in Dubai! Noch in der Schlange bei der Security wurde Sascha ausgerufen, zum Transitschalter von Emirates zu kommen. Das stellte uns vor eine mittelschwere Herausforderung, da es überhaupt nicht klar war, wo dieser Schalter zu finden sei. Erst nach einer ganzen Weile Anstehen erfuhren wir in etwa, wo wir hin mussten, und zwar ins gleiche Terminal, von dem auch unser nächster Flug abgehen würde. Es stellte sich heraus, dass irgendwelche Passdaten nicht korrekt übermittelt wurden. Dies konnte zum Glück schnell und einfach behoben werden. Danach dauerte es auch nicht mehr lange bis zum letzten Flug mit Emirates, der uns endlich nach Neuseeland brachte. Dieser war wieder etwas komfortabler als der Qantas-Flug zuvor, und diesmal waren erstaunlich viele kleine Kinder an Bord. Während die Familie rechts von uns von Einschlafproblemen ihres Sohnes klagten, der erstaunlicherweise genau auf die gleiche Art wie Anika Spuckebläschen machte, verschlief Anika den Flug komplett. Vom Flieger konnten wir schon Gebirge und Felder und kleine Ortschaften erkennen. Einmal in Christchurch gelandet, fühlten wir uns schon irgendwie im Urlaub. Mit heilem Gepäck und einer neuerworbenen Sim-Karte ging es mit dem Taxi-Shuttle in die Innenstadt, die durch viele Baustellen gezeichnet war. Im Ibis-Hotel wuschen wir uns erst einmal die Anstrengungen der Flüge vom Leib. Danach spazierten wir durch die von den Erdbeben 2010/2011 gezeichnete Innenstadt, die leer wie eine Geisterstadt war. Leer stehende Bürohäuser, Baustellen ohne Arbeiter, freie Flächen, schließlich die kaputte Kathedrale, alles war äußerst ernüchternd und beklemmend. Wir fanden auch kein Lokal, in das man hätte einkehren können. So lenkten wir unsere Schritte zum Botanischen Garten, in dem Hans, Margit und Jana Erinnerungen an eine frühere Reise wach rufen konnten. Mit dem langsamen Einsetzen der Dämmerung wurde es merklich kälter. Daher kehrten wir ins Hotel zurück und wärmten uns jeder an einer Kürbissuppe. Schon 21:15 Uhr fielen wir müde ins Bett. Anika jedoch machte einen Teil der Nacht zum Tage, da sie nach Mitternacht eine ganze Stunde lang nicht schlafen wollte.

Flug nach SydneyFlug nach SydneyFlug nach SydneyFlug nach SydneyFlug nach SydneyChristchurchChristchurch nach dem ErdbebenChristchurch nach dem Erdbeben

Strecke per Wohnmobil188 km

Freitag, 23. Januar 2015

Aufgrund des Jetlags waren alle früh munter und versammelten sich kurz vor acht zum Frühstück. Anika durfte im Hochstuhl sitzen und wurde von allen betüdelt. 9.15 Uhr holte uns ein Shuttle ab und brachte uns zu Apollo Camper in der Nähe des Flughafens. Die Übernahme der beiden Camper dauerte bis nach Mittag. Dann ging es erst einmal los zum Einkaufen von Lebensmitteln. Im Supermarkt »New World« trennten wir uns in Grüppchen, um möglichst effizient alles für Frühstück, Mittag und Abendessen zusammenzusammeln. Kaffee wurde zu einer Herausforderung, da es keine Filter oder Maschinen gab. Statt dessen musste es löslicher Kaffee tun. Jana war experimentierfreudig und griff beherzt in das Regal für Babynahrung. Wir waren gespannt, wie das der kleinen Maus schmecken würde. Passend, dass es gerade Mittagszeit war. Wir kehrten in eine Taverne im gleichen Gewerbegebiet ein und ließen uns Fish & Chips, Burger, Gourmet Pie und Flat Bread bringen. Uns schmeckte es, doch Anika war nur begrenzt begeistert von ihrem Essen, das viele Stückchen enthielt. Nach dem Essen sahen wir zu, dass wir Land gewannen und fuhren auf dem State Highway 1 gen Süden. In Ashburton machten wir eine Pause, da Anika nach etwas zu Essen schrie. Dabei saßen wir auf einer Decke im Gras und genossen das schöne Wetter. Die Fahrt führte uns weiter auf dem State Highway 1, von dem wir schon bald abbogen auf eine kleinere Straße. Diese war deutlich kurviger und bot die erste einspurige Brücke unserer Reise. Nach einigem Auf und Ab und Links und Rechts erreichten wir schließlich unser Tagesziel Fairlie. Wir suchten uns einen Platz auf dem Top10 Holiday Park, so dass beide Camper nebeneinander stehen konnten und parkten so, dass ein Holztisch mit zwei anmontierten Bänken genau zwischen den Fahrzeugen stand. Damit mussten wir für Abendessen und Frühstück nicht auf die eher wackeligen Campingtische und Campingstühle zurückgreifen. Der Campingplatz war komfortabel, bot er doch sogar ein Familienbad mit Kinderbadewanne. Nun konnten wir auch endlich unsere Sachen aus den Reisetaschen in die Schränke des Campers verteilen. Nach dem Abendessen und dem Einbruch der Dunkelheit bestaunten wir zum ersten Mal im Urlaub den klaren Sternenhimmel und entdeckten das Kreuz des Südens sowie das Sternbild des Orion. Wir blieben nicht lange auf und legten uns bald schlafen. Mitten in der Nacht wurde ein Teil von uns wach, da eine Sirene unglaublich laut tönte. Während wir noch überlegten, ob es sich um einen Waldbrand oder eine Luftschutzübung handelte, schliefen wir auch schon wieder ein. Erst am nächsten Morgen erfuhren wir, dass auf diese Weise die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr zusammengerufen werden. Es hatte sich mitten in der Nacht ein Unfall ereignet, bei dem entsprechende Hilfe vonnöten war.

Anika im Hotel in ChristchurchAshburtonAshburton

Strecke per Wohnmobil132 kmStrecke per Kleinflugzeug200 km

Samstag, 24. Januar 2015

Die erste Nacht im Wohnmobil empfanden wir alle als sehr kalt. So brauchten wir eine Weile, um in die Gänge zu kommen. Nachdem jeder durch eine warme Dusche wieder aufgetaut war, gab es Frühstück an unserem Tisch. Anika saß im Mobiseat und fühlte sich wohl. Der Tag schien sonnig und warm zu werden und so brachen wir bald auf, nicht ohne noch ein Familienbild auf dem Campingplatz von Fairlie geschossen zu haben. Heute ging es zum Lake Tekapo, der uns nach eintöniger Fahrt durch hügeliges Land mit vertrocknetem Gras und vielen Schaffarmen durch sein strahlendes Türkis wie eine unwirkliche Erscheinung vorkam. Wie auf nachträglich bearbeiteten Postkarten wirkte die Farbe des Sees, die durch Sedimente hervorgerufen wird. Umringt war der See von hohen Bergen, von denen in der Ferne manche auch mit Schnee bedeckt waren. Auf einer kleinen Anhöhe vor dem See stand malerisch die Church of the good Shepherd. Wir hielten auf dem dazugehörigen Parkplatz an, besichtigten kurz die Kirche, zogen es dann aber vor, den felsigen Strand entlangzulaufen und in das kalte Wasser zu fassen. Jana watete sogar ein kleines Stück in den See hinein. Anika hingegen untersuchte lieber die Steine am Strand. Sowohl der Strand als auch die Kirche sind ein beliebtes Fotomotiv. Während unserer Anwesenheit wurde es gleich von zwei chinesischen Hochzeitspaaren für Erinnerungsfotos genutzt wurde. Auf einer weiteren Anhöhe über dem Strand befand sich ein Denkmal für alle Hütehunde des Landes, das Sheepdog Memorial. Der landläufigen Meinung entsprechend galt es wohl vielmehr als Denkmal für den Hund des Schafsdiebes Mackenzie, der über 1000 Schafe zusammengeklaut und in diese Gegend geführt hatte. Dieser Dieb genießt selbst heute noch große Achtung, trägt doch das gesamte Verwaltungsgebiet seinen Namen. In der Nähe liegt die kleine Ortschaft Lake Tekapo, deren Zentrum eine übersichtliche Ladenzeile bildet. Dort bot sich für uns die Gelegenheit für eine kleine Auffrischung unserer Nahrungsvorräte, und es gab den sommerlichen Temperaturen entsprechend ein Eis für jeden, das wir im Schatten eines Baumes auf einer Decke genossen. Es gab die Möglichkeit zu Rundflügen über den See und das Massiv rund um den Mount Cook. Wir informierten uns in einem Büro und buchten kurz entschlossen einen Flug, der noch am selben Tag gehen sollte. Die Zeit bis dahin überbrückten wir im Restaurant McKenzies mit Wedges und Getränken und einem tollen Blick auf den See. Möwen saßen bettelnd auf dem Rasen neben uns, und die Sonne brannte auf den Sonnenschirm über uns. Das Wasser des Sees leuchtete derweil unvermindert in schönstem Türkis. Unser Rundflug ging vom nahegelegenen Flugfeld. Wir fuhren mit einem Wohnmobil hin und saßen schon bald nach Ankunft im achtsitzigen Flieger. Dieser erhob sich ohne große Mühe und wir genossen den Ausblick, der sich unter uns entfaltete. Schroffe Berge umringten den See mit seiner malerischen Farbe. Eine Insel bildete einen schönen Kontrast. Wir überflogen die abgelegendste Schaffarm Neuseelands, die durch einen Fluss begrenzt wird. Es gibt nur eine Furt, um die Farm zu erreichen. Bei hohem Wasserstand des Flusses ist die Farm aufgrund einer fehlenden Brücke von der Welt abgeschnitten. Weiter ging es über das Delta des Godley River, in dem sich gräuliche Gletschersedimente mit dem türkisfarbenen Wasser des Lake Tekapo auf vielfältige Weise mischten. Schließlich erreichten wir die Southern Alps, überflogen Gletscher und steile Berge und bestaunten die unberührten Zeugnisse der Naturgewalten unter blauem Himmel. Plötzlich tat sich vor uns die Westküste auf. Nur sehr selten im Jahr kann man diesen Blick überhaupt genießen. Zumeist ist die Küste wolkenverhangen. Wir hingegen sahen weit nach Norden und Süden in Gegenden, die wir erst viel später auf unserer Reise aus nächster Nähe wiedersehen sollten. Mit einem Schlenker über den Franz-Josef-Gletscher und den Fox-Gletscher bog der Flieger wieder ab ins Gebirge. Wir umflogen den Mount Cook in seiner ganzen Erhabenheit, sahen den Lake Pukaki in der Ferne, den Tasman Lake mit auf ihm schwimmenden Eisbergen. Voller Eindrücke kehrten wir wieder zum Flugfeld zurück und ließen uns dort mit breitem Grinsen in den Gesichtern vor dem Flugzeug fotografieren. Noch einmal kehrten wir bei McKenzies ein, tranken etwas und genossen dabei den Blick über den Lake Tekapo, der unter wolkenfreiem, blauem Himmel im Sonnenschein glänzte. Anschließend fuhren wir zum Lake Pukaki, wieder durch ödes, flaches, vertrocknetes Land. Dieser See hatte ebenso seinen ganz besonderen Reiz, wussten wir doch, dass Teile des Hobbits hier gedreht wurden. Wir versuchten zu erraten, welche Szene wo entstanden sein könnte. Außerdem genossen wir den Anblick des Mount Cook, der majestätisch über dem See und andere, kleinere Gipfel thronte. Schließlich erreichten wir das Glentanner Park Centre, wo wir diese Nacht verbringen sollten. Wir parkten beide Wohnmobile wieder nebeneinander und genossen unser Abendbrot in der lauwarmen Luft des Abends. Unter dem Kreuz des Südens ließen wir den Abend ausklingen. Die Toiletten waren durch eine Vielzahl von durch das Licht angezogener Insekten verschiedener Form und Größe gut besucht. Wir hingegen gingen in Erwartung einer wärmeren Nacht zu Bett.

FairlieFairlieFairlieFairlieFairlieLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoLake TekapoRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugRundflugLake TekapoLake Tekapo

Strecke per Wohnmobil66 km

Sonntag, 25. Januar 2015

Im Gegensatz zur vorherigen Nacht froren wir diesmal nicht so sehr. Möglicherweise haben wir uns bereits angepasst. Nach dem Duschen im Beisein vieler verschiedener Insekten bereiteten wir unser Frühstück vor. Zum ersten und einzigen Male nutzten wir das Sonnenverdeck des großen Campers. Dadurch konnten wir verhindern, dass uns die einfallende Morgensonne blendete. Wir beschlossen, an diesem Tag zwei Wanderungen im Mount Cook Nationalpark zu machen. Deshalb verlängerten wir unseren Aufenthalt auf dem Glentanner Campingplatz um eine Nacht, bevor wir kurz vor elf mit einem Camper abfuhren. Die Großeltern beschäftigten Anika während der Fahrt, oder war es umgekehrt? Auf einer frisch geteerten Privatstraße erreichten wir den Blue Lakes Parkplatz und bereiteten uns auf unsere erste Wanderung vor. Anika wurde in den Buggy gesetzt uns los ging es. Zumindest, bis wir merkten, dass der Weg aus grobem Kies bestand. Es half nichts. Anika wurde dann von Angelika und Sascha im Buggy getragen und genoss die Sonderbehandlung sichtlich. Prinzessin Mimi! Von einer Anhöhe konnten wir einen Teil des Tasman Lakes überblicken. Wir sahen Eisberge, die auf dem See schwammen. Während zwei von uns bis zum Ufer des Sees herunterstiegen, blieb der Rest auf der Anhöhe. Wir beobachteten, wie eine Gruppe von Chinesen auf Schlauchboote verladen wurden und zu den Eisbergen fuhren. Wie winzig die Boote gegen die Eisberge aussahen! Erst jetzt wurden die Dimensionen klar. Auf dem Rückweg bekam Anika Hunger, jedoch war unter der brütenden Sonne an Füttern nicht zu denken. Wir wussten, dass am Parkplatz eine Hütte war, also wurde Anika schnellstmöglich und unter großem Geschrei wieder von Angelika und Sascha dorthin getragen. Mit ihrer Mahlzeit wurde sie auch wieder ruhiger. Anschließend fuhren wir zum Mount Cook Village und besuchten die Besucherinformation. Sehr geschickt war diese genau auf den Mount Cook ausgerichtet, den man durch ein großes Panoramafenster bewundern konnte. Dazu gab es Ausstellungen, die sich um Themen des Nationalparks drehten, wie zum Beispiel die Besteigungen des Mount Cook oder eingeschleppte Tierarten. Nachdem wir auch ein paar Souvenirs gekauft hatten, zogen wir weiter in das nächstliegende Café, da wir alle etwas Hunger bekommen hatten. Wie sich zeigte, war "The Old Mountaineer" ein Lokal, das um seine Existenz erst streiten musste. Die Besitzer hatten vor nicht allzu langer Zeit einen Rechtsstreit gewonnen, der sie im Ort als Wettbewerber neben dem einzigen anderen Versorger, dem Hermitage Hotel, zuließ. Dieses besuchten wir auch kurz, um es mal gesehen zu haben. Es zog uns zu unserer zweiten Wanderung auf dem Hooker Valley Track. Diesmal hatten wir gelernt und nahmen Anika in einer Trage mit, in der sie auch nach kurzer Zeit schon eingeschlafen war. So schafften wir es, über zwei schön schaukelnde Hängebrücken zu gehen und grandiose Sichten auf Gletscherseen und Berge zu genießen. Insbesondere der finale Blick auf den Mount Cook hatte es uns angetan. Hier rasteten wir eine Weile, bevor es dann langsam zurück ging. Vor der Rückfahrt durfte Anika sich noch die Füße im Gras vertreten, im dem sie fast völlig versank, und dann fuhren wir auch schon zurück zum Glentanner Park Centre. Nach dem Abendessen brauchten wir sehr lange, um selbst ins Bett gehen zu können, da Anika bis Mitternacht nicht schlafen wollte und sich durch Weinen davor wehrte.

