Reisevogel.net   |   2006 Round The World - Australien
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Jana, Sascha, Anika & Antonia on Tour

Australien

Dienstag, 25. April 2006

Nachdem wir unser Flugzeug verlassen hatten, mussten wir noch durch die Pass- und Lebensmittelkontrolle, denn man darf kein Obst, Gemüse usw. nach Australien einführen. An der Backpacker-Information sammelten wir einige Prospekte von Sydney ein, die viele nützliche Tipps und Rabatt-Gutscheine enthielten. Irgendwann gesellte sich Aissa zu uns, die uns Deutsch reden hörte und in dasselbe Hostel wollte wie wir. Da sie noch keine Buchung hatte, rief sie beim Boomerang Backpackers an und so wurden wir sogar noch abgeholt, obwohl bei unserer Buchung gar kein Free Pickup enthalten gewesen wäre. Im Hostel bekamen wir dann 3 Betten in einem 10-Bettzimmer. Obwohl es schon 10 Uhr war schliefen noch alle, so dass wir nur unsere großen Rucksäcke abstellten und mit Aissa zum Darling Harbour aufbrachen. Unterwegs erzählte sie uns, dass sie aus Hamburg stammt und auch gerade aus Hongkong kommt. Auf dem Weg zum Hafen kam uns eine Parade mit einem dutzend Marschkapellen und Veteranen Corps entgegen. Wie sich herausstellte war heute ANZAC Day - ein Nationalfeiertag.
Am Darling Harbour angekommen, aßen wir erst einmal bei McDonalds. Dann schlenderten wir zum Outback Center, das über die Aborigines informiert und einen schönen Souvenir-Shop beinhaltet. Ein Halb-Aborigine bot außerdem eine 30-minütige Didgeridoo-Vorführung an, hinterlegt mit fantastischen Fotos vom Outback auf einer riesigen Leinwand. Die Show war wirklich super interessant, lustig und kurzweilig und auch das Publikum wurde stellenweise mit einbezogen. Nur Aissa hatte die letzten Tage kaum geschlafen und war so müde, dass sie während der Vorstellung einschlief.
Deshalb bummelten wir anschließend zurück zum Hostel, wo sie sich schlafen legte und wir unsere Wäsche wuschen. Als wir die Sachen dann in den Trockner werfen wollten, stellten wir fest, dass 90% unserer Kleidung nicht für den Trockner geeignet ist. Aber natürlich hatten wir zumindest an Alternativmöglichkeiten gedacht. Schnell spannte Thomas sein 20 Meter Nylonseil zwischen den Pfosten eines leeren Bettes auf und fertig war unsere Wäscheleine.
Am Abend wollten wir uns im IMAX Theatre mit der größten Leinwand der Welt (8 Stockwerke hoch) einen Film anschauen. Wir entschieden uns für eine Dokumentation über die Marsmission von 2003/04, bei der zwei Roboter auf den Mars geschossen wurden, um Wasser zu finden. Unser Urteil: Absolut sehenswert und in diesem Kino auf jeden Fall unfassbar beeindruckend!

Sydney - Boomerang Backpackers HostelSydney - Anzac ParadeSydney - Outback CentreSydney - Outback CentreSydney - Outback CentreSydney - Queen Victoria BuildingSydney - IMAXSydney - IMAXSydney - Darling HarbourSydney - Darling Harbour

Mittwoch, 26. April 2006

Heute wollten wir eigentlich schon um 7.30 Uhr aufstehen, aber keiner von uns hörte den Wecker. So wurde es 9 Uhr, ehe wir uns aus den Schlafsäcken schälten. Unser erstes Ziel für heute war der nahe gelegene Royal Botanic Garden. Positiv überrascht waren wir über das Schild »Please walk on the grass!«, denn von Parks in der Heimat ist man ja eher das Gegenteil gewohnt.
Von Mrs. Macquaries Point erhaschten wir schließlich den ersten Blick auf das berühmte Opera House. Nur aus der Ferne fotografieren reichte uns nicht, jetzt wollten wir es natürlich auch von innen sehen. Ein Guide führte uns durch die verschiedenen Säle und kleineren Räume. Wir hatten Glück, dass im Theater-Saal gerade das Ballettstück »Giselle« geprobt wurde, das wir eine Weile verfolgen durften. Im letzten Raum, der erst 2004 nachträglich vom Architekten Jørn Utzorn gestaltet wurde, bestaunten wir die Glühbirnen, deren Draht die Form des Opernhauses hat. Nach der Führung war es Zeit für ein Mittagessen und so suchten wir uns ein schönes Plätzchen am Pier und aßen asiatische Nudeln.
Nun wollten wir eine Hafenrundfahrt machen. Am Circular Quay angekommen, fragten wir nach dem Sydney Pass, mit dem man den Sydney Tower, das Sydney Aquarium und eine Harbour Cruise für 44,50 AUD bekommt. Der freundliche Kapitän sagte uns jedoch, es sei sinnvoller die Cruise an einem anderen Tag zu machen, da das Ticket den ganzen Tag gilt (Hop On – Hop Off) und man es wunderbar mit einem Besuch am Bondi Beach kombinieren könne.
Also schlenderten wir weiter zum Sydney Tower, kauften unseren Sydney Pass dort und besuchten zunächst das Kino »The Oz«. Dort wird man wie in einer Achterbahn festgeschnallt und während des Films passend zu den Szenen durchgeschüttelt. Von der Aussichtsplattform genossen wir dann den sensationellen Blick auf Sydney und hatten das Glück einen Regenbogen und den Sonnenuntergang mitzuerleben. Außerdem nutzten wir die Gelegenheit, unsere Postkarten in den höchsten Briefkasten der südlichen Hemisphäre einzuwerfen.
Danach statteten wir dem Sydney Aquarium einen Besuch ab. Wir waren von der Vielzahl der Tiere so begeistert, dass wir bis kurz vor Toresschluss (22 Uhr) dort blieben und uns dann ziemlich geschafft zurück zum Hostel schleppten.