Glentanner Park CentreGlentanner Park CentreGlentanner Park CentreGlentanner Park CentreTasman Lake WalkTasman Lake WalkTasman Lake WalkTasman Lake WalkTasman Lake WalkTasman Lake WalkTasman Lake WalkTasman Lake WalkTasman Lake WalkMount Cook VillageMount Cook VillageMount Cook VillageMount Cook VillageMount Cook VillageMount Cook VillageMount Cook VillageHooker ValleyHooker ValleyHooker ValleyHooker ValleyHooker ValleyHooker ValleyHooker ValleyHooker ValleyHooker ValleyHooker ValleyHooker ValleyHooker ValleyWhite Horse Hill Campground

Strecke per Wohnmobil267 km

Montag, 26. Januar 2015

Nach zwei Tagen Aufenthalt machten wir uns bereit, den Mount Cook Nationalpark zu verlassen in Richtung Süden. Wie auch an den Tagen zuvor schon fuhren wir gegen 10 Uhr vom Campingplatz ab. Am Lake Pukaki Viewpoint hielten wir noch einmal kurz an, um einen allerletzten Blick auf den Mount Cook zu genießen, wie er über dem See thront. Dann fuhren wir weiter nach Twizel, einer nach skandinavischem Vorbild angelegten Stadt, die mit ihren vielen Bäumen wie eine Oase inmitten der verdorrten Graslandschaft wirkte. Hier tankten wir auf und gingen einkaufen. Letzteres genoss Anika sehr, da sie im Einkaufswagen sitzen durfte und durch den Laden mit seinen vielen bunten Produkten geschoben wurde. Sie war hoch begeistert, und wir beschlossen, sie ab sofort bei unseren Einkäufen immer im Einkaufswagen sitzen zu lassen. Kurz vor Omarama, die Landschaft hatte sich noch nicht groß verändert außer vermehrten Hügeln, bogen wir von der Hauptstraße auf eine Schotterpiste ab. An einem Gatter in der Einöde, das angeblich videoüberwacht wurde, ließen wir den kleineren Camper zurück und fuhren weiter auf der Schotterpiste bis zu einem weiteren Gatter. Von dort sahen wir sie schon, die Clay Cliffs, eine bizarre Sandsteinformation. Wir waren sehr überrascht, dass ein solches Naturschauspiel nicht unter staatlichem Schutz steht, sondern zum Grund und Boden eines Privateigentümers gehört. Dies erklärte auch die Schranken und die geringe Eintrittsgebühr. Wir wanderten näher und ließen uns faszinieren, wie Wasser kleine und größere Türmchen und burgartige Strukturen aus dem Sandstein gespült hatte. Anika schlief derweil in der Trage und ignorierte die Natur vollständig. Höhepunkt der Wanderung war sozusagen der Hof der Burg, der von hohen Türmen umstellt war. Hier fühlten wir uns sehr klein. Vogel hätte man sein müssen, denn wir hätten das Naturschauspiel gern auch noch aus anderen Perspektiven genossen. Als nächstes überquerten eine Hügelkette, wodurch sich die Landschaft fast schlagartig änderte. Es wurde grüner, und es gab mehr und mehr Weinfelder. Wir hielten kurz an einer Felswand, die wie ein Schweizer Käse durchlöchert war. Unter einem Überhang fanden sich die etwas unspektakulären Überreste der Takiroa Maori-Felszeichnungen, von denen ein Großteil von Archäologen herausgemeißelt und in umliegende Museen gebracht wurde. Wir ließen sie hinter uns und fuhren weiter zu den Elephant Rocks. Inmitten einer ausgedehnten Schafwiese liegen übermannsgroße, abgerundete Felsen in einer halbkreisförmigen Senke. Vom Rand der Senke wirkten die Felsen weit weniger wuchtig als aus direkter Nähe. Die Senke selbst bot eine prima Akustik, so dass man vom Rand Gespräche in normaler Lautstärke problemlos mithören konnte. Wir genossen noch eine Weile den Blick über die Felsen in das dahinterliegende Tal bei schönstem Sonnenschein, bevor wir weiterfuhren. Es dauerte nicht allzu lange, bis wir Hampden erreichten. Hier fuhren wir auf den Campingplatz, der uns sehr gefiel. Es war sauber, aufgeräumt, und es gab ein Trampolin. Der nahe Strand tat sein übriges. Ohne großes zu verweilen fuhren wir alle im großen Camper weiter zum Katiki Lighthouse, parkten und liefen zur Steilküste. Hier konnten wir Seelöwen und Pinguine in freier Wildbahn beobachten. Die Pinguine liefen sogar direkt an uns vorüber. Wir waren hellauf begeistert. Anika spielte währenddessen lieber Busfahrer und freute sich immens, am Lenkrad sitzen zu dürfen. Wir ließen die Pinguine und Seelöwen ihren Feierabend genießen und fuhren zurück zum Campingplatz. Hier schaukelten wir am Strand noch ein wenig und ließen den Abend ruhig ausklingen.

Lake PukakiClay CliffsClay CliffsClay CliffsClay CliffsClay CliffsClay CliffsClay CliffsClay CliffsClay CliffsClay CliffsTakiroaTakiroaTakiroaTakiroaTakiroaTakiroaTakiroaTakiroaElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksElephant RocksKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointKatiki PointHampdenHampden

Strecke per Wohnmobil109 km

Dienstag, 27. Januar 2015

Da Anika in der Nacht mit Geschrei aufwachte, hatten wir sie kurz entschlossen zu uns ins Bett geholt, um den Rest der Nacht noch etwas Schlaf zu haben. Wie sich zeigte, schliefen wir danach offenbar tief und fest, da wir erst später als sonst aufwachten. Nach dem Frühstück erfreuten wir uns am Trampolin des Campingplatzes und gingen danach an den Strand, wo wir schaukelten und uns den Wind um die Ohren blasen ließen. Wir verließen den Campingplatz und fuhren nur wenige Kilometer weiter zu den Moeraki Boulders. Diese runden Felsen am Strand inspirierten uns zu zahlreichen Fotomotiven. Wir kletterten auf die Felsen und standen wie auf einer kleiner Insel in den Wellen des Pazifiks. Bevor es weiterging, stärkten wir uns noch im direkt am Strand befindlichen Café mit Schokokuchen, Sandwich, Wedges und Gemüse-Stack. Unser Tagesziel Dunedin erreichten wir gegen Mittag, und das Wetter wurde auf der Fahrt zunehmend schlechter. Statt blauem Himmel mit Sonnenschein mussten wir nun mit Nebel, Niesel und trübem Wetter vorlieb nehmen. Für die steilste Straße der Welt, die Baldwin Street in Dunedin, war das Wetter nicht das schlechteste, da wir beim Aufstieg so nicht völlig ins Schwitzen gerieten. Selbst für uns Wandererprobte war die Straße eine kleine Herausforderung, denn nur wenige Wanderwege haben eine solche Steigung wie diese Straße. Die gelegentlich an uns vorbeiziehenden Autos versetzten uns daher in Staunen. Dass man so eine Straße überhaupt baut und dann auch noch Häuser an diese Straße setzt, als wäre es das Normalste der Welt, das war schon außergewöhnlich. Nach diesem kleinen Spaziergang fuhren wir zum St. Kilda Campingplatz. Dort stiegen wir alle in den größeren Camper und fuhren zum Tunnel Beach. Der Nebel hing nur knapp über der Steilküste und ließ eine Atmosphäre von Edgar-Wallace-Krimis aufkommen. Schon von oben sahen wir den großen Tunnel, den das Meer aus einem vorstehenden Felsen geformt hat. Während wir an der Küste abstiegen, hielten wir immer wieder an, um die Wellen auf ihrem Weg durch den Tunnel zu beobachten. Als wir nahe genug herangekommen waren, stellte sich heraus, dass der Strand aufgrund eines ganz anderen Tunnels seinen Namen erhalten hatte: Es gab einen engen, von Menschenhand durch den Fels geschlagenen Tunnel, der steil hinab zum Strand ging. Dort genossen wir die Ruhe und Abgeschiedenheit, bevor es zurück nach Dunedin ging. Wegen des Regens nahmen wir das erste Restaurant, das wir fanden. Für uns alle war es das erste Mal in einem kambodschanischen Restaurant, und wir genossen das Essen sehr. Zurück auf dem Campingplatz wollte Anika nicht sofort schlafen. Mit dem Ohr am Babyfon ließen wir den Abend im kleinen Camper ausklingen, da es noch immer regnete. Gegen elf begann für uns alle schließlich die Nachtruhe.

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Strecke per Wohnmobil77 km

Mittwoch, 28. Januar 2015

Das Wetter war nur mäßig besser geworden. Der Regen hatte zwar aufgehört, aber die Sonne war durch den Nebel nicht zu sehen. Nach einigem Überlegen und dem Waschen unserer Wäsche fuhren wir dennoch zur Otago Peninsula. Die Straße führte uns zunächst immer höher, so dass wir komplett im Nebel verschwanden und von der vermutlich beeindruckenden Natur nichts sahen. Am Ende der Halbinsel parkten wir den Camper, um Albatrosse zu beobachten. Die geführte Tour war uns allerdings zu teuer, so dass wir im Albatross Center nur einen Kaffee einnahmen und für Anika eine neue Mütze kauften. Danach stiegen wir zum Pilots Beach hinunter. Dort konnten wir sehr nahe an Seelöwen herangehen. Von Pinguinen, die dort eigentlich auch zu sehen sein sollten, fehlte jede Spur bis auf leere Schlafhöhlen. Der Himmel klärte sich langsam auf, als wir auf der Halbinsel zurückfuhren. Auf diesem Weg boten sich für uns noch schöne Motive, die wir auf der Hinfahrt vermissten. Als wir den Sandfly Beach erreichten, hatte sich der Nebel verzogen. Die Sonne schien wieder. So machte der Spaziergang zum Strand richtig Spaß. Wir liefen eine riesige Düne hinunter und erreichten den Strand, der flach und weit in einer großen Bucht lag. Während Sascha versuchte, in dem flachen Wasser baden zu gehen, spielte Anika im warmen Sand. Der Dünenaufstieg unter der warmen Sonne war mehr als beschwerlich. Bei jedem Schritt aufwärts rutschte man im Sand gefühlt die gleiche Strecke wieder nach unten. Oben angekommen, beeilten wir uns, zum Larnach Castle zu kommen. Das einzige Schloß Neuseelands erreichten wir kurz vor 17 Uhr, knapp vor dem Schließen des Kassenhäuschens. So hatten wir das Schloß ganz für uns allein, da alle anderen Besucher schon gegangen waren. Unter großem Aufwand hat sich ein Bankier dieses Haus bauen lassen, und ging dabei zugrunde. Trotz dieser tragischen Geschichte war das Schloss eindrucksvoll mit hohen, reich verzierten Räumen und großen Fenstern, durch die man den gepflegten Park sehen konnte. Weit schweifen lassen konnten wir unsere Blicke aufgrund des Nebels allerdings nicht. Insbesondere die Aussicht vom Turm des Schlosses, der bis Dunedin reichen sollte, ließ zu wünschen übrig. Außer Nebel war nichts zu sehen. Stattdessen bestaunten wir die eine Tonne schwere Badewanne, die niedlichen Kinderzimmer und das elterliche Schlafzimmer. Ganz zum Schluss warfen wir noch einen Blick in den ans Schloss angeschlossenen Ballsaal. Danach fuhren wir mit einem Zwischenstopp am Campingplatz in die Innenstadt von Dunedin, um diesmal italienisch essen zu gehen. Erst im Restaurant bemerkten wir, dass wir die Windeln im Camper liegen gelassen hatten, denn Anika hatte die Hosen voll. Beim Holen der Windeln ging Hans beinahe verloren, doch letztendlich konnten wir das Essen mehr oder minder gemeinsam einnehmen. Zurück auf dem Campingplatz verbrachten wir den Abend wieder im kleineren Camper.