Sydney - Royal Botanical GardensSydney - Royal Botanical GardensSydney - Royal Botanical GardensSydney - Royal Botanical GardensSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - TowerSydney - TowerSydney - TowerSydney - TowerSydney - SkylineSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - Aquarium

Donnerstag, 27. April 2006

Heute hörten wir den Wecker um 7.30 Uhr direkt, denn Thomas kleine Schwester Eva hat heute ihren 18. Geburtstag. Kurz nach Mitternacht deutscher Zeit übermittelten wir unsere Glückwünsche. Eva freute sich sehr, nicht zuletzt weil sie einen Flug nach New York geschenkt bekam, um uns während der letzten Woche unserer Weltreise Gesellschaft zu leisten. Nach dem Telefonat frühstückten wir erst einmal im Hostel. Das Frühstück ist bereits bei der Übernachtung inbegriffen und besteht aus Marmeladen-Toast und Cornflakes solange der Vorrat reicht. Heute reichte er noch genau 5 Minuten bis 8.50 Uhr. Für uns blieben 2 Toast und massig Cornflakes ohne Milch. Hm, da müssen wir wohl künftig früher aufstehen ;o).
Vom Hostel schlenderten wir zur St. Mary Cathedral, die wir von innen und außen fotografierten. Direkt nebenan befinden sich die Hyde Park Baracks, in denen sehr eindrucksvoll veranschaulicht wird, wie die Sträflinge damals lebten. Anschließend wendeten wir uns dem Government House zu, vor dem wir uns nach alter Touri-Manier postierten und gegenseitig fotografierten. Als heutiges Tagesziel stand dann der Luna Park auf dem Programm. Da sich dieser auf der anderen Seite der Bucht befindet führte uns der Weg über die Harbour Bridge, wo wir den Pylon Lookout bestiegen bevor wir unseren Weg fortsetzten. Im Luna Park angekommen stellten wir fest, dass die Fahrgeschäfte eher für Menschen jüngeren Alters waren (bis auf ein paar wenige Ausnahmen). Folglich genossen wir nur die Freizeitpark-Atmosphäre und kehrten dann über die Harbour Bridge zurück auf unsere Seite der Bucht.
Dort beschlossen wir noch das Sydney Observatorium zu besichtigen. Leider werden hier nur australische Studentenausweise akzeptiert, so dass wir ausnahmsweise einmal den vollen Eintrittspreis zahlen mussten. Als Grund nannte uns die Mitarbeiterin, dass die internationalen Ausweise ja in Thailand gefälscht werden könnten. Hm, merkwürdige Erklärung! Abgesehen davon, gab es in der Sternwarte auch nicht viel zu sehen. Die Erklärung der Mitarbeiter zu den einzelnen Sachen klangen gelangweilt, der Blick durch das Teleskop, war recht unspektakulär (man sah nur einen weißen Punkt) und die ausgestellten Stücke waren recht dürftig. Alles in allem eine Investition, die sich nicht gelohnt hat.
Auf dem Rückweg zum Hostel wollten wir noch Traveller Checks eintauschen, aber das Büro hatte leider schon zu. Dafür haben wir zum Ausgleich schön zu Abend gegessen. Jana holte sich ein Italian Baguette und Thomas orderte ein Big Mac Maxi Menu.

Sydney - Hyde Park BarracksSydney - Hyde Park BarracksSydney - Hyde Park BarracksSydney - Royal Botanic GardensSydney - Pylon LockoutSydney - Pylon LookoutSydney - Pylon LockoutSydney - Pylon LockoutSydney - Pylon LockoutSydney - Harbour BridgeSydney - Harbour BridgeSydney - Luna ParkSydney - Luna ParkSydney - Luna ParkSydney - ObservatorySydney - Observatory