Dunedin Holiday ParkDunedin Holiday ParkDunedin Holiday ParkDunedin Holiday ParkOtago PeninsulaOtago PeninsulaOtago PeninsulaOtago PeninsulaOtago PeninsulaOtago PeninsulaOtago PeninsulaPilots BeachPilots BeachPilots BeachPilots BeachPilots BeachPilots BeachPilots BeachOtago PeninsulaOtago PeninsulaOtago PeninsulaSandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BaySandfly BayLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleLarnach CastleDunedin

Strecke per Wohnmobil141 km

Donnerstag, 29. Januar 2015

An diesem Tag standen wir schon frühzeitig um 7 Uhr auf, da wir bereits bis 10 Uhr den Campingplatz zu verlassen hatten und unsere morgendliche Routine ja seine Zeit in Anspruch nahm. Wir fuhren dann in die Innenstadt von Dunedin und fanden nach einigem Suchen einen Parkplatz in der Nähe der Cadbury-Schokoladenfabrik. Bevor es an die Stadtbesichtigung ging, buchten wir eine geführte Tour durch die Schokoladenfabrik, hatten bis dahin aber noch eine knappe Stunde Zeit. Also spazierten wir zum Bahnhof, der das meistfotografierte Gebäude in Neuseeland sein soll. Naja, hübsch sieht er allemal aus, sowohl von außen als auch von innen. Es ist nur schade, dass bis auf einen Touristenzug kein Bahnverkehr mehr stattfindet. Da wirkt der ein Kilometer lange Bahnsteig überdimensioniert. Im ersten Stock des Bahnhofs besuchten wir eine Kunstgalerie, die Bilder von sehr unterschiedlichen Stilen und Motiven zeigte. Ein paar davon fotografierten wir auch, bis uns kurz vor Ende der Galerie das Fotografieren-Verboten-Schild auffiel. Nun war es auch schon Zeit, zur Cadbury Schokoladenfabrik zurückzukehren. Hier besuchten wir zunächst die Ausstellung, die die Geschichte der Schokolade im Allgemeinen und die Geschichte von Cadbury im Besonderen darstellte. Unsere anschließende Führung wurde von Wyeth geleitet. Er gab jedem von uns eine Plastiktüte mit ein paar Schokoladen-Probestückchen und eine Haube, damit wir mit unseren Haaren nur ja keine kostbare Schokolade verunreinigen. Wyeth war ein großer Schauspieler, der aber letztendlich wenig wirklich Interessantes sagte und uns überall neue Probestückchen in unsere Plastiktüte steckte. Am Ende standen wir in einem riesigen Turm, in dem eine Tonne Schokolade auf Knopfdruck mit lautem Getöse mehrere Meter in die Tiefe stürzte. Wir standen erstaunt vor dieser großen Unsinnigkeit. Am Ende saßen wir im Café der Fabrik, sortierten unsere Probestückchen aus (massenweiße Marshmellows und Karamell) und waren etwas enttäuscht von der Führung. Zur Abwechslung spazierten wir durch Dunedin. Wir besuchten die St Paul's Cathedral am Octagon, die zwei Baustile in sich vereint. Das Hauptschiff ist neogotisch aus dem 19. Jahrhundert, der Chor wurde erst in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts in einem sehr schlichten modernen Stil ergänzt. Wir entschlossen uns, zum Ende unserer Stadtbesichtigung den Chinesischen Garten anzusehen. Hier genossen wir Momente der Ruhe und Entspannung inmitten der Stadt. Aber nicht zu lange, denn wir hatten noch ein gutes Stück Weg vor uns. 16 Uhr brachen wir auf zur rauen Südküste. Nach immer kleiner werdenden Straßen und schließlich auch wieder einmal einer Schotterpiste kamen wir am Nugget Point an. Eine kleine Wanderung entlang der Steilküste mit Blick auf Seelöwen führte uns schließlich zum Leuchtturm und der Aussichtsplattform, von wo aus wir die namensgebenden, riesigen Felsbrocken sahen. Nachdem wir uns lange genug den Wind um die Ohren haben blasen lassen, fuhren wir zum Pounawea Motor Camp. Der Campingplatz liegt idyllisch am Catlins River, der bei Ebbe trocken fällt. Das Trampolin konnten wir leider nicht nutzen, denn es fing zu nieseln an. Dafür war die Küche gut ausgestattet mit Geschirr und Töpfen. Das wollten wir nutzen und kochten Bratkartoffeln und Rührei. Nach diesem deftigen, leckeren Abendbrot saßen wir noch eine Weile in der Küche und planten den nächsten Tag.

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Strecke per Wohnmobil114 km

Freitag, 30. Januar 2015

Der Tag begann trübe. Jana hatte große Freude unter einer eiskalten Dusche, bis sie die Kabine noch einmal wechselte und dann doch endlich mit warmem Wasser belohnt wurde. Anschließend stärkten wir uns mit einem ausgiebigen Frühstück in der Küche. Zum Ende lief Anika knallrot an und presste, so dass Sascha und Jana zum Wickeln mit ihr in den Camper gingen. Den anderen fiel beim Aufräumen auf, dass ein Teil „der Ladung“ auf der Küchenbank gelandet war. Zum Glück noch rechtzeitig, bevor sich jemand dort hingesetzt hätte. Nachdem wir uns über dieses Missgeschick herrlich amüsiert hatten, ging unsere Fahrt auch schon weiter. Wir hielten als erstes bei Jack's Blowhole. Vom Parkplatz war es ein kurzer, einsamer Spaziergang durch Schafwiesen und entlang der Steilküste, bis wir unvermittelt vor einem riesigen Loch im Boden standen. Die Vegetation und ein paar Zäune verhinderten jedoch ein Hineinfallen. Eine knapp 70 Meter tiefe, absolut steile Senke mitten im Nirgendwo, das hätten wir nicht erwartet. Unten brach schäumend Welle um Welle an den Wänden. Das Blowhole hat eine knapp 200 Meter lange Verbindung zum Meer, die allerdings nicht besichtigt werden kann. Uns genügte der beeindruckende Blick von oben vollauf. Auch die umstehende Pflanzenwelt faszinierte uns, denn solche urtümlichen Pflanzen hatten wir sonst noch nicht gesehen. Anika bekam von alledem nichts mit, da sie an Saschas Brust in der Trage tief und fest schlief. Dann fuhren wir weiter nach Owaka, wo wir im kleinen „4Square“ einkauften. Lustig fanden wir, dass ein Mann mit dreckigen Gummistiefeln diese vor dem Laden auszog und in Socken durch den Supermarkt lief. Im Vorbeifahren hatten wir außerdem das Owaka Teapotland entdeckt, welches wir uns nun noch genauer ansehen wollten. Über 1000 Teekannen stehen hier im Vorgarten eines Hauses. So viel Kitsch hielten wir nicht lange aus und kehrten deshalb schnell in das örtliche Café ein. Dort futterten wir Wedges, eine Suppe und einen leckeren Schokokuchen. Unser nächster Stopp des Tages waren die Purakaunui Falls, Wasserfälle im Regenwald. Wie das Schicksal es so wollte, setzte unterwegs auch leichter Regen ein, so dass der Wald seinem Namen alle Ehre machte. Wir ließen uns davon nicht abhalten und stapften durch die dichte Vegetation. Der Wasserfall am Ende des Weges war weniger groß als gedacht und war dem Eindruck, den der Regenwald auf uns machte, etwas unterlegen. Am Parkplatz sahen wir noch zwei Frauen, die bei diesem miesen Wetter in kurzen Hosen Fahrrad fuhren, scheinbar größere Distanzen. Uns führte der Weg nun zum Whistling Frog Cafe, wo wir bei tollen Brownies und heißer Schokolade mit Streuseln die Zeit überbrückten. Aufgrund der Gezeiten war unser nächstes Ziel nämlich noch nicht zugänglich. Als es soweit war, quälten sich unsere Camper eine steile, schmale Straße durch den Regenwald aufwärts zu einem kleinen Parkplatz. Hier entrichteten wir bei einer sehr freundlichen und hilfsbereiten Frau, die uns sogar ihren Regenschirm gab, den Eintritt. Sascha wurde, da er auch noch Anika an der Brust trug, in einen Ganzkörper-Plastikanzug gesteckt und sah entsprechend lustig aus. Wieder durch den Regenwald bei Regen ging es den Berg hinab. Am Strand erwartete uns Wind, der uns den Regen ins Gesicht peitschte. Nach etwa 10 Minuten auf dem Sand erreichten wir sie endlich, die Cathedral Caves: zwei riesige Öffnungen in der Steilküste, hinter denen jeweils eine 200 Meter lange und 30 Meter hohe Höhle begann. Das besondere war, dass sich beide Höhlen am Ende vereinten. Hier war es fast schon stockfinster. Ohne künstliches Licht dauerte es eine Weile, bis sich unsere Augen an die Umgebung gewöhnt hatten und wir erkannten, wie hoch die Höhlen tatsächlich waren. Sie hatten ihren Namen ganz zu Recht bekommen, wie wir fanden. Da sie vom Meer erschaffen wurden, ganz ähnlich zu Jack's Blowhole, können sie nur bei Ebbe besucht werden. Der Rückweg zum Parkplatz war beschwerlich in der feuchten Luft des Regenwaldes, da es nur nach oben ging. Es war nun schon nach 18 Uhr und wir mussten noch etwa 40 Minuten bis zur Curio Bay fahren. Inzwischen war das Wetter noch schlimmer und an der Küste vor allem stürmischer geworden. Der Campingplatz in der Bucht besteht aus Gassen und Parkplätzen, die aus einem Wald sehr hohen, undurchdringlichen Grases geschnitten waren. Das Gewächs erinnerte uns ein wenig an Mais, nur dass es noch dichter war. Die Stellplätze waren mit Abstand die bisher günstigsten auf unserer Reise. Beim Betrachten der einfach gehaltenen Toiletten, die kein Wasser zum Händewaschen boten, und der Küche, in die nicht mehr als drei Personen passten, wurde uns bewusst, wie der Preis zustande kam. Vor allem der Anblick der Duschen schockierte uns. Die drei Duschkabinen waren in einem bunkerartigen Betonklotz untergebracht, boten nur je einen Duschkopf, eine kleine Bank und einen Münzeinwurfschlitz. Das war uns dann doch etwas zu spartanisch, zumal draußen der Sturm tobte. Dies sollte eine schwarze Nacht werden, in der wie bis auf einen kurzen Toilettenbesuch von Körperhygiene Abstand hielten. Kurzentschlossen zogen wir uns in die Camper zurück. Wir kochten im kleinen Camper Nudeln mit Tomatensoße, während im großen Camper Anika zum Schlafen fertig gemacht wurde. Obwohl der Sturm den Camper eigentlich sanft hin- und herwiegte, wollte Anika nicht einschlafen. Wir anderen diskutierten noch, wie wir angesichts des Wetters weiter machen sollten und entschieden dann, statt nach Te Anau direkt nach Queenstown zu fahren. Von dort wollten wir per Flugzeug zum Milford Sound fliegen und so einen Tag Fahrt einsparen.

Wanderung zu Jack's BlowholeJack's BlowholeJack's BlowholeJack's BlowholeSteilkste bei Jack's BlowholeSteilkste bei Jack's BlowholeJack's BlowholeJack's BayOwaka - TeapotlandOwaka - TeapotlandPurakaunui FallsPurakaunui FallsPurakaunui FallsPurakaunui FallsWhistling Frog CafeWhistling Frog CafeCathedral CavesCathedral CavesCathedral CavesCathedral CavesCathedral CavesCathedral CavesCathedral CavesCathedral Caves

Strecke per Wohnmobil284 km

Samstag, 31. Januar 2015

Da der Campingplatz in unseren Augen unzureichende hygienische Einrichtungen bereithielt, fiel es uns nicht schwer, unsere morgendliche Zeremonie abzukürzen. Nachdem wir gegen 7 Uhr aufgestanden waren, schauten wir nur kurz an den Strand, an dem es des öfteren Hektor-Delphine zu sehen geben soll, wir sahen aber keine. So ließen wir den Campingplatz hinter uns und fuhren los. Nach einer schier endlosen Fahrt auf einer Schotterpiste erreichten wir den Slope Point. Anika war auf dem letzten Stück auf Oma Angelikas Schoß eingeschlafen, so dass sie bei ihr blieb und wir nur zu viert zur windigen Steilküste liefen. Nach zehn Minuten standen wir am südlichsten Punkt der Südinsel Neuseelands und machten Bilder an der dort aufgestellten Tafel. Da es dort nicht mehr zu sehen gab, fuhren wir weiter nach Fortrose. Hier hielten wir am örtlichen Café, dessen Besitzer von uns als sehr unfreundlich empfunden wurde, und kauften uns Coffee to Go. Damit frühstückten wir im großen Camper und buchten parallel unseren Flug zum Milford Sound sowie die Campingplätze in Queenstown für die nächsten drei Nächte. An der nächst größeren Stadt Invercargill fuhren wir vorbei ohne anzuhalten, zum einen weil Anika schlief und zum anderen weil wir noch einen weiten Weg vor uns hatten. Die Stadt hat den Ruf, dass man hier nur hinfährt, wenn man unbedingt muss. So schlimm sah sie eigentlich gar nicht aus. Wir fuhren an zahlreichen Parks und einem hübschen Wasserturm vorbei. Da hätten wir durchaus gerne eine Pause eingelegt. Die folgte dann allerdings erst in Lumsden. Bis dahin hatte Angelika - wie schon viele Male zuvor - Klein-Anika auf ihrem Schoß, sie beschäftigt und sanft gehalten, während sie schlief. In der Mittagssonne von Lumsden durfte Anika nun schaukeln und auf dem Rasen herumrobben. Das Städtchen ist ein ehemaliges Eisenbahndrehkreuz der Südinsel, das heutzutage nur noch aus wenigen um das Bahnhofsgebäude herum gruppierten Häusern besteht. Jana und Hans besichtigten die wenigen, verbliebenen Eisenbahnwagen und Lokomotiven, die an eine glorreichere Vergangenheit erinnerten. Dann fuhren wir weiter nach Queenstown. Wir genossen die Fahrt entlang des Lake Wakatipu, der in der Sonne glitzerte. In Queenstown parkten wir direkt an der Esplanade und stahlen mit unseren Campern einigen Touristen die Sicht von einem Café auf das Wasser. Die Stadt war voller Leben. Viele junge Leute, die unter anderem aufgrund eines Rockfestivals in großer Zahl angereist waren, schlenderten herum. Wir bummelten durch einige Geschäfte und sammelten darüber hinaus Broschüren über mögliche Aktivitäten in einer Touristeninformation ein. Anschließend suchten wir ein Lokal, in dem wir zu Abend essen könnten. Unsere Wahl fiel schließlich auf das Bombay Palace, wo wir das schmackhafte indische Essen genossen. Dann war es Zeit, zum Shotover Top 10 Campingplatz zu fahren, der etwas außerhalb von Queenstown am Arthurs Point liegt. Dieser bot einen angenehmen Kontrast zum vorherigen, kargen Campingplatz. Selbst der einsetzende Nieselregen konnte uns da in unserem Urteil nicht umstimmen. Wir saßen noch eine Weile im kleinen Camper, bevor wir uns in froher Erwartung des nächsten Tages ins Bett legten.