Freitag, 28. April 2006

Heute hieß es früh aufstehen. 5 Uhr morgens klingelte der Wecker und wir brachen auf zum Sydney Fish Market, wo wir eigentlich an der »Behind The Scenes« Tour teilnehmen wollten. Leider waren wir einen Tag zu spät dran, denn wie wir dort erfuhren, findet die Tour immer nur donnerstags statt. Aber die Auktionen waren in vollem Gange und so beobachteten wir das geschäftige Treiben eine Weile. Pro Auktion läuft eine riesige Uhr rückwärts, d.h. der Preis wird immer billiger. Was genau versteigert wird, kapiert man als Laie aber kaum, da die Auktionen im Sekundentakt ablaufen. Dann warteten wir darauf, dass der fangfrische Fisch bei den zahlreichen Restaurants angeliefert wurde und schauten dabei zu, wie die Leckereien schön angerichtet wurden. Gegen 7.30 Uhr kauften wir uns dann eine Schale »Mixed Seafood n' Chips«, also verschiedene Fischsorten und gegrillte Mini-Oktopusse auf Pommes Frites. Der Fisch war super lecker, nur Jana mochte die Oktopusse nicht, worüber sich Thomas entsprechend freute. Dafür holte sie sich noch ein Schälchen Obstsalat und frische Beeren auf Joghurt. Die futterten wir draußen am Hafen, was natürlich direkt die Möwen anzog, die kreischend um uns herum flatterten.
Vom Fischmarkt schlenderten wir am Darling Harbour vorbei zurück in die City, um noch einmal Geld zu tauschen. Danach statteten wir der Town Hall einen kurzen Besuch ab und hatten sogar das Glück, dass gerade die Orgel gespielt wurde. Weiter ging es durch Chinatown zu den Paddy's Markets. In einer riesigen Markthalle wird hier allerlei Plunder angeboten. An einem Massagestand wurde Jana eine Minute auf Probe massiert, was leider nicht so toll war, denn den Rest des Tages tat die Schulter mehr weh als vorher.
Direkt um die Ecke liegt das Powerhouse Museum, das wir recht interessant fanden. Man(n) kann alles bestaunen was mit Technik zu tun hat, von einer Eisenbahn über Flugzeuge bis hin zu Dampfmaschinen. Außerdem war auch eine Kylie Minogue Ausstellung zu sehen, wo Fotos und Kostüme der kleinen australischen Lady zu sehen waren. Witzig war, dass man Telegramme in die Welt verschicken kann, die zunächst per Morsecode nach Alice Springs übertragen und dann per Post weitergeleitet werden. Natürlich ließen wir so unseren Eltern eine kleine Botschaft zukommen.
Im Anschluss besuchten wir das National Maritime Museum, bei dem der Eintritt übrigens frei ist. Begrüßt wird man von ziemlich vielen Rentnern, die anscheinend ehrenamtlich hier arbeiten und den Touristen alles erklären. Wir wurden direkt zu einer Tafel geschleppt, auf der die Reise eines Deutschen von Ulm nach Australien mit einem Kanu beschrieben wird. Unser Rentner-Guide schilderte uns lebhaft dieses Abenteuer und war auch sonst ziemlich witzig. Thomas schaute sich dann noch ein Kriegsschiff und ein U-Boot an, die vor dem Museum ankern. Dafür wird dann auch ein kleiner Eintritt verlangt.
Gegen 15 Uhr suchten wir uns schließlich ein Internet-Café in der Nähe unseres Hostels, wo wir bis ca. 1 Uhr nachts blieben und unsere Tagebücher und Fotos nachtrugen.

Sydney - Fish MarketSydney - Fish MarketSydney - Fish MarketSydney - Fish MarketSydney - Strand ArcadeSydney - Town HallSydney - Town HallSydney - Paddy's MarketSydney - Powerhouse MuseumSydney - Powerhouse MuseumSydney - Powerhouse MuseumSydney - The Blue ConeSydney - National Maritime MuseumSydney - National Maritime Museum

Samstag, 29. April 2006

Nach dem Frühstück bummelten wir wieder einmal zum Darling Harbour, von wo wir unsere heutige Hafenrundfahrt starteten, die in unserem Sydney Bonus Ticket inbegriffen ist. Man kann an jeder Station aussteigen und später eine andere Fähre nehmen, um die Fahrt fortzusetzen. Unser erstes Ziel war Watsons Bay, von wo wir zum berühmten Bondi Beach laufen wollten. Der Weg führt entlang der Steilküste über Felsen, schmale Holzstege und zahlreiche Treppen. Man hat einen unbeschreiblichen Ausblick auf den Pazifik nach dem anderen. Auch die angrenzenden Häuser faszinierten uns. Hier zu leben ist echt ein Traum. Die Siedlungen sehen total gepflegt aus und jedes Haus ist auf seine Art und Weise besonders.
Nach fast 2 Stunden erreichten wir den Bondi Beach, wo zuerst Jana ins Wasser ging. Die Wellen sehen echt harmlos aus, aber hauen einen total um. Puh, ist das anstrengend! Thomas plantschte dann noch einmal 2 Stunden, während sich Jana sonnte. Gegen 15 Uhr machten wir uns wieder auf den Rückweg zur Fähre, liefen aber diesmal die Straße entlang durch die Wohngebiete. Wir brauchten nur gut eine Stunde, aber die Fähre fuhr genau vor unserer Nase ab. Also hatten wir eine weitere Stunde Zeit und ruhten uns ein wenig am Strand aus und genossen den Blick über den Hafen.
Gegen 17 Uhr fuhren wir dann zurück zum Circular Quay. Mit unserem Ticket konnten wir auch noch an der Highlights Cruise teilnehmen, was wir auch taten. Mittlerweile war es schon stockdunkel und so sahen wir zwar nicht viel, dafür aber die bunten Lichter der Stadt und eine schön beleuchtete Harbour Bridge sowie das Opernhaus. Wir verließen das Schiff vorzeitig am Darling Harbour und schlenderten langsam zurück zum Hostel.

Sydney - Harbour CruiseSydney - Harbour CruiseSydney - Harbour CruiseSydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Bondi BeachSydney - Bondi BeachSydney - Watsons BaySydney - Highlights CruiseSydney - Highlights Cruise

Sonntag, 30. April 2006

Heute Morgen war unser erstes Ziel die Pyrmont Bridge. Ein Stück der Brücke ist drehbar, um größere Schiffe in den Darling Harbour zu lassen. Das wollte vor allem Thomas nicht verpassen. Um 10.30 Uhr öffnete sich die Brücke kurz, da aber kein Schiff passieren wollte, ging sie direkt wieder zu. Das ganze Schauspiel dauerte keine 5 Minuten.
Etwas enttäuscht schlenderten wir in Richtung Justice and Police Museum, welches nur am Wochenende geöffnet ist. Hier kann man einen Gerichtssaal, eine Polizeiwache und Gefängniszellen aus früheren Zeiten sehen, sowie über spektakuläre Mordfälle und andere Gaunereien lesen. Nun war es nicht mehr weit zum The Rocks Market, wo wir eine Weile das Flair des bunten Treibens genossen.
Als nächstes stand das Government House auf unserem Programm. Es ist zwar nur von Freitag bis Sonntag für die Öffentlichkeit zugänglich, dafür werden aber in dieser Zeit kostenlose Führungen angeboten. Die wollten wir uns nicht entgehen lassen. Die Führung war recht interessant, nur Jana fand die Erklärungen manchmal etwas zu lang :o).
Anschließend bummelten wir durch die Royal Botanic Gardens mit einem Abstecher zu Mrs. Macquaries Chair. Der Blick auf Port Jackson ist wirklich atemberaubend von hier. Zum Abendessen wollten wir Sushi essen gehen, aber die Sushi-Bar war bereits geschlossen. So landeten wir im nächsten Hungry Jack's. Wie wir feststellten, ist dies das australische Pendant zu Burger King. Zurück im Hostel packten wir unsere Sachen zusammen, denn morgen geht es mit dem Campervan in Richtung Canberra.

Sydney - Pyrmont BridgeSydney - Justice And Police MuseumSydney - Justice And Police MuseumSydney - Justice And Police MuseumSydney - The Rocks MarketSydney - Government HouseSydney - Government HouseSydney - Government HouseSydney - Mrs Maquaries ChairSydney - Hungry Jacks

Strecke per Wohnmobil311 km

Montag, 1. Mai 2006

Nachdem wir heute Morgen wieder einmal unseren Wecker nicht gehört hatten und eine halbe Stunde später als geplant in den Tag starteten, ging es mit unseren dicken Rucksäcken zur nahe gelegenen City Rail Station »Kings Cross«. Von dort fuhren wir mit dem Zug nach Central und nahmen dann den Bus 309 nach Botany Bay. Dort befindet sich die Pick-Up Station von Apollo Campers, wo wir unseren gemieteten Campervan in Empfang nahmen. Allerdings sollten wir mehr bezahlen als vertraglich festgehalten. Wir protestierten und bekamen schließlich den vereinbarten Preis. Lustiger war dann schon der Typ, der uns das Fahrzeug erklärte und die Vorschäden notierte. Nach einigen Witzchen und guten Tipps, tuckerten wir langsam vom Hof.
Thomas fuhr zuerst und bog direkt auf den Hume-Highway in Richtung Canberra. Überrascht waren wir über die starken Seitenwinde, die es manchmal recht schwierig machten, das Fahrzeug in der Spur zu halten. Da das Fahren somit recht anstrengend war, wechselten wir uns immer wieder ab. Als dann eine »Tourist Road« abzweigte, verließen wir den Highway und verfuhren uns prompt. Da keine Schilder mehr kamen, tuckerten wir etwa 50 km die Landstraße entlang und gelangten nach einer Stunde wieder auf unseren Highway. Gelohnt hat es sich trotzdem, denn die Landschaft war traumhaft schön und wir sahen die ersten Kängurus - leider tot im Straßengraben :o(. Mit dem Linksverkehr sind wir bisher super klargekommen. Nur Thomas zog an einer Abzweigung mal die rechte Spur vor, merkte es aber sofort wieder und fuhr brav auf die linke Seite zurück.
Wir erreichten Canberra gegen 16.30 Uhr und gingen wie immer erst einmal in die Tourist-Info. Danach suchten wir einen Supermarkt und füllten unseren Kühlschrank, so dass das ständige Fast Food nun endlich ein Ende hat! :o) Als wir weiter in Richtung City fuhren, fanden wir einen netten kleinen Parkplatz, den wir zu unserem Schlafplatz auserkoren. Wir machten Abendbrot und bereiteten dann schon einmal das Bett für heute Nacht vor.
Mittlerweile war es stockdunkel (19 Uhr), aber wir wollten dennoch eine kleine Stadtbesichtigung unternehmen. Zu Fuß überquerten wir die Brücke über den Lake Burley Griffin und landeten als erstes in der australischen Nationalbibliothek. Dort nutzten wir die Internet-Terminals, um ein paar Mails in die Heimat zu senden. Danach liefen wir durch die dunklen Parks des Government-Viertels und schauten uns die Gebäude an. Natürlich machten wir auch zahlreiche Fotos, was bald Aufsehen erregte bei den Security-Leuten. Außer denen sieht man übrigens keinen Menschen auf der Straße, trotz der noch frühen Stunde. Auch einige Schritte weiter im Casino war nicht viel los und so kehrten wir bald zu unserem Campervan zurück. Glücklicherweise waren auch 2 Schlafsäcke bei der Ausstattung dabei, so dass wir insgesamt 4 haben, denn mit 13 Grad ist es hier nicht sonderlich warm.