Curio BayCurio BayCurio BayCurio BayCurio BayCurio BayCurio BayCurio BayCurio BaySlope Point - sdlichster Punkt der SdinselSlope Point - sdlichster Punkt der SdinselSlope Point - sdlichster Punkt der SdinselSlope Point - sdlichster Punkt der SdinselSlope Point - sdlichster Punkt der SdinselLumsdenLumsdenLumsdenLumsdenLumsdenLumsdenLumsdenQueenstownQueenstownQueenstown

Strecke per Wohnmobil6 km

Sonntag, 1. Februar 2015

Der Morgen begann sehr entspannt. Anika genoss das Trampolin auf dem Campingplatz, während Jana, Sascha und Angelika an der Rezeption des Campingplatzes einige Buchungen für den nächsten Tag vornahmen. Anschließend verließen wir den Campingplatz und fuhren zum Supermarkt »Freshchoice« in Queenstown um einzukaufen. Danach stellten wir unsere Camper auf dem Top 10 Creeksyde Holiday Park ab, einem Campingplatz fast in der Innenstadt von Queenstown. Dann riefen wir bei Real Journeys an, um uns zu informieren, wann wir für unseren Flug zum Milford Sound abgeholt werden sollten und erfuhren dabei, dass dieser leider abgesagt wurde aufgrund des starken Windes. Wir waren enttäuscht. Zum Glück konnten wir den Flug auf den übernächsten Tag um 10 Uhr morgens umbuchen. Da wir nun Zeit hatten und das Wetter weiterhin gut war, schlenderten wir durch die Innenstadt von Queenstown. Kurz entschlossen buchten wir eine Fahrt im Hydro Attack für Jana, Sascha, Angelika und Margit. Hans wollte auf Anika aufpassen und sich das Spektakel lieber vom festen Boden aus ansehen. Wir anderen hingegen bestiegen die kleinen Schnellboote, in die neben dem Fahrer immer nur eine weitere Person passte und die mit ihrer auffälligen Bemalung Haien nicht unähnlich waren. Man kam sich vor wie in einem Kampfflugzeug aufgrund der speziellen Sitze und der ansonsten spartanischen Innenausstattung. Dann wurde das Plexiglasverdeck geschlossen und die Fahrt ging los. Durch die heftige Beschleunigung fest in den Sitz gepresst, peitschte das Boot über das Wasser, schlug Haken, fuhr in Kreisen. Das Wasser zischte schäumend an der Scheibe vorbei. Dann ein Abtauchen und klares, azurblaues Wasser umgab uns vollständig, aber nur kurz, denn das Boot stieg ruckartig steil auf, flog kurz durch die Luft, hielt einen Moment inne und krachte dann heftig auf das Wasser auf um weiter zu rasen. Der Spaß dabei war fast grenzenlos. Wir alle waren anschließend wie elektrisiert und hatten ein breites Grinsen in den Gesichtern. Für Anika war das alles wenig interessant. Sie war zwischenzeitlich eingeschlafen und wollte nun gefüttert werden. Danach suchten auch wir ein Lokal, fanden aber nicht gleich etwas, denn zwischen 16 und 18 Uhr hatten die meisten Restaurants geschlossen. Schließlich fanden wir das Café Citizen, das von einer seiner netten Chinesin geführt wurde. Wir aßen leckere Tomatensuppe und Tagliatelle Carbonara. Anika robbte derweil auf einer Bank und auf dem Boden herum und bekam von der Chinesin sogar ein kleines Tässchen Milchschaum mit Schokolade geschenkt, weil sie so süß aussah und die Frau ihr eine Freude machen wollte. Das war ihr grandios gelungen. Anika sah mit Schokoladenmund sogar noch süßer aus. Nach dem Essen trennten wir uns, um jeder für sich die Ladenwelt zu erkunden. Jana fand ein paar Schuhe, während Margit eine Jacke erstand. Dann gingen wir zurück zum Campingplatz, wo wir zwischen den Campern auf einer Holzbank unser Abendessen einnahmen und noch eine Weile beisammen saßen.

Shotover Top10 Holiday ParkShotover Top10 Holiday ParkShotover Top10 Holiday ParkQueenstownQueenstown - Hydro AttackQueenstown - Hydro AttackQueenstown - Hydro AttackQueenstown - Hydro AttackQueenstown - Hydro AttackQueenstown - Hydro AttackQueenstown - Hydro AttackQueenstown - Hydro AttackQueenstown - Citizen CafQueenstown - Citizen CafQueenstown - Citizen CafQueenstownQueenstownQueenstownQueenstown - The Remarkables

Montag, 2. Februar 2015

Wir erwachten bei trübem Wetter, und unsere Stimmung war entsprechend. Eigentlich hatten Sascha und Angelika für 10 Uhr eine Fahrt mit dem Shotover Jet gebucht. Sie gingen trotz des schlechten Wetters zur Abholstation, wo sie bereits in den Bus einsteigen konnten, aber wieder hinaus gebeten wurden. Die Abfahrt wurde insgesamt zweimal verschoben in der Hoffnung auf besseres Wetter. Bei den hohen Geschwindigkeiten des Jetboots fühlen sich selbst kleine Regentropfen wie fiese Nadelstiche im Gesicht an. Das will das Unternehmen keinem zumuten. Während der Wartezeit schauten sich beide eine Galerie mit sehr schöne Fotografien von Neuseeland an. Angelika entschloss sich, statt der Jetboot-Fahrt lieber ein Bild zu kaufen. Also sagten sie die Fahrt ab und kamen zurück zum Campingplatz. Hier hatten die anderen währenddessen die Wäsche gewaschen. Anika vertrieb sich die Zeit mit Robben und Spielen vor dem elektrischen Kamin in der Küche des Campingplatzes. Wir anderen saßen daneben und aßen aufgebackene Tiefkühlpizza. Der Regen hörte wieder auf, und wir nutzten den Augenblick, um in die Stadt aufzubrechen. Dort schauten wir noch einmal in der Galerie vorbei und Angelika entschied sich schließlich für ein super schönes Bild vom Lake Matheson, das inzwischen ihr Arbeits- und Gästezimmer zuhause verschönert. Sascha trennte sich von der Gruppe, um seine ebenfalls vorgebuchte Zipline-Tour zu machen. Er nahm die Seilbahn zum Gipfel, wobei Queenstown und das umliegenden Bergpanorama in den Wolken verschwanden. Allein einige Bildtafeln wiesen darauf hin, wie schön die Aussicht von oben hätte sein können. Zur Zeitüberbrückung fuhr er eine Runde mit dem Ludge, einer Mischung aus Sommerrodelbahn, Seifenkiste und Go-Kart, die ihm viel Spaß bereitete. Danach begann die Zipline-Tour: sechsmal Flying-Fox im Wald und in großer Höhe bis fast zum Fuß des Berges kombiniert mit ökologischen Fakten, netten Geschichten und etwas Smalltalk. Den größten Spaß hatte Sascha, sich kopfüber am Seil rutschen zu lassen. Unter dem Dach der Bäume merkte er auch nicht den Regen, der den anderen zu schaffen machte. Sie machten zuerst einen Stadtbummel. Dann holten sie das Video vom Hydro Attack ab, das Jana sich als Erinnerung gewünscht hatte. Sie tranken Kaffee, während von draußen der Regen gegen die Scheiben platschte. Sie gingen in zwei Touristen-Nepp-Läden, allein um sich vor dem Regen unterzustellen. Dort fanden sie kurzzeitige Zerstreuung durch einen Kiwi, der alles nachsprach, was man sagte. Doch eigentlich warteten sie nur auf Sascha und schauten daher zweimal an der Station vorbei, die als Treffpunkt ausgemacht war. Dieser kam schließlich nur mäßig nass angeschlendert, und wir alle gingen zurück zum Campingplatz. Nach dem für sie eher ödem Tag wollte Anika ewig nicht einschlafen. Nachts wurde sie dann sogar wach und durfte ab dann zwischen Jana und Sascha schlafen.

QueenstownLudgeZipline TourZipline TourZipline TourZipline TourZipline TourZipline Tour

Strecke per Schiff30 kmStrecke per Kleinflugzeug200 km

Dienstag, 3. Februar 2015

In Erwartung unseres Fluges zum Milford Sound standen wir bereits 6:30 Uhr auf und wurden mit Dauerregen belohnt. Wir frühstückten in der Küche statt wie bisher zwischen den Campern im Freien. Noch immer in froher Erwartung parkten wir die Camper um, kauften ein gutes Brot für den Abend und riefen die Hotline der Agentur an, nur um zu erfahren, dass der Flug nicht stattfinden wird. Eigentlich wollten wir direkt nach dem Flug weiter nach Norden fahren. Nun forderten wir ein letztes Mal unser Glück heraus und buchten sehr zerknirscht auf 14 Uhr um. Dies machte es nötig, eine weitere Nacht in Queenstown zu bleiben. Unsere Plätze auf dem Top 10 Creeksyde Campingplatz standen für eine weitere Nacht zur Verfügung, also schlugen wir kurz entschlossen zu. Nun mussten wir für wenige Stunden bis zum Nachmittag in Queenstown die Zeit überbrücken. Dies fiel uns erstaunlich schwer, denn die kleine Innenstadt hatten wir bereits zur Genüge in den Tagen zuvor gesehen. Wir spazierten zu den Queenstown Gardens, den wir bisher links liegen gelassen hatten. Dort nutzte Sascha ein Seil, um sich über einen Bach ganz nach Tarzans Art zu schwingen. Für das Foto musste die kraftraubende Aktion leider mehrfach wiederholt werden. Dann bewunderten wir die überaus dicken Bäume, saßen verträumt in der Sonne und beobachteten die kleinen Entchen auf einem Teich. Wir schauten zwei Männern beim Boule zu und genossen den Blick über den Lake Wakatipu. Wir tranken noch ein Heißgetränk, und dann wussten wir nicht mehr, was wir tun könnten. Zu unserem Glück wurde unser Flug zum Milford Sound im richtigen Moment zugesagt. Um 13:30 Uhr wurden wir mit dem Taxi vom Campingplatz abgeholt und zum Flughafen gefahren. Hier empfing uns unser gut gelaunter Pilot, der mit allerlei Sprüchen für Heiterkeit sorgte. Schnell ließen wir in der kleinen Maschine Queenstown hinter uns und flogen über die Berge und verschiedene Drehorte vom Herrn der Ringe. Die Bergwelt mit ihren schroffen Felsen, kleinen Seen und tiefen Schluchten war unglaublich faszinierend. Wir konnten uns nicht satt sehen, bis sich dann der Milford Sound vor uns auftat. Wir überflogen den gesamten Fjord, da das Flugzeug Platz für den Sinkflug brauchte. Nach einer großen Kurve landeten wir schließlich auf dem abgelegenen Flughafen. Mit einem Shuttlebus wurden wir zum nicht weit entfernten Hafen gefahren, wo wir ohne weitere Pause direkt unser Schiff betraten. Alles war komplett durchorganisiert für die effiziente Abfertigung einer großen Zahl an Touristen. Auf dem Boot organisierte Jana uns fünf Verpflegungsboxen, an denen wir uns etwas stärkten. Währenddessen war das Schiff bereits losgefahren. Wir gingen abwechselnd auf das Oberdeck, da immer einer mit Anika unter Deck blieb, und bestaunten die hoch aufragenden Berge, die sich direkt aus dem Fjord erhoben. Ein dichter Teppich aus Bäumen bedeckte sie. Laut Ansage im Boot kommt es nicht selten zu sogenannten Baumlawinen, wenn ein Baum den Halt am Hang verliert und hunderte anderer Bäume mit sich in die Tiefe reißt. Aufgrund des vielen Regens der vergangenen Tage hatten sich zahlreiche Wasserfälle gebildet, die zwischen den Bäumen in die Tiefe stürzten. Von einem Felsüberhang in unermesslicher Höhe zerstob ein Wasserfall im Wind. Andere Wasserfälle, die selbst über hundert Meter hoch waren, wirkten geradezu winzig im Vergleich zu den Bergen, von denen sie sich ergossen. Auch die anderen Boote wirkten wie Ameisen in dem riesigen Fjord. Als Besucher erhielt man ein Gefühl von Bedeutungslosigkeit inmitten dieser großartigen Natur. Wir fuhren bis zum Ende des Fjords, wo er ins offene Meer überging und erfuhren, dass er erst sehr spät als Fjord erkannt wurde. Kapitän Cook hielt ihn noch für eine Bucht, da die Einfahrt des Fjords etwas um die Ecke geht. Auf der Rückfahrt steuerte unser Kapitän das Boot direkt in einen Wasserfall. Der starke Wind nahm uns fast den Atem, und die Wasserspritzer waren eine willkommene Erfrischung bei dem herrlich sonnigen Wetter. Auch wenn der Wasserfall tatsächlich so hoch wie ein Hochhaus war, wirkte er auf uns weniger hoch, da die Berge um ihn herum deutlich höher aufstiegen. Anika genoss die Fahrt auf ihre Weise. Sie untersuchte ausgiebig die Schrauben des Tisches, auf dem sie herumrobbte. Sie trank aus einem unserer Trinkpäckchen süßen Saft. Und sie machte zur Freude aller in ihre Windeln. Als wir zurück an der Anlegestelle waren, merkten wir erst den Sonnenbrand in unseren Gesichtern. Sascha hatte es besonders stark erwischt. Unser Rückflug nach Queenstown war noch schöner als der Hinflug. Wir hatten den Eindruck, dass er länger war. Vor allem kamen wir den Sutherland Falls, den höchsten und beeindruckendsten Wasserfällen Neuseelands, ganz nah. Außerdem flogen wir durch die Wolken, über Gletscherseen und die faszinierende Bergwelt. Am Ende überflogen wir den Lake Wakatipu und landeten wieder in Queenstown. Wir waren begeistert von diesem Ausflug und bedauerten es in keiner Weise, so lange darauf hatten warten zu müssen. Unser Abendessen mit Rührei und leckerem Brot schmeckte uns so noch um einiges besser. Am Abend begann es dann wieder zu regnen, was uns aber wenig störte. Wir entspannten in der Küche, bevor wir ermattet zu Bett gingen.

QueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownQueenstownFlugFlugFlugFlugFlugFlugFlugFlugFlugFlugFlugMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundMilford SoundFlugFlugQueenstownQueenstown