CamperFahrt nach CanberraFahrt nach CanberraFahrt nach CanberraCanberra - National LibraryCanberra - Parliament HouseCanberra - High CourtCanberra - CasinoCamperCamperCamper

Strecke per Wohnmobil273 km

Dienstag, 2. Mai 2006

Als wir heute Morgen um 8 Uhr aus unseren Schlafsäcken krabbelten, waren es nur noch 11 Grad. Wir fuhren direkt wieder zur Nationalbibliothek, wo man gut parken kann, und schauten uns das Regierungsviertel noch einmal bei Tag an. Das Parliament House, welches in einen Hügel gebaut ist, durfte dabei natürlich nicht fehlen. Drinnen kann man den Senat sowie das Parlament anschauen und hat einen schönen Blick von der Dachterrasse über die Stadt - wenn nur der fiese Nebel schon weg wäre! Zurück am Auto frühstückten wir ein paar Cornflakes mit Milch und nutzten bei der Gelegenheit gleich noch den Waschraum der Bibliothek zum Geschirr spülen. Das Eisenbahn Museum war dann unser nächstes Ziel. Es war jedoch leider geschlossen aufgrund von Umbaumaßnahmen.
Deshalb ging es weiter zum Australian War Memorial, wo wir ca. 1,5 Stunden verbrachten. Das Museum ist wirklich interessant und der Eintritt ist frei. Vorbei am Universitätscampus, der einen ganzen Stadtteil einnimmt, fuhren wir anschließend zum Telstra Tower. Eine schöne Alternative zur Turmbesteigung ist der nahe gelegene Lookout, von dem man ebenso ganz Canberra und den Lake Burley Griffin überblicken kann.
Gegen 16 Uhr kauften wir noch ein paar Lebensmittel und einen Pullover für Jana, denn einer war wohl doch etwas zu wenig. Dann brachen wir auf in Richtung Blue Mountains. Auf den letzten 100 km zwischen Goulburn und Oberon verpassten wir einen Abzweig und landeten auf einer Schotterpiste, die wir mit 15 km/h im Stockdunkeln entlang hoppelten. 30 km lang kam kein Schild und uns war echt mulmig zumute. Wir sahen ein Känguru, einen Wombat und mehrere Hasen. Dann endlich wieder geteerte Straße und ein Schild: Oberon 50 km. Erleichterung! Gegen 20 Uhr erreichten wir unser Ziel und suchten uns ein ruhiges Plätzchen in einer Nebenstraße zum Übernachten.

Canberra - High CourtCanberra - National ArchivesCanberra - National ArchivesCanberra - Parliament HouseCanberra - Parliament HouseCanberra - Parliament HouseCanberra - Parliament HouseCanberra - Lake Burley GriffinCanberra - Australian War MemorialCanberra - Australian War MemorialCanberra - Australian War MemorialCanberra - Australian War MemorialCanberra - Telstra TowerCanberra - Telstra TowerCanberra - Telstra Tower

Strecke per Wohnmobil253 km

Mittwoch, 3. Mai 2006

7.30 Uhr wachten wir bei 8 Grad auf und fuhren direkt die steile Straße zu den Jenolan Caves hinab. Zu unserer Überraschung gab es dort sogar eine Dusche, die wir natürlich gerne nutzten. Eklig war nur die Spinne die Jana entdeckte, als sie gerade frisch eingeseift zu Boden schaute. Das Tier verzog sich aber glücklicherweise wieder in seine Ecke. Dann kauften wir unsere Eintrittskarten für die Führung und lernten noch ein deutsches Pärchen kennen, das auch nach Cairns mit dem Auto wollte.
9.30 Uhr startete dann unsere Tour durch die Caves, die wirklich spitze war, denn der Führer war sehr witzig und erzählte allerhand interessante Dinge. Emu und Känguru z.B. sind die australischen Wappentiere, weil sie nur vorwärts laufen können und sich Australien somit immer vorwärts entwickeln soll. Das Höhlensystem selbst ist riesig. Daher werden ca. 10 verschiedene Touren angeboten, von denen wir eine 1,5-stündige durch die Orient Cave mitmachten. Wieder an der Oberfläche, beeilten wir uns aus dem Tal zu kommen, denn über Mittag ist die Straße gesperrt.
Am Evans Lookout frühstückten wir erst einmal und genossen den Blick in das Grose Valley. Weiter ging es dann nach Katoomba. Den Echo Point mit Blick auf die berühmten Three Sisters fanden wir nicht so toll, da hier alles nach Kommerz riecht. Außerdem war es sehr windig. Deshalb fuhren wir bald weiter zu den Wentworth Falls. Wir kletterten zu den Wasserfällen hinab und wanderten dann noch ein Stück den Undercliff Walk entlang. Die Aussicht kann man einfach nicht beschreiben, das muss man gesehen haben! Einfach toll! Die riesigen Täler und die schroffen roten Felsen sind einfach sagenhaft. Da es nun schon langsam dämmerte fuhren wir weiter nach Bathurst wo wir in einer Seitenstraße übernachteten.