Strecke per Wohnmobil98 km

Mittwoch, 4. Februar 2015

Wieder einmal war der Morgen in Queenstown verregnet. Als wir gegen 9 Uhr in die Küche kamen, war diese bereits voller Urlauber. Notgedrungen frühstückten wir im kleinen Camper. Dann ging es auch schon los. Wir hatten wieder eine weite Fahrt vor uns. Aber auch eine große Fahrt beginnt mit kleinen Schritten, und so hielten wir bereits knapp eine halbe Stunde später in Arrowtown. Unser Parkplatz war direkt neben den Überresten der Chinese Settlement. Hier gab es ein paar kleine Hütten und armselige Verschläge der ersten Chinesen zu sehen, die unter harschen Bedingungen ihr Glück als Goldwäscher versuchten, nachdem das meiste Gold bereits von Europäern ausgebeutet war. Erst vor gut 20 Jahren entschuldigte sich Neuseeland offiziell bei China für die Ausbeutung der billigen Arbeitskräfte, deren Nachkommen sich inzwischen zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt hatten. Der europäische Teil von Arrowtown sah wie eine gut gepflegte Wild-West-Stadt aus. Hinter den hübschen Holzfassaden versteckten sich allerdings zumeist Touristenläden. Dennoch genossen wir den Bummel durch die Hauptstraße. An derem Ende gingen wir in das Postmaster Café, und setzten uns draußen in die Sonne. Nachdem der Wind zunahm und uns zu kühl wurde, gingen wir nach drinnen. Die rustikal-leichte Atmosphäre des Lokals ließ uns unser kleines Mittag genießen. Es gab Lachs, Brot, Fish&Chips in Zeitungspapier und Salat, alles sehr hübsch dekoriert und vor allem sehr schmackhaft. Insbesondere das Brot war das Beste, was wir in Neuseeland gegessen hatten. Auf dem Weg zurück über die Hauptstraße liefen wir an einem Stand vorbei, der uns mit seinen schmackhaften Kirschen köderte. Wir griffen natürlich sofort zu. Dann ließen wir Arrowtown hinter uns und fuhren zum Lake Hayes, in dem sich bei Windstille die Remarkables spiegeln sollten. Dafür war es bei Ankunft zu windig, so dass wir ohne Pause weiter fuhren. Unser nächster Halt galt der Kawarau Bridge. Ursprünglich eine wichtige Verbindung zum Überqueren des Kawarau Rivers, wird sie heute fast nur noch für Bungy-Sprünge von AJ Hackett genutzt, die hier weltweit zum ersten Mal kommerziell durchgeführt wurden. Wir beobachteten ein paar Wagemutige, wie sie sich in die Tiefe stürzten. Danach begannen wir, den Crown Range Pass zu überqueren. Kurz vor dem höchsten Punkt hielten wir noch einmal an, um einen Blick zurück auf die schneebedeckten Remarkables, den Lake Wakatipu und Queenstown zu werfen. Auf der anderen Seites des Passes hielten wir wieder an, um ein Foto vom Cardrona Hotel zu schießen, dass wie vor 100 Jahren noch immer in Wild-West-Romantik an der Straße steht und Gäste empfängt. Dann beeilten wir uns, noch vor dem Schließen in die Wanaka Puzzling World zu kommen. Von 16:30 Uhr verbrachten wir zweieinhalb Stunden hier. Denn zu sehen gab es mehr genug. Durch zahlreiche vorwiegend optische Täuschungen ließen wir uns verwirren und zum Staunen bringen. Es begann mit Hologrammen und ging weiter zu Bildern, die so geschickt gemalt waren, dass zwei Motive ineinander übergingen. Es gab einen großen, achteckigen Raum, dessen Wände aus Gesichtern von berühmten Menschen bestand, die einem wie magisch immerzu mit ihren Blicken folgten. Obwohl die Gesichter nach innen gestülpt waren, wirken sie, als würden sie aus der Wand heraus kommen. Am beeindruckendsten fanden wir das schiefe Haus, in dem mehrere fensterlose Räume auf einer stark geneigten Grundfläche standen. Der Gleichgewichtssinn wurde komplett verwirrt. Nicht umsonst sahen wir mehrere Hinweistafeln, die vor allzu schnellen Bewegungen, insbesondere Rennen, warnten. In der Tat, man bekam schnell Schwindelgefühle, wenn man sich auch nur um 180° drehte. Schnell glaubte man, die Sache mit dem Gefälle verstanden zu haben. Aber mehrere Exponate zerstörten diesen Glauben. Mal lief Wasser scheinbar bergauf, dann rollten Billardkugeln auf einem Tisch nach oben. Und dann war da noch der Stuhl, auf dem man eine scheinbar ansteigenden Schiene herauffahren konnte. Der Trick war, dass die Neigung des Raumes so groß war, dass man nicht mehr erkannte, was waagerecht und was schief war. Ganz zum Schluß setzen wir Anika auf den Boden, um sie herumrobben zu lassen. Selbst ihr war das Gefälle nicht ganz geheuer. Sie rutschte in für sie unerwartete Richtungen, was uns alle sehr amüsierte. Die Puzzling World wartete noch mit mehr Überraschungen auf. Wir sahen einen Raum, in dem durch die richtige Perspektive manche Leute als Riesen und andere als Zwerge wirkten. Dieser Trick wurde angeblich bei der Herrn-der-Ringe-Trilogie verwendet, um Zwerge und Hobbits künstlich zu verkleinern. Wir lachten über die Illusionsklos, bei denen scheinbar der Boden ins Nirgendwo wegbrach. Wir knobelten an Logikpuzzles, die im Eingangsbereich zuhauf herumstanden. Schließlich wanderten wir durch das Labyrinth, bei dem es galt, den Weg zu insgesamt vier Türmen zu finden. Das perfide daran war, dass das Labyrinth auch über Brücken ging, die einen in ganz andere Bereiche führten. Nachdem wir diese Herausforderung endlich gemeistert hatten, gingen wir abschließend noch auf die Toilette, die durch geschickte Wandbemalung den Eindruck einer römischen Latrine vermittelte. Jetzt war es endlich Zeit, auf den Top10 Holiday Park von Wanaka zu fahren, den wir bereits reserviert hatten. Von hier hatten wir einen schönen Blick auf den See und die dahinterliegenden Berge, während wir unsere Camper einparkten. Anika schlief recht schnell ein, so dass wir den Abend ruhig in der Küche verbringen konnten.

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Strecke per Wohnmobil266 km

Donnerstag, 5. Februar 2015

Ein neuer frischer, sonniger Morgen erwartete uns. Wir fuhren vom Top10 Holiday Park an die Strandpromenade von Wanaka, wo wir unsere Camper parkten. Jana ging mit ihren Eltern im Supermarkt einkaufen, während der Rest zurückblieb und entspannte. Im Anschluss beschlossen wir, jeder auf eigene Faust die Innenstadt zu erkunden. Die 3 Großeltern fanden für Anika ein Paar süße Hausschuhe, damit sie nicht an den Füßen friert. Nachdem wir noch eine Kleinigkeit gegessen hatten, ließen wir Wanaka hinter uns. Unsere Fahrt ging zuerst entlang des Lake Hawea und nach einer Biegung der Straße plötzlich entlang des Lake Wanaka. Kurz dahinter hielten wir am Straßenrand an, um durch den Regenwald zu den Blue Pools zu wandern. Es hatte inzwischen mal wieder zu regnen begonnen, jedoch war die Wanderung nicht allzu lang. Die Pools waren tiefere Stellen eines Flusses, der eine schöne türkisblaue Farbe aufwies. Mehr noch als das Wasser gefielen uns die Hängebrücken auf dem Weg, die herrlich schaukelten. Von nun an wurde das Tal, durch das wir fuhren, immer enger und tiefer. Die Straße wurde immer kurviger, gleichzeitig wurde die Sicht aufgrund des Regens immer schlechter. Der Haast Pass, den wir durchfuhren, zeigte sich nicht von seiner besten Seite. Mitten im Gebirge überquerten wir eine Einbahnbrücke, die Gates of Haast Bridge. Hier machten wir eine kurze Pause, um die tosenden, weißschäumenden Wassermassen auf ihrem Weg durch die Schlucht zu betrachten. Nach der Brücke wurde das Tal wieder breiter und immer flacher. Die Berge zogen sich immer mehr zurück. In Haast, an der Tasmanischen See, war das Land flach und weit. Hier tankten wir noch einmal, bevor wir die mit über 700 Metern längste einspurige Straße Neuseelands befuhren. Keine der drei Stellen zum Ausweichen von entgegenkommendem Verkehr mussten wir benutzen. Danach befanden wir uns wieder im Regenwald auf einer Straße, die der Küstenlinie mit sehr vielen Kurven folgte. Ein lautes Klatschen verkündete uns, dass wir mit dem großen Camper einen Vogel mitgenommen hatten. Nachdem er unsere Frontscheibe touchiert hatte, war er genauso schnell wieder aus dem Blickfeld verschwunden, wie er aufgetaucht war. Sein weiteres Schicksal ist uns daher leider unbekannt. Am Lake Paringa wechselten wir die Fahrer aus für die restliche, nun nicht mehr allzu lange Strecke bis nach Fox Glacier. Dort fuhren wir direkt auf den Top10 Holiday Park und kochten uns in der Küche Nudeln mit Tomatensoße. Seit dem Haast-Pass hatte es nicht aufgehört zu regnen, es war kalt und unangenehm. Laut Wetterbericht sollte der nächste Morgen allerdings frisch, windstill und klar werden. Wir saßen zusammen in der Küche und blickten mit misstrauischen Augen in den Regen, bevor wir uns schlafen legten.

WanakaWanakaWanakaWanakaWanakaBlue PoolsBlue PoolsBlue PoolsBlue PoolsBlue PoolsBlue PoolsBlue PoolsBlue PoolsHaast PassHaast PassHaast Pass

Strecke per Wohnmobil43 kmStrecke per Hubschrauber15 km

Freitag, 6. Februar 2015

In Erwartung des vorausgesagten guten Wetters standen wir schon um 7 Uhr auf, so dass wir ohne Frühstück um 8 Uhr den Campingplatz verließen. Der Wetterbericht hatte nicht zuviel versprochen, sämtliche Wettergötter waren uns hold. Die Morgensonne tauchte die Bergspitzen in morgendliches, rötliches Licht. Keine Wolke trübte den blauen Himmel nur etwas Morgennebel waberte über die Felder. Wir waren entzückt. Nur wenige Minuten brauchten wir zum Parkplatz am Lake Matheson. Von hier aus mussten wir noch über eine Hängebrücke und ein gutes Stück am See entlang durch den Regenwald laufen. Unsere Erwartungen trieben uns an. Hinter jeder Ecke vermuteten wir den ersehnten Aussichtspunkt Reflection Island. Endlich erreichten wir den kleinen Holzsteg, der vom Ufer etwas ins Wasser reichte. Anfangs kräuselte leichter Wind noch die Oberfläche des Sees. Dann wurde es windstill. Glatt wie ein Spiegel lag der See nun vor uns. An seinen Rändern stieg feiner Nebel auf. Die Bäume an seinem Ufer spiegelten sich in seinem dunklen Wasser. Majestätisch überragten der Mount Cook sowie Mount Tasman im Hintergrund die Szenerie. Ihre Spiegelbilder im See standen dem in nichts nach. Das Motiv gilt als eines der zehn schönsten in der Welt. Genauso sahen wir es auch. Wir konnten uns nicht satt sehen und schossen Bild um Bild. Dafür hatte sich das frühe Aufstehen gelohnt, ja sogar die Fahrt durch den Regen am vergangenen Tag. Nur langsam konnten wir uns von diesem Bild lösen und wanderten von Eindrücken überwältigt unserem Frühstück entgegen. Das Café am Parkplatz erwies sich als hervorragend. Wir saßen draußen in der frischen Morgenluft mit einem herrlichen Blick auf die schneebedeckten Gipfel um den Mount Cook und genossen den Morgen bei Cappuccinos mit hübscher Verzierung, heißer Schokolade, frischem Orangensaft und Toasts. Es fiel uns dabei nicht schwer, all die anderen Touristen zu ignorieren. Gut gesättigt fuhren wir die Straße noch etwas weiter. Von einem kleinen Parkplatz aus konnte man nun auch noch den Fox Glacier in voller Größe bewundern. Unser Tagesziel war allerdings der Nachbargletscher, der Franz-Josef-Gletscher. Dazu mussten wir noch etwa eine halbe Stunde fahren und erreichten dann den zum Gletscher gehörigen Touristenort gleichen Namens. Auf den ersten Blick fiel uns auf, dass hier nichts weiter war als ein paar Annehmlichkeiten, die man für die Touristen brauchte. Wir stellten unsere Camper auf dem Campingplatz Rain Forest Retreat ab und trennten uns. Sascha und Angelika wollten per Hubschrauber auf den Gletscher fliegen, während die anderen eine Wanderung zum Fuß des Gletschers planten. Die Wanderer konnten es gar nicht fassen, wie weit sich der Gletscher seit ihrer letzten Besichtigung 2008 zurückgezogen hatte. Die Flieger genossen den Hubschrauberflug und die herrliche Sicht von oben. Einmal auf dem Gletscher gelandet, wobei sie einen ehemaligen Kollegen von Sascha und seine Frau trafen, wurden sie von einem lustigen, freundlichen Neuseeländer in einer Gruppe über den Gletscher geführt und mit allerhand Wissen überschüttet. Daneben durften sie durch Eishöhlen klettern, kriechen und rutschen und die Sicht auf die umliegenden Berge, die zum Teil mit Regenwald bedeckt sind, genießen. Diese Konstellation, Gletscher, Meer und Regenwald direkt nebeneinander, findet sich nur dreimal in der Welt. Der lustige Neuseeländer erzählte eine amüsante Anekdote über die schlauen Keas, die Bergpapageien Neuseelands, und die traurige Maori-Geschichte zur Entstehung des Gletschers. Die beiden genossen den Rückflug und kehrten erschöpft von den Eindrücken zum Campingplatz zurück. Nachdem die anderen noch einen kleinen Abendspaziergang machten, gab es Abendbrot und anschließend eine kleine Feier im kleinen Camper. Für die Nacht nahmen Jana und Sascha Anika zu sich in die Mitte, was die Kleine friedlich schlafend genoss.

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Strecke per Wohnmobil203 km

Samstag, 7. Februar 2015

Der Morgen brach für Jana und Sascha eher überraschend ein, während die anderen schon um 7 Uhr begannen aufzustehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir zusammen und verließen das Rainforest Retreat gegen 10 Uhr. Wir fuhren weiter nach Norden mehr oder minder entlang der Küste, von der wir aufgrund des Regenwalds streckenweise nichts sahen. Unser erster Stopp des Tages galt dem Hokitika Tree Top. Dieser aufgeständerte Pfad erlaubte uns, mitten durch die Baumkronen zu laufen und auf das Unterholz weit unter uns zu blicken. In der Ferne konnten noch die Neuseeländischen Alpen sehen. Auf der anderen Seite sahen wir hinten den Bäumen den Lake Mahinapua. Der Pfad ist erst im Dezember 2012 eröffnet worden. Entsprechend frisch war noch alles. Insbesondere die Sicht auf das Unterholz war noch nicht wieder komplett zugewachsen. Sascha gab sich Mühe, an jedem der Punkte des Pfades etwas Schlaues aus dem an der Kasse erhaltenen Faltblatt zu übersetzen, was nur bedingt auf interessierte Ohren stieß. Nach einem stärkenden Kaffee fuhren wir nach Hokitika. Hier erledigte Jana Reservierungen für die Campingplätze der nächsten Tage und auch für das Wassertaxi, welches wir im Abel Tasman National Park nehmen wollten. Wir machten alle einen Stadtbummel durch diese großzügig angelegte kleine Stadt, die einmal die wichtigste der Westküste war. Davon zeugten noch prächtig verzierte Gebäude, bei denen allerdings schon vielfach der Putz bröckelte. Am Strand entdeckten wir die Überreste des Driftwood Festivals, bei dem aus dem angespültem Strandgut kleine und größere Kunstwerke konstruiert werden. Hokitika ist weithin berühmt für die Jade-Verarbeitung. Diese Gelegenheit nutzten die beiden Omas Angelika und Margit und kauften sich jeder eine Kette in einem der zahlreichen, auf Jade spezialisierten Läden im Ort. Danach frischten wir unsere Vorräte im lokalen Supermarkt auf und ließen Hokitika hinter uns. Wir überholten einen Güterzug, der parallel zu Straße entlang tuckerte und fuhren über Greymouth nach Rapahoe. In diesem verschlafenen kleinen Ort direkt an der Westküste hatten wir Stellplätze auf einem No-Name-Campingplatz reserviert. Schon auf den ersten Blick sah es etwas anders aus als auf den Plätzen, die wir bisher gewohnt waren. Der Platzwart setzte dem Ganzen die Krone auf. Er saß in seiner kleinen Hütte und schaute Rugby. Offensichtlich spielte gerade Neuseeland. Er ließ sich durch unser Anklopfen zunächst nicht stören. Nach einer Weile bemüßigte er sich doch noch und schaute uns leicht mißmutig, leicht amüsiert an, wobei uns seine Alkohol-Fahne umwehte. Nach etwas Smalltalk durften wir uns selbst einen Stellplatz aussuchen. Zuvor fragten wir ihn noch, wie man zum Motukiekie Beach käme. Er riet uns davon ab, da man auf Leitern und an Seilen hinabklettern müsste. Wir hielten nicht viel von seinen wirren Aussagen, wünschten ihm aber noch viel Glück bei seinem Spiel, dass er bereits fast vergessen hatte. Dann suchten wir uns zwei hübsche Stellplätze fast direkt am Strand aus und fuhren mit dem großen Camper die Straße weiter Richtung Norden. Laut Navigation mussten wir an einer kleinen Bucht am Straßenrand parken, von der ein schmaler Pfad in den Regenwald verschwand. Das sah etwas suspekt aus. Hans befand den Weg aber in Ordnung, und so gingen wir los. Schon bald standen wir vor der ersten Metallleiter, die an den Felsen montiert war, und dir hinab mussten. Danach ging der Weg steil und kurvenreich nach unten. Der Platzwart hatte nicht gelogen. Wir waren vielleicht etwas blauäugig gewesen, aber als wir plötzlich aus dem Regenwald traten, waren wir an einem einsamen Strand. Hans, Jana und Sascha kletterten an einem Seil hinab und konnten das besondere Licht des Abends und die Monolithen im Wasser vor dem Strand genießen. Die drei Damen sahen sich den Strand von einem Felsen etwas oberhalb aus an. Als wir den abenteuerlichen Weg nach oben wieder erklommen hatten, waren wir allesamt begeistert, dass wir diesen Abstecher gemacht hatten. Zurück auf dem Campingplatz aßen wir Abendbrot und machten noch einen kleinen Strandspaziergang. Dabei bewunderten wir einen herrlichen Sonnenuntergang. Wie wir erst später erfahren sollten, machten wir dabei auch die meisten Bilder des Urlaubs. Den Abend ließen wir an einem Tisch am Swimming Pool ausklingen, wo wir geschützt vor dem Wind sitzen konnten. Ein kleiner Pfad verband den Platz mit unseren Stellplätzen. Dieser Pfad war, vor allem, als es dann dunkel war, äußerst märchenhaft, da er nur durch bunte Lichterketten erleuchtet war. Wie wir dann auch entdeckten gab es auf den Toiletten Auslegware, und die Duschen befanden sich direkt im Frühstücksraum. Alles wirkte irgendwie seltsam und knuffig zugleich. Wir saßen noch lange zusammen, auch weil Anika nicht müde war und lange mit uns aufblieb.

Westcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkWestcoast Treetop WalkHokitikaHokitikaHokitikaHokitikaHokitikaHokitikaHokitikaMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachMotukiekie BeachRapahoeRapahoeRapahoeRapahoeRapahoeRapahoeRapahoeRapahoeRapahoeRapahoeRapahoe

Strecke per Wohnmobil34 km

Sonntag, 8. Februar 2015

Diesmal konnten wir uns erlauben auszuschlafen, denn wir hatten kaum Fahrt vor uns. Wir frühstückten in der Sonne mit Meerblick und genossen den Morgen. Dann fuhren wir die 35 km bis Punakaiki und dort direkt auf den Campingplatz. Vermutlich waren wir die ersten neuen Gäste des Tages, denn der Platz war noch ganz leer und die Toiletten wurden gerade gereinigt. Während wir Wäsche wuschen, nutzte Anika die Ruhe, um im Gras zu robben und sich hin- und herzudrehen. Zu unserer großen Freude zog sie sich ständig an einem von uns ins Stehen hoch. Scheinbar gefiel ihr das genauso wie uns, denn sie wollte gar nicht mehr aufhören. Langsam wurde es warm und wärmer. Wir spazierten am Strand und zur Lagune. Um 13:30 stand die Flut hoch genug, so dass wir uns zu den Pancake Rocks aufmachten. Die Felsformation war für sich genommen ungewöhnlich und seltsam, doch die meisten Besucher kommen vermutlich wegen des Blowholes, das mit dem hoch aufspritzendem Meerwasser sehr eindrucksvoll aussehen kann. Die See war allerdings zu ruhig, so dass wir davon nichts sahen. Die Wellen krachten dennoch lautstark gegen die Wände eines riesigen Pools und ließen den Boden beben. So eindrucksvoll das alles auch war, in der prallen Sonne hielten wir es kaum aus. Schatten und Getränke fanden wir im Café gegenüber den Pancake Rocks. Hier war Anika fasziniert von dem Hochstuhl, in dem Sascha sie durch den Raum schieben konnte. Auf dem Rückweg zum Campingplatz schauten wir noch kurz in eine kleine Höhle, in der Glow Worms zu sehen sein sollten. Wir sahen keine. Auf dem Campingplatz waren unsere Sachen auf der Leine inzwischen trocken. Nachdem wir sie abgenommen hatten, war noch etwas Zeit für einen Spaziergang entlang des Pororari Rivers. Hier fühlten wir uns nicht mehr, als wären wir am Meer. Obwohl nur wenige hundert Meter weg vom Meer waren wir mitten im Regenwald, umgeben von tiefer Vegetation, die selbst die steilen Felswände hinaufreichte. Der grünbraune Fluss floss träge zwischen den Farnen und anderen Bäumen hindurch und vervollständigte das Bild, das man gemeinhin von einem Regenwald hat. Wir hätten ewig so weitergehen können. Allerdings hatten wir bereits einen Tisch für 18:45 in der Taverne reserviert. Auf ein kräftigendes Abendbrot wollte keiner verzichten. In der sich füllenden Taverne saßen wir in einer ruhigeren Ecke, nahe bei der Küche, und aßen rustikale Kost. Erst dann bemerkten wir die vielen Stiche der Sand Flies, die wir uns im Laufe des Tages eingefangen hatten. Sie juckten erbärmlich. Der Abend klang entsprechend unspektakulär aus.

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Strecke per Wohnmobil272 km

Montag, 9. Februar 2015

Wieder einmal standen wir früh auf, denn unser nächstes Ziel war tidenabhängig. Ohne Frühstück fuhren wir vom Campingplatz bis zum nahegelegenen Truman Track. Auf dem Parkplatz am Straßenrand stand nur ein weiteres Fahrzeug. Im Gegensatz zu den Pancake Rocks würden wir also das nächste Schauspiel fast für uns allein haben. Nach einer kurzen Wanderung durch Regenwald standen wir an der Küste. Eine Bucht bog sich sichelförmig ins Land. Nach etwas Suchen fanden wir sogar die Besonderheit dieser Bucht. Jana hatte gelesen, dass ein Wasserfall direkt auf den Strand stürzt. Wir hatten daher einiges erwartet. Einen Wasserfall gab es wirklich, aber es war eher ein Rinnsal. Die Bucht selbst war dafür Entschädigung genug. Das Meer hatte aus der Steilküste einen Überhang und eine riese Höhle gespült. Wellen krachten mit voller Wucht auf Felsen, die vor dem Strand im Wasser lagen. Kleine Vögel staksten durch die Pfützen und suchten Futter. Wir waren ganz allein in der Natur. Wir merkten, wie langsam die Flut kam und entschieden, die schöne Natur hinter uns zu lassen und zum Parkplatz zurück zu spazieren. Nun war es Zeit für das Frühstück. Dazu fuhren wir zurück zur Taverne in Punakaiki. Leider gab es an diesem Morgen aufgrund keinen Kaffee, da die Kaffeemaschine das zeitliche gesegnet hatte. Zudem bekamen einige von uns aus Versehen ein englisches Frühstück. Wir sahen darüber hinweg. Jana hatte immerhin große Freude an ihrem Pancake Stack. Nach dem Frühstück stand uns eine lange Fahrt bevor. Wir fuhren nach Norden, zunächst entlang der Küste und dann immer weiter ins Hinterland. In Westport hielten wir an, um noch einmal zu tanken, denn so schnell würde es keine Tankstelle mehr geben. Wir fuhren durch die Buller Gorge, die nach dem durch die Schlucht fließenden Buller River benannt ist. Früher war die Gegend ein El Dorado für Goldsucher. Heute ist davon nicht mehr viel zu sehen. Von einer einstmals blühenden Stadt war nur noch ein kleiner Rastplatz geblieben. Den Rest hat sich die Natur zurückerobert. An der längsten Swingbridge Neuseelands hielten wir an. Allerdings waren uns 10 NZD pro Person dann doch zu viel, nur um eine Brücke zu überqueren, zumal auf der anderen Seite kein Highlight wartete. Wir fuhren noch ein kleines Stück weiter bis nach Murchison und hielten am Café Beachwood. Hier gab es vier Schokomuffins, ein Stück Schokokuchen, Kaffee und heiße Schokolade. Viel besser als eine Hängebrücke, von denen wir auch vorher schon tolle gesehen und überquert hatten. Außerdem gab es einen kleinen Spielplatz mit Rutsche, so dass auch Anika auf ihre Kosten kam. Von Murchison fuhren wir nonstop weiter bis Richmond. In der Richmond Mall kauften wir neue Lebensmittel. Dann fuhren wir auf den Top10-Campingplatz von Richmond. Es begann leicht zu regnen. Daher drängelten wir uns mit anderen Gästen in die kleine Küche und kochten Reis mit einem scharfen Thai Curry. Am Abend saßen wir wieder alle beisammen im kleinen Camper, bis Anika müde wurde. Außerdem planten wir die restlichen Tage, wobei wir mehrere verschiedene Optionen erwogen. Es war spät genug, als wir zu Bett gingen.

Truman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackTruman TrackBuller GorgeBuller Gorge

Strecke per Wohnmobil59 kmStrecke per Schiff45 km

Dienstag, 10. Februar 2015

Wieder lag ein Tag mit großen Plänen vor uns. Wir standen schon 6:30 Uhr auf, noch bevor die Sonne richtig aufgegangen und die Luft warum genug zum draußen Frühstücken war. Zu unserem Leidwesen mussten wir erkennen, dass die Küche noch verschlossen war. Also aßen wir notgedrungen an der frischen Luft. Um 8:30 Uhr verließen wir den Campingplatz in nördlicher Richtung nach Kaiteriteri. Dort parkten wir auf dem Parkplatz ganz in der Nähe des goldfarbenen Strands. Wir bezahlten unser Sea Shuttle Wassertaxi, mit dem wir heute in den Abel Tasman Nationalpark fahren wollten. Gleich neben unserem Parkplatz gab es einen Flying Fox, den Sascha nicht einfach so links liegen konnte. Und der hatte es in sich, insbesondere am Ende, als man mit einem kräftigen Ruck durchgeschüttelt wurde. Dann mussten wir auch schon los mit dem Wassertaxi. Mit hoher Geschwindigkeit flog der Katamaran über das azurblaue Wasser. Wir hatten alle unsere Freude daran. Der Kapitän fuhr am Split Apple Rock vorbei, einem kugelförmigen Felsen, der in zwei Hälften zersprungen ist. Eine Maori-Legende spricht von zwei Häuptlingen, die um den Felsen stritten. Da sie sich nicht einigen konnten, zerbrach er in zwei Hälften, je eine für einen Häuptling. Wir hielten auch kurz in der Apple Tree Bay, in der früher statt der heute üppigen Vegetation Farmland war. Da sich Landwirtschaft in dieser Gegend jedoch nicht lohnte, kaufte der neuseeländische Staat schrittweise den Grund und Boden zurück, um ihn in den heutigen Abel Tasman Nationalpark umzuwandeln. Als nächstes fuhren wir an Robben vorbei, die jedoch kaum sichtbar auf den Felsen lagen. Hinter Anchorage und der Torrent Bay stiegen wir in Medlands Bay aus und begannen unsere Tageswanderung. Der Strand ging nahtlos in Wald über. Der Weg stieg sanft an. Schon bald lag das Meer unter uns. Der Aufstieg schien kein Ende zu nehmen. Daher entschlossen wir uns zu einer kurzen Pause, in der Anika ihr Mittagessen bekam. Nach insgesamt 20 Minuten wanderten wir weiter. Immer wieder boten sich uns tolle Ausblicke auf das türkisblaue Meer mit goldgelben Stränden, die von kräftig-grüner Vegetation begrenzt wurden. Wir fühlten uns wie in der Südsee. Nach etwas mehr als zwei Stunden erreichten wir Torrent Bay. Damit hatten wir die halbe Strecke geschafft. An eine Pause war allerdings nicht zu denken, da wir es rechtzeitig bis Anchorage schaffen mussten, um unser Wassertaxi zu erreichen. Also gingen wir weiter und auch etwas schneller als vorher. Die Flut erlaubte nicht das Tidal Crossing, bei der man direkt durch die Bucht wandern kann und somit einen ordentlichen Teil des Weges spart. Wir mussten außen herum durch den Wald. Anfangs noch flach, stieg der Weg bald steil an. Und der Anstieg nahm überhaupt kein Ende. Trotz des Waldes, der einiges an Schatten bot, schwitzten wir mächtig. Bis auf Anika, die zufrieden in der Trage an Saschas Brust schlief. Endlich erreichten wir den höchsten Punkt. Abwärts lief es sich deutlich leichter. Vor allem, da wir Anchorage nun schon sehen konnten. Eine Stunde vor der Abfahrt des Wassertaxis waren wir unten am Strand. Jana, Margit und Sascha nutzten die Möglichkeit zur Abkühlung im Meer. Anika zeigte sich dagegen von der wasserscheuen Seite. Auch der Sand war ihr im Schatten viel zu kalt. In der Sonne sitzend warteten wir auf das Wassertaxi. Auf dem Rückweg sahen wir kleine Babyrobben. Zurück in Kaiteriteri bot sich für Jana und Margit die Gelegenheit, auch noch mal den Flying Fox am Parkplatz auszuprobieren. Danach fuhren wir nach Motueka auf den Top10 Holiday Park. Wie wir einhellig fanden, war dies der schönste Platz auf der gesamten Reise. Es gab ein riesiges Hüpf-Luftkissen und einen Pool mit 28°C. Beides nutzten wir ausgiebig. Das Luftkissen war deutlich besser als ein Trampolin, weil mehrere Leute gleichzeitig hüpfen konnten. Hier hatten alle, von groß bis klein, riesige Freude. Jana und Sascha genossen auch noch den Pool und rutschen mehrmals auf einer wellenförmigen Rutsche ins Becken. Wir genossen den warmen Abend und saßen noch lange mit Anika draußen.