Blue Mountains - Jenolan CavesBlue Mountains - Jenolan CavesBlue Mountains - Jenolan CavesBlue Mountains - Jenolan CavesBlue Mountains - Jenolan CavesBlue Mountains - Jenolan CavesBlue Mountains - Jenolan CavesBlue Mountains - Evans LookoutBlue Mountains - Three SistersBlue Mountains - Three SistersBlue Mountains - Wentworth FallsBlue Mountains - Wentworth FallsBlue Mountains - Wentworth FallsBlue Mountains - Undercliff WalkBlue Mountains - Undercliff Walk

Strecke per Wohnmobil373 km

Donnerstag, 4. Mai 2006

Von Bathurst fuhren wir heute Morgen direkt nach Dubbo. Dort kauften wir noch ein paar Lebensmittel ein und suchten anschließend unser eigentliches Ziel, den Western Plains Zoo. Am Eingang mieteten wir uns Mountain Bikes und strampelten los. Bei einer Safari Lodge angekommen, wurden wir ausgelacht, denn wir hatten einen Abzweig verpasst und waren falsch gefahren. Es kam uns sowieso schon komisch vor, dass die Tiere alle auf der falschen Seite und wir immer die einzigen Besucher waren. Also zurück! Dann fanden wir den 6 km langen Rundweg durch den Zoo, den wir nun gemütlich entlang radelten. Von Giraffen und Rhinos über Elefanten bis hin zu Emus und Kängurus gab es eine Menge zu sehen. Toll ist, dass die Gehege sehr großzügig angelegt und meist nur durch Erdwälle und kleine Elektrozäune begrenzt sind. Damit genießt man einen ungestörten Blick auf die Tiere und es entsteht fast der Eindruck, man sei in der freien Wildbahn. Auch das Wetter spielte super mit: blauer Himmel und Sonne satt. Was will man mehr? Einfach klasse dieser Tag!
Gegen 15.30 Uhr beschlossen wir schon weiter zu fahren zu unserem morgigen Ziel, dem Warrumbungle National Park. Kaum hatten wir den Parkeingang erreicht, saßen auch schon die ersten Kängurus neben uns am Straßenrand. Die sitzen hier überall! Und natürlich versagten genau jetzt die Batterien von unserem Fotoapparat :o(. Wir fuhren zum Camp Blackman, einem Campingplatz mit Stromanschluss. Juhuu! Toast und Kaffee und sogar Duschen mit Warmwasser! Und direkt neben dem Auto wieder Kängurus. Wahnsinn! Hier bleiben wir also diese Nacht.

Dubbo - Western Plains ZooDubbo - Western Plains ZooDubbo - Western Plains ZooDubbo - Western Plains ZooDubbo - Western Plains ZooDubbo - Western Plains ZooDubbo - Western Plains ZooDubbo - Western Plains ZooDubbo - Western Plains ZooDubbo - Western Plains ZooDubbo - Western Plains ZooWarrumbungle National ParkWarrumbungle National ParkWarrumbungle National ParkWarrumbungle National ParkWarrumbungle National Park

Strecke per Wohnmobil442 km

Freitag, 5. Mai 2006

Als wir aufwachten waren es eisige 3 Grad. Puh, also schnell unter die warme Dusche! Als Jana gerade den Kopf eingeseift hatte, waren die 5 Minuten Duschzeit um und die Haare mussten am Waschbecken unter kaltem Wasser abgespült werden *grml*. Nun wollten wir noch ein paar Fotos mit der frisch aufgeladenen Kamera von den Skippies machen, aber die waren plötzlich alle verschwunden.
Also fuhren wir weiter in Richtung Hunter Valley. 50 km vor Meriwa zeigte unsere Tankanzeige nur noch ein Viertel an und wir hofften auf eine Tankstelle. Glücklicherweise gab es in Meriwa dann auch eine, wenn auch 15 Cent teurer als sonst. Weiter ging es bis Singleton, wo wir uns wieder mit Info-Material bei der Tourist-Info eindeckten. Unser erstes Ziel waren die Hunter Valley Gardens in Pokolbin, die wir dann aber doch nicht anschauten, da uns 19 AUD Eintritt zu viel für ein paar Blümchen waren. Also erkundeten wir schon einmal die Öffnungszeiten der Cheese Fabrik, die wir morgen besichtigen wollten.
In der Nähe ist auch das schöne Hotel The Convent, wo wir ein paar Fotos machten und an der Zufahrtsstraße auch übernachten wollten. Als wir gerade Spaghetti kochten, klopfte es am Fenster. Ein Mann sagte uns, hier könnten wir nicht campen, aber direkt um die Ecke sei ein kleiner Waldweg. Wir futterten noch unsere Nudeln und verkrümelten uns dann die paar Meter weiter. Auch gut! :o)