KaiteriteriKaiteriteriKaiteriteriKaiteriteriKaiteriteriAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkAbel Tasman National ParkKaiteriteriKaiteriteriMotuekaMotuekaMotueka

Strecke per Wohnmobil127 km

Mittwoch, 11. Februar 2015

Die Sonne lachte, während wir unter freiem Himmel in aller Ruhe frühstückten. 10 Uhr verließen wir dann den Motueka Top10 Holiday Park. Wir wollten noch einmal beim »Raeward Fresh« in Richmond halten, um frisches Sauerteig-Brot zu kaufen, aber diesmal gab es leider keines. Also fuhren wir direkt weiter bis Nelson. Wir hatten im Reiseführer gelesen, dass es in dem kleinen Städtchen viele Kunstgalerien geben soll und besonders Angelika freute sich schon sehr darauf. Zuallererst füllten wir jedoch unsere Nahrungsmittel-Vorräte im Countdown-Supermarkt wieder auf und suchten dann einen Parkplatz. Das war leichter gesagt als getan. Wir fuhren etliche Runden durch das Stadtzentrum, leider ohne Erfolg. Erst etwas außerhalb an einer Ausfallstraße fanden wir dann einen Platz. Über den Hügel mit der Kathedrale schlenderten wir zurück ins Stadtzentrum und trennten uns dort für 2 Stunden, damit jeder selbst die Stadt etwas erkunden konnte. Jana, Sascha und Anika machten erst einmal ein Bistro unsicher und futterten Knoblauch-Baguette. Dann ging es weiter durch ein paar Läden, wo sie ein Sommerkleidchen für Anika erstanden. Unterwegs trafen sie auch wieder auf Hans und Margit, die gerade aus einem Souvenir-Shop kamen. Angelika suchte nach Kunstgalerien, fand jedoch keine. Auf dem Weg zurück zum Treffpunkt erspähte Sascha noch die Creperie »La Gourmandaise«, der wir einfach nicht widerstehen konnten. Wir bestellten uns jeder einen Crepe und spachtelten ihn schon etwas in Eile in uns hinein. Schließlich wollten wir pünktlich am Treffpunkt sein. Allerdings machte uns Anika einen Strich – oder besser gesagt einen Schiss - durch die Rechnung :-). Nach dem Wickeln brachen wir dann eilig auf und kamen doch etwas zu spät. Gegen 16 Uhr verließen wir Nelson, von dem wir uns wohl alle ein wenig mehr versprochen hatten. Vor uns lagen nun noch gut 100 km bis Havelock, wo wir die Nacht auf dem Campingplatz vorgebucht hatten. Nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke war Jana aufgrund der kurvigen Strecke plötzlich schlecht. Da kam uns das Foresters Café gerade recht für eine Pause. Wir breiteten eine Decke auf dem Rasen davor aus, damit Anika ein wenig umherrobben konnte. Sascha und Hans holten derweil Coffee to go für uns alle und Jana’s Magen beruhigte sich allmählich wieder. Als wir alle so da saßen, versetzte Anika uns plötzlich in großes Staunen. Denn sie stemmte sich in den Vierfüßlerstand und fing plötzlich an zu krabbeln! Wir waren baff. Pünktlich zu ihrem „9. Monatsgeburtstag“, der genau heute war, wurde unsere Kleine also plötzlich ganz mobil. Kurz darauf kamen noch andere Gäste, die einen Golden Retriever dabei hatten. Der Hund war ganz brav und legte sich zu uns in den Schatten. Anika war natürlich sofort neugierig und durfte den Hund auch einmal streicheln. Dann fuhren wir weiter und passierten nach wenigen Kilometern die Pelorus Bridge. Hier hielten wir erneut und nahmen einen kurzen Weg zum Ufer des Flusses. Wir hätten die Badesachen mitnehmen sollen! Das Wasser schimmerte in schönstem grün und war kristallklar. Da wären wir gerne hineingehüpft. Außerdem gab es einen hübschen kleinen Campingplatz inmitten dieser schönen Natur. Der wäre sicherlich schöner gewesen als der in Havelock, aber dort hatten wir ja reserviert und es wurde auch schon immer später. Also beeilten wir uns weiterzukommen und erreichten bald das kleine Städtchen am Pelorus Sound. Nachdem wir unsere Camper abgestellt und zu Abend gegessen hatten, machten wir noch einen Abendspaziergang. Wir gingen zur Marina und an das Ufer des Meeresarmes, jedoch wirkte alles etwas verschlafen und andererseits wie in einem Industriegebiet. Havelock ist das Zentrum der Green Lip Mussels, die draußen im Pelorus Sound gezüchtet werden. In einer großen Fabrik werden sie dann verarbeitet. Eine Schönheit ist das Städtchen jedenfalls nicht. Zurück auf dem Campingplatz saßen wir noch bis spät abends vor der Küche, da es hier schön windgeschützt war. Anika schlief nach etlichen kalten Nächten endlich einmal wieder im eigenen Bett, allerdings nur bis 5 Uhr nachts, dann wollte sie doch lieber wieder zwischen Mama und Papa schlafen.

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Strecke per Wohnmobil85 km

Donnerstag, 12. Februar 2015

Als wir in der Früh aufwachten lachte schon die Sonne und es war ordentlich warm. Also deckten wir den Tisch zwischen unseren beiden Campern und genossen in aller Ruhe unser Frühstück im Freien. Anika spielte derweil auf einer Decke im Gras und später auch auf dem hinteren Bett im großen Camper. Die weichen Lehnen konnte sie super zum hochziehen benutzen und damit fleißig Stehen üben. Sie guckte frech aus dem hinteren Fenster und freute sich, wenn draußen jemand vorbeikam. Dann war es Zeit das kleine Städtchen Havelock zu verlassen. Über den Queen Charlotte Drive fuhren wir nach Picton. Diese schmale und sehr kurvige Straße führt zunächst noch eine Weile am Pelorus Sound entlang bevor es dann über eine kurze Landpassage zum Queen Charlotte Sound geht. Beide Meeresarme glitzerten an diesem Morgen wunderschön im gleisenden Sonnenlicht und in den türkisblauen Buchten schaukelten die Segelboote. Ein herrlicher Anblick! Kurz vor Picton hielten wir noch an einem Aussichtspunkt, von dem man auf einen riesigen Holzhafen schauen konnte. Hier warteten tausende Baumstämme auf ihre Verladung. Noch ein paar Meter weiter kam ein weiterer Aussichtspunkt, den wir eigentlich anvisiert hatten. Von dort hatte man einen herrlichen Blick auf Picton und zudem hatten wir das Glück, dass gerade 2 Fähren von der Nordinsel ankamen und langsam ihre Bahn durch den Queen Charlotte Sound zogen. Picton selbst überraschte uns dann absolut positiv. Zum einen kauften wir ein herrliches Sauerteigbrot in einer holländischen Bäckerei (wohl das beste Brot der ganzen Reise!) und zum anderen ließen wir uns von dem entspannten Flair des Ortes verzaubern. Wir flanierten durch die kleinen Shops und kehrten in einem leckeren Fischrestaurant ein. Auch die Hafenpromenade sah sehr einladend aus mit ihren Palmen, den schönen bunten Blumenbeeten, netten Spielplätzen und hübschen Bänken zum Verweilen. Insofern hatte Picton alles zu bieten, was wir eigentlich einen Tag zuvor von Nelson erwartet hatten und dort nicht vorgefunden hatten. Volle Entschädigung also :o). Am frühen Nachmittag brachen wir dennoch auf, denn für heute stand noch eine Weinprobe auf unserem Plan. Die Strecke bis Blenheim war nicht sehr weit, aber sie führte durch sehr karges, staubtrockenes Gelände. Ein Hügel war kurz zuvor in einem Buschfeuer aufgegangen und zeigte sich uns nun schwarz verkohlt. Erst kurz vor Blenheim wurde es wieder grüner, was vor allem an den Weinreben lag. Wir fuhren zuerst zum Weingut Nautilus, welches uns zuvor in der Tourist-Info in Picton empfohlen worden war. Angelika, Margit und Sascha probierten sich durch mehrere Rotweine, während Jana und Hans auf Klein-Anika aufpassten. In einer Kiste mit Spielzeug fand Jana eine rote Clownsnase (die mit einem Gummiband um den Kopf geschnallt wurde) und setzte sie sich auf. Anika zog daran und schnipste sie Jana mit voller Wucht zurück ins Gesicht. Aber nicht Jana brach darauf in Tränen aus, sondern Anika! Sie hatte einen vollen Schreck bekommen von dem lauten Klatschen und kriegte sich erst einmal ein paar Minuten gar nicht mehr ein. Zu Fuß liefen wir dann ein paar Meter weiter zum nächsten Weingut Giesen. Unsere 3 Weintester waren hier von den Weinen nicht so sehr angetan, aber Hans bekam einen leckeren Kaffee und Anika übte Krabbeln auf dem Teppich. Auf der anderen Straßenseite besuchten wir noch das Weingut Wairau River, wo uns vor allem der Weißwein voll überzeugte. So einen tollen Geruch hat man selten! Jana und Sascha leisteten sich dann auch eine Flasche von dem guten Tropfen. Auf dem Rückweg nach Blenheim hielten wir noch beim Weingut Drylands, die uns aber wiederum nicht überzeugen konnten. Was die Rotweine betrifft, so war der Wein im Nautilus definitiv am besten, aber auch so teuer dass wir darauf verzichteten eine Flasche mitzunehmen. In Blenheim fuhren wir auf den vorgebuchten Top10 Holiday Park und machten uns alle noch ein wenig frisch und schick. Denn für den Abend hatten wir Plätze im Restaurant Raupo reserviert, das unser Reiseführer wärmstens anpries. Und tatsächlich erwartete uns hier der kulinarische Höhepunkt unserer Reise. Wir bestellten Lamm, Risotto, Hühnchen Cordon Bleu und ein Fischgericht. Oh war das ein Gedicht! Die Speisen waren super lecker gewürzt und herrlich angerichtet. Da konnten wir auch der Creme Brulee zum Nachtisch nicht widerstehen. Allerdings sollte unser Abend dann doch nicht so lang werden, denn als Anika anfing mit knallroten Gesicht zu pressen, stellten wir entsetzt fest, dass wir die Ersatzwindeln vergessen hatten. Hm, da half nur auskippen. Das Spielchen wiederholte sie zu unserer Freude auch gleich noch einmal. Also kehrten wir nach dem Essen lieber gleich zum Top10 Holiday Park zurück, um ihr so schnell wie möglich eine frische Windel zu gönnen. Der Campingplatz bot im Übrigen noch eine kuriose Besonderheit. Er hat Stellplätze ohne direkte Zufahrt. So mussten sich einige kleine Camper noch zwischen den bereits davor stehenden Wohnmobilen durchquetschen, um überhaupt zu ihrem Platz zu kommen. Schon sehr seltsam, wie man einen Platz derart anlegen kann. Dafür gibt es von uns definitiv Punktabzug, zumal es sich um einen der höherwertigen Top10 Plätze handelte. Dennoch hatten wir noch einen schönen Abend, an dem wir endlich wieder einmal draußen zwischen unseren beiden Wohnmobilen sitzen konnten. Anika war bald in ihrem Zelt verschwunden und schlief auch brav die ganze Nacht durch.

HavelockHavelockQueen Charlotte DriveQueen Charlotte DriveQueen Charlotte DriveQueen Charlotte DriveQueen Charlotte DrivePictonPictonPictonPictonPictonPictonPictonPictonPictonPictonPictonPictonPictonPictonPicton

Strecke per Wohnmobil155 km

Freitag, 13. Februar 2015

Von Blenheim fuhren wir weiter in Richtung Süden. Jana hatte im Reiseführer etwas über die Salinen am Lake Grassmere gelesen, die man vom State Highway 1 auch gut in der Ferne erkennen konnte. Als wir dann in eine kleine Nebenstraße bogen, um sie uns auch aus der Nähe anzuschauen, wurden wir allerdings enttäuscht. Nichts zu sehen weit und breit. Also kehrten wir zurück auf den Highway und fuhren weiter bis zum Ohau Point. Dieser ist eigentlich nicht mehr als ein kleiner Parkplatz. Die Besonderheit ist allerdings, dass er direkt am Meer liegt und hunderte von Pelzrobben auf den Felsen am Strand zu sehen sind. In kleinen Pools zwischen den Felsen tummeln sich die kleinen Babyrobben und man kann ihnen wunderbar beim Spielen zuschauen. Allerdings waren wir nicht zur besten Zeit hier, denn nur von April bis Oktober kann man den Robben noch näher kommen. Wenige Meter nördlich vom Ohau Point gibt es einen zweiten Parkplatz, von dem ein 10-minütiger Wanderweg zu einem kleinen Wasserfall führt, der über ein kleines Bächlein - den Ohau Stream - mit dem offenen Meer verbunden ist. Der Pool des Wasserfalls dient den Babyrobben als Winterquartier. Im April ziehen die Robbenmütter mit ihren im November/Dezember geborenen Babys hierher und die Kleinen bleiben hier den ganzen Winter bis Oktober, während ihre Mütter auf offener See nach Nahrung jagen und nur gelegentlich zum Wasserfall kommen, um ihre Kleinen zu füttern. Sobald der Winter endet, wandern die kleinen Robben wieder zum Meer, um zu lernen wie man jagt und auf eigene Faust überlebt.
Auch wir hielten am Ohau Stream, aber einige entgegenkommende Touristen sagten uns, dass derzeit keine Babyrobben am Wasserfall seien. So bestiegen wir wieder unsere Wohnmobile und fuhren weiter den State Highway 1 gen Süden. Jana wusste, dass einige Kilometer vor Kaikoura fangfrische Langusten (Crayfish) angeboten werden und so hielten wir bei Nin’s Bin, um eines dieser Tierchen zu probieren. Der Preis richtet sich nach der Größe des Schwanzes und reichte von 56 bis weit über 100 NZD. Wir nahmen die kleinste Languste, die bereits in der Nacht gefangen und am Morgen gekocht worden war. Man bekommt sie kalt serviert und kann sich noch warme Pommes dazu bestellen. Außerdem hatten wir noch einen Weißwein im Kühlschrank, der prima dazu passte. Zu viert verputzten wir das Tierchen, nur Angelika wollte nicht probieren. Uns anderen schmeckte es durchaus, auch wenn es kein kulinarischer Hochgenuss ist, wie man sich das vielleicht vorstellt. Kann man essen – nicht mehr und nicht weniger. Die Preise an diesen Imbisswagen mögen einem ja schon sehr hoch erscheinen, aber in Restaurants kostet der Spaß noch viel mehr. Später sahen wir in Kaikoura einen halben Crayfish auf der Speisekarte für 100 NZD. Und die Größe schreiben sie hier gleich gar nicht dazu. Nachdem wir gegessen hatten, machten wir noch einige Fotos am Strand, denn das Wasser leuchtete in hellem Türkis. Zudem saß ein Kormoran am Strand, der sich ausgiebig putzte. Allerdings war es unglaublich windig und kalt, so dass wir es nicht allzu lange aushielten. Deshalb setzten wir unsere Fahrt bis Kaikoura fort, wo wir als erstes an der Lavendyl Lavender Farm hielten. Ein Foto von den Lavendelfeldern mit der Kaikoura Range im Hintergrund hängt an Janas Arbeit in ihrem Büro, da mussten wir natürlich noch einmal vorbei schauen. 2008 waren Jana, Margit und Hans hier recht spät am Abend vorbeigekommen und hatten nur noch dieses eine Foto direkt am Eingang geschossen. Diesmal wollten wir die Farm richtig besichtigen. Wir warfen unsere Eintrittsgelder (2 NZD pro Person) in die Box und schauten uns die wunderschön angelegten Gärten mit den lila blühenden Lavendelsträuchern an. Eines der Felder wurde gerade abgeerntet und so kamen wir mit dem Besitzer der Farm ins Gespräch - einem netten Holländer, der hier seit vielen Jahren mit seiner Frau lebt und die Farm betreibt. Weiter ging es dann ins Zentrum von Kaikoura, wo wir an der Touristinfo parkten. Anika schlief jedoch gerade, so dass Sascha bei ihr im Camper blieb. Wir anderen machten einen Bummel durch das Städtchen und blieben vor allem in einem Touri-Laden hängen, in dem wir T-Shirts, Fleece-Jacken und anderen Krims-Krams kauften. Nach etwa einer Stunde Shopping kehrten wir zu Sascha zurück, der inzwischen schon eine Weile mit Anika gespielt hatte, da sie dann doch nicht so lange geschlafen hatte wie gedacht. Sie lachte uns schon durch die Fensterscheiben an und freute sich, dass es endlich weiter ging. Etwa 7 km südlich von Kaikoura hatten wir eine Nacht auf dem Peketa Beach Holiday Park reserviert, auf dem Jana, Hans und Margit schon auf ihrer letzten Neuseeland-Reise 2008 übernachtet hatten. So freuten sich die 3 schon auf den Flying Fox und den schönen, wilden Strand, den der Platz zu bieten hat. Wir hatten einen schönen Stellplatz mit Blick aufs Meer und gleich mehrere Sitzgruppen rund um unsere Camper. Allerdings würden wir diese kaum nutzen können, denn es war immer noch sehr windig und frisch. Den Flying Fox testeten wir aber trotzdem ausgiebig und auch Anika hatte ihren Spaß auf dem Spielplatz mit Rutsche, Schaukel und Wippe. Außerdem entdeckten wir noch eine Baumschaukel, die Anika und Jana riesigen Spaß bereitete. Das Abendessen wollten wir dann wegen des Wetters in der Küche machen. Margit brutzelte uns ein leckeres Rührei, dass wir mit großem Appetit vertilgten. Am Abend saßen wir wieder im kleinen Camper und ließen den Abend entspannt ausklingen.

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Strecke per Wohnmobil175 km

Samstag, 14. Februar 2015

Um 8:15 Uhr wollten Jana und Sascha heute eigentlich an einer "Schwimmen mit Delphinen"-Tour teilnehmen. Entsprechend früh standen wir alle auf, um uns fertig zu machen und die Großeltern wollten derweil auf Anika aufpassen. Um 8 Uhr sollten wir beim Anbieter anrufen, ob die Tour auch stattfinden würde. Das Wetter war allerdings alles andere als schön und so hatten wir schon eine dunkle Vorahnung. Die Tour hätte zwar tatsächlich stattgefunden, allerdings wurde uns gesagt, dass das Meer heute sehr rau sei und man nur erfahrene Schnorchler mitnehmen würde. Die Wellen seien bis zu 1,5 Meter hoch. Da sagten wir lieber ab. So eine Tour soll ja ein Vergnügen sein und kein Kampf gegen die Wellen. Was hat man davon, wenn man die Delphine nur mal kurz in einem Wellental sieht und dann schon wieder auf und ab geschüttelt wird. Stattdessen beschlossen wir, mit den Wohnmobilen zur Kaikoura Peninsula zu fahren und dort noch eine kleine Wanderung zu unternehmen. Wir parkten am Point Kean und bestaunten zunächst einmal die Robben auf den Felsen, denen man hier sehr nahe kommen kann. Dann stiegen wir einige Treppen hinauf und folgten dem Weg entlang der Steilküste. Von oben hatte man einen schönen Blick auf das Meer, das heute eine seltsame hellblau-graue Farbe aufwies. Von oben entdeckten wir, dass es auch unterhalb der Klippen einen Wanderweg gab. Irgendwann führte eine weitere Treppe an den Strand hinab und wir beschlossen den unteren Weg zurück zum Parkplatz zu nehmen. Von hier hatte man noch einmal einen ganz anderen Blick auf die tolle Landschaft. Außerdem kamen wir an einer weiteren Robbenkolonie vorbei. Allerdings hatten wir nicht gewusst, dass die letzten 10 Minuten des Weges nur bei Ebbe zu begehen sind und die Flut kam gerade zurück. So kletterten wir die letzten paar Meter über die Felsen und entgingen den nassen Füßen nur knapp - zumindest alle bis auf Hans, der an einer Stelle eine Abkürzung nehmen wollte und dafür mit einer Welle quittiert wurde. Wir lachten herzlich und erreichten dann endlich den Parkplatz. Es war nun schon Mittag und wir hatten noch eine sehr lange Fahrt bis nach Leithfield Beach vor uns, wo wir bereits den Campingplatz für den Abend reserviert hatten. Wir hatten uns vorher in der Tourist-Info noch erkundigt, ob es irgendeine Sehenswürdigkeit unterwegs geben würde, um wenigstens noch eine kleine Pause unterwegs einzulegen. Aber außer Gore Bay gab es auf den nächsten 150 km wohl nichts zu sehen. Also statteten wir diesem kleinen Örtchen einen Besuch ab. Zu sehen gibt es im Ort eigentlich nichts. Interessant fanden wir lediglich die Tsunami-Warntafeln mit genauem Evakuierungsplan. Kurz hinter dem Ort gibt es jedoch einen kleinen Parkplatz, von dem man einen schönen Blick auf die Cathedral Cliffs hat, einige Sandstein-Formationen mit dem Meer im Hintergrund. Ein sehr schöner Anblick! Wir hatten inzwischen einen Bärenhunger und hielten Ausschau nach einer Einkehrmöglichkeit. Da kam uns der alte Bahnhof von Domett am State Highway 1 gerade recht, der heutzutage ein nettes Café bietet mit leckerem Kuchen und französischen Häppchen. Gegen 17 Uhr kamen wir schließlich in Leithfield Beach an, einem kleinen verschlafenen Ort, den man getrost schnell wieder vergessen kann. Wir hatten ihn nur gewählt, weil wir am nächsten Tag unseren Camper in Christchurch abgeben mussten und es von Leithfield nur noch 50 km bis dorthin sind. Immerhin gab es einen Strand, den wir kurz besichtigten und wo wir noch ein paar hübsche Muscheln fanden. Der Campingplatz hatte einen völlig anderen Charakter als alle bisherigen, denn hier "wohnen" wohl fast nur neuseeländische Dauercamper. Als Tourist ist man hier die Ausnahme. Zudem gab es einen Imbisswagen, der eine ganze Reihe Snacks wie Hamburger in allen Varianten, Fish & Chips und andere Meerestiere anbot. Das Preisniveau war hier erheblich niedriger als in allen anderen "Touristen-Orten" die wir bisher besucht hatten. Schon erstaunlich - es geht also auch billig in Neuseeland! Wir ließen den Abend im kleinen Camper ausklingen und auch Anika blieb bis zuletzt bei uns im "Partybus". Alle zusammen fielen wir dann müde in unsere Betten.

Kaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaKaikoura PeninsulaGore BayGore BayGore BayDomett

Strecke per Wohnmobil64 km

Sonntag, 15. Februar 2015

Nach unserem Frühstück unter freiem Himmel traten wir unsere letzte Etappe mit den Wohnmobilen an. Wir legten die letzten 50 km bis Christchurch zurück, fuhren aber nicht direkt zur Abgabestation von Apollo sondern zum nahe gelegenen Orana Wildlife Park. Da wir auf unserer Reise bisher noch keinen Kiwi und Kea gesehen hatten, wollten wir hier die letzte Gelegenheit dazu nutzen. Der Park hat allerdings vermutlich schon bessere Zeiten gesehen und wirkte etwas verwahrlost. Der Asphalt der Wege wies teilweise riesige Risse auf und glich manchmal mehr einer Buckelpiste (eventuell Folgen der Erdbeben 2010/2011). Auch gefegt wurde hier wohl schon länger nicht mehr und Bänke und Sonnenschutzdächer wirkten verwittert und kaputt. Etwas seltsam mutete auch der Lion Encounter an. Dabei lassen sich 20 sensationslustige Touristen in einen Käfig auf einem LKW einsperren, der dann eine Runde durch das Löwengehege dreht. Der Spaß dauert 7 Minuten und kostet nochmal 40 NZD extra - zusätzlich zu den ohnehin üppigen 30 NZD Eintrittsgeld. Darauf konnten wir getrost verzichten und schauten uns das Vergnügen gerne von außen an. Immerhin sahen wir tatsächlich unseren Kiwi und einige Keas, wenn auch leider eingesperrt und nicht in freier Natur. An einem Imbiss gönnten wir uns noch ein paar Wedges mit Sour Cream und verließen dann gegen 14 Uhr den Park. Dann fuhren wir Tanken und gaben unsere beiden Wohnmobile bei Apollo Campers wieder ab. Die Übergabe ging ohne Probleme vonstatten und dauerte nur 10 Minuten. Dann fuhren wir mit dem Shuttle Bus zu unserem Hotel Chateau on the Park ins Stadtzentrum von Christchurch. Da es noch etwas Zeit bis zum Abendessen war, drehten wir noch eine Runde durch den Hagley Park und den Botanischen Garten und kehrten anschließend in das Restaurant unseres Hotels ein. Anika war schon während des Essens ziemlich quengelig und so ging Jana schon früh mit ihr aufs Hotelzimmer und beide legten sich schlafen. Die anderen verweilten noch ein wenig im Restaurant und gingen gegen 22 Uhr auch alle auf ihre Zimmer. Mitten in der Nacht gegen 3 Uhr wachten wir auf, weil Anika wie am Spieß schrie. Sie war glühend heiß! 40°C Fieber - und das 17 Stunden vor unserem Heimflug! Wir versuchten sie zu beruhigen, aber die arme kleine Maus wimmerte herzzerreißend und wollte sich gar nicht anfassen lassen. So jämmerlich hatten wir sie noch nie gesehen. Wir bestellten also ein Taxi, dass uns mitten in der Nacht zur 24h Ambulance brachte. Dort schaute ein netter Arzt nach Anika. Verdacht auf Mittelohrentzündung! Wir bekamen ein Antibiotika und einen Fiebersaft, den wir abwechselnd mit unseren Fieberzäpfchen aus Deutschland geben sollten. Inzwischen war Anika zumindest wieder etwas besser drauf und die Medikamente schlugen auch bald an. So konnten wir den Rest der Nacht noch ein wenig schlafen.

Orana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkOrana Wildlife ParkChristchurchChristchurch

Strecke per Flugzeug2413 km

Montag, 16. Februar 2015

Am nächsten Morgen waren wir ziemlich k.o., aber Anika ging es immerhin etwas besser - wenn auch unter Medikamenteneinfluss. Wir frühstückten in Ruhe und checkten dann im Hotel aus. Unser Gepäck konnten wir für den Tag noch in einer Kammer unterstellen und stiefelten dann langsam los zum Botanischen Garten. Anika schlief nach kurzer Zeit schon im Buggy ein. Wir schauten uns derweil ein Gewächshaus mit tollen Blumen, tropischen Pflanzen und Kakteen an. Dann ging es weiter bis in die City, wo wir als erstes eine Fahrt mit der Christchurch Tram machen wollten. Sie fuhr nun zum ersten Mal seit dem verheerenden Erdbeben wieder die große Runde, denn ein neues Teilstück war heute eingeweiht worden. Die Fahrt war dennoch schockierend, denn weite Teile ging es immer noch an riesigen Freiflächen vorbei, an denen einmal Häuser gestanden hatten. Selbst viele der noch stehenden Häuser sind Ruinen, wie man oft erst auf den zweiten Blick sieht. Dennoch wirkte die Stadt heute deutlich belebter und freundlicher als an unserem ersten Abend in Christchurch vor 4 Wochen. Die Sonne schien vom blauen Himmel und es waren mehr Leute unterwegs. Nach einer Runde mit der Tram stiegen wir am Arts Centre wieder aus und besuchten das Canterbury Museum, wo wir im Café auch eine kleine Mittagspause für Anika einlegten. Dann schlenderten wir in Richtung Kathedrale und gleich weiter zur Cathedral Junction. Die überdachte Straßenbahnhaltestelle und auch die New Regent Street mit ihren hübschen bunten Häusern direkt daneben sind schon wieder gut restauriert. Dann wollten wir unbedingt die neue Cardboard Cathedral sehen, eine weitgehend aus Pappe gebaute, temporäre Kirche als Ersatz für die zerstörte Christchurch Cathedral. Die sollte schon abgerissen werden, aber derzeit laufen einige Klagen gegen den Abriss, so dass die Arbeiten erst einmal ruhen. Weiter ging es dann zur Re:Start Mall, einem Einkaufszentrum welches aus alten Schiffscontainern errichtet wurde. Schon toll, wie man hier aus der Not eine Tugend gemacht hat. Wir machten eine kleine Kaffeepause, bevor wir schließlich wieder zum Hotel zurückkehrten, unsere sieben Sachen auflasen und mit dem Shuttle zum Flughafen fuhren. Schon bald startete unser Flug nach Melbourne und wir genossen die letzten Blicke auf die Südalpen aus der Vogelperspektive. Anika überstand den Flug glücklicherweise sehr gut und zeigte auch keine Anzeichen von Ohrenschmerzen. In Melbourne trafen wir Lars und Leonie wieder, Saschas ehemaligen Kollegen der ihm auf dem Franz Josef Gletscher schon über den Weg gelaufen war. Schon nach einer Stunde ging es dann weiter mit dem A380 nach Dubai. Von den 14 Stunden verschlief Anika 10 Stunden am Stück. Die arme kleine Maus war ganz schön fertig, aber insgesamt überstand sie den langen Flug dann doch sehr gut.

ChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurchChristchurch

Strecke per Flugzeug16227 km

Dienstag, 17. Februar 2015

Am frühen Morgen kamen wir in Dubai an, wo wir erst einmal eine Kaffee-Pause einlegten. Aber schon bald ging es weiter mit dem Flieger nach München, wo wir gegen Mittag ankamen. Von Angelika verabschiedeten wir uns noch auf dem Flughafen, denn sie blieb gleich hier um später nach Berlin weiterzufliegen. Der Rest fuhr mit der S-Bahn in die Stadt und Margit und Hans halfen uns noch, das Gepäck nach Hause zu tragen. Dann brachen auch die beiden noch zum Bahnhof auf, um noch am Abend ebenfalls zu Hause in Thüringen anzukommen. Jana und Anika fielen um 16 Uhr schließlich müde und vom Jetlag geplagt ins Bett, Sascha hielt immerhin noch bis 19 Uhr durch. Es dauerte noch ein paar Tage, bis unsere innere Uhr wieder funktionierte, aber wir haben einen unvergesslichen Urlaub gehabt! Auch mit Baby kann man durchaus das andere Ende der Welt erobern und wir sind uns sicher, dass es auch für unsere Maus eine schöne und ereignisreiche Zeit war. Und wann haben schon einmal Großeltern die Chance, einen ganzen Monat mit ihrem Enkel zu verbringen? Wir fanden es jedenfalls superschön und freuen uns schon auf künftige Abenteuer mit unserem kleinen Reisevogel, der nun seine Feuertaufe bestanden hat.