Warrumbungle National ParkWarrumbungle National ParkWarrumbungle National ParkUnterwegs in AustralienUnterwegs in AustralienHunter ValleyHunter Valley - The ConventHunter ValleyHunter Valley

Strecke per Wohnmobil74 km

Samstag, 6. Mai 2006

Nachdem wir heute etwas länger bis 8 Uhr geschlafen hatten, fuhren wir zur Picknic Area der Hunter Valley Gardens, wo wir erst einmal ausgiebig im Grünen frühstückten. Dabei weihten wir endlich unseren Campingtisch und die Campingstühle ein. Danach bummelten wir durch die Shops und kauften ein paar Souvenirs. Nun war es langsam Zeit zur Cheese Fabrik aufzubrechen. Um 11 Uhr erklärte ein Mitarbeiter die Käseherstellung und durch 2 große Schaufenster konnte man einen kleinen Einblick in die Firma gewinnen. Um 12 Uhr nahmen wir auch noch an der Winery Tour des angrenzenden McGuigan Weingutes teil, bei dem die Weinherstellung erklärt wurde. Natürlich probierten wir auch den Wein. Thomas war er wie immer viel zu sauer, aber Jana schmeckte er ganz lecker.
Anschließend fuhren wir weiter nach Newcastle, wo wir endlich unsere Wäsche waschen konnten. Thomas wartete bei der Waschmaschine während Jana im Internet-Café ein paar Tagebucheinträge für die Webseite schrieb. Bereits im Dunkeln fuhren wir zum Strand, in der Hoffnung eine Dusche zu finden. Die fanden wir auch, aber sie war bereits abgeschlossen. Da wir hier nicht parken konnten, fuhren wir weiter am Meer entlang und fanden schließlich einen Parkplatz. Nachdem wir unser Auto voll mit Wäsche gehängt hatten, machten wir es uns noch gemütlich beim Abendessen vor dem Camper.

PokolbinPokolbin - Hunter Valley GardensPokolbin - Hunter Valley GardensPokolbin - Hunter Valley GardensPokolbin - Hunter Valley GardensPokolbin - Cheese FactoryPokolbin - McGuigan WineryPokolbin - McGuigan WineryPokolbin - McGuigan WineryPokolbin - McGuigan WineryPokolbin - McGuigan WineryNewcastle - Nobbys Beach

Strecke per Wohnmobil347 km

Sonntag, 7. Mai 2006

Dass unser Schlafplatz nicht der Beste ist, bemerkten wir das erste Mal gegen 0 Uhr, als eine Horde Jugendliche den Parkplatz als Rennstrecke wählte und uns mit wummernden Bässen aus dem Schlaf riss. Das Erste was wir dann am nächsten Morgen hörten, war ein lautes »Tuuuuuuuuut«, mit dem uns ein Riesentanker freundlich grüßte, als er in den Hafen von Newcastle neben uns einfuhr. Also stürmten wir um 7.30 Uhr Nobby's Beach und erfrischten uns in den Wellen. Praktischerweise hatte nun auch die Dusche geöffnet.
Dann machten wir uns auf den Weg nach Port Stephens, wo wir erst einmal einkauften und am Strand frühstückten. Einfach herrlich! Danach schlenderten wir zum nahe gelegenen Hafen und erkundigten uns nach Dolphin Watch Touren. Schließlich entschieden wir uns für das Schiff »Spirit of the Bay II«, ein schöner Katamaran mit Wasserrutsche. Schon nach kurzer Fahrt sahen wir etliche Delphine im Wasser. Völlig enthusiastisch sprangen wir von einer Seite des Bootes zur anderen und bestaunten die schönen Tiere. Mit den Worten »Los kommt raus, macht Kunststückchen!« rammte sich Jana jedoch 2 Splitter von den Planken des Bootes in die Haut. Wir sagten dem Kapitän Bescheid, aber auch mit den an Bord befindlichen Pinzetten bekamen wir die Splitter nicht heraus. Die Schwiegertochter des Kapitäns, Sharon, holte uns dann am Hafen ab und brachte uns in eine Art Mini-Krankenhaus, wo die Splitter entfernt wurden. 3 Spritzen und 2 Nadelstiche später ging es Jana wieder gut.
Kurz vor der Dämmerung erreichten wir Anna Bay mit den riesigen Sanddünen. Hier genossen wir den Sonnenuntergang und die einmalige Landschaft. Als es dann dunkel war, beschlossen wir noch weiter bis Port Macquarie zu fahren, wo wir direkt beim Visitor Center übernachteten, nachdem wir uns den Rest der Spaghetti gekocht hatten.

Newcastle - Nobbys BeachNewcastle - Nobbys BeachPort Stephens - Nelson BayPort Stephens - Nelson BayPort Stephens - Nelson BayPort Stephens - Dolphin WatchPort Stephens - Dolphin WatchPort Stephens - Dolphin WatchPort Stephens - EmergencyPort Stephens - LookoutAnna Bay - SanddunesAnna Bay - SanddunesAnna Bay - Sanddunes

Strecke per Wohnmobil225 km

Montag, 8. Mai 2006

Unser erstes Ziel heute Morgen war das Sea Acres Rainforest Centre im Süden von Port Macquarie. Da wir noch etwas Zeit hatten, frühstückten wir am wunderschönen Flynns Beach. Im Rainforest Centre schauten wir zunächst einen 20-minütigen Film über den Regenwald an, bis schließlich unser Guide, eine sehr nette ältere Lady, eintraf. Mit ihr schlenderten wir über den Boardwalk durch den Regenwald und sie erklärte uns die verschiedenen Pflanzen und Tiere. Wir lernten den Schrei des »Whip Birds« kennen und sahen einen »Brush Turkey«, der riesige Berge Laub aufschüttet, um sein Gelege warm zu halten. Wir probierten einige essbare Blätter und waren erstaunt über den starken Pfeffergeruch einer anderen Pflanze. Am beeindruckendsten aber waren die riesigen »Strangler Figs«. Das sind Bäume, deren Sporen in anderen Baumkronen hängenbleiben und dann zum Boden wachsen. Unten angekommen bilden sie Wurzeln und wickeln sich immer weiter um den ursprünglichen Baum, bis dieser schließlich abstirbt. Ein Überlebenskampf in Zeitlupe! Nach gut zwei Stunden verabschiedeten wir uns schließlich von unserem Guide mit tollen neuen Eindrücken im Gepäck.
Unser nächstes Ziel war das Koala Hospital in Port Macquarie, was wir aber etwas enttäuschend fanden. Man kann die kleinen Gehege nur von außen betrachten und die wenigen Koalas sieht man meist nur als Wollknäul zusammengerollt auf einem Ast sitzen. Nur ein einziger der putzigen Tiere war kurz aufgewacht und schaute uns müde an.
Eigentlich hatten wir geplant, nun den Waterfall Way bis Armidale zu fahren, aber im Sea Acres sagte man uns, dass die Strecke sehr weit ist und sich wegen der momentanen Trockenheit nicht lohnt. Stattdessen sollten wir lieber zum Dorrigo National Park fahren, der nur ein kleines Stück des Waterfall Ways ausmacht. Das wollten wir dann auch tun. Wir fuhren also den Pacific Highway weiter bis Bellingen, und zweigten hier ab. Am Dorrigo National Park angekommen war es bereits 17 Uhr und es dämmerte langsam. Deshalb verschoben wir den 2-stündigen Walk durch den Regenwald auf morgen. Jana kaufte sich noch einen Hut im Visitor Center, bevor wir zu den nahegelegenen Dangar Falls fuhren, denn im National Park direkt darf man nicht übernachten. Die Dangar Falls sind mit 40m Höhe echt beeindruckend und außerdem gibt es hier sogar Toiletten, ein BBQ und eine Schaukel am Parkplatz. Hier blieben wir also heute Nacht.

Port Macquarie - Flynns BeachPort Macquarie - Sea Acres Rainforest CentrePort Macquarie - Sea Acres Rainforest CentrePort Macquarie - Koala HospitalDorrigo National ParkDorrigo National ParkDorrigo National ParkDangar FallsDangar FallsDangar Falls

Strecke per Wohnmobil505 km

Dienstag, 9. Mai 2006

Als wir gegen 5 Uhr aufwachten, wimmerte Thomas leise »Mir ist kaaaalt!«. Ein Blick auf das Thermometer bestätigte die eisige Vermutung: 0 Grad! Wir hielten noch 1,5 Stunden durch und pellten uns dann aus den Schlafsäcken. Die Dangar Falls dampften bei dieser Kälte und bildeten damit ein tolles Naturschauspiel. Bevor wir aufbrechen konnten, mussten wir aber erst die Frontscheibe vom Eis befreien, was ohne Eiskratzer gar nicht so einfach ist. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch und so musste das Küchenmesser herhalten. Im Dorrigo National Park machten wir einen längeren Spaziergang durch den Regenwald, vorbei an zwei Wasserfällen, mehreren Brush-Turkeys und einem Känguru. Dabei wurde uns auch endlich warm.
Nach dem Frühstück fuhren wir zurück in Richtung Pacific Highway bis nach Coffs Harbour. Der Strand hier gefiel uns nicht wirklich und die Duschen fanden wir trotz längerem Suchen auch nicht. Also fuhren wir noch ein paar Kilometer weiter zur Big Banana, wo wir durch die Bananenplantagen zum Aussichtspunkt empor liefen. Von hier kann man den gesamten Ort überblicken und hat einen schönen Blick auf das Meer. Verlockend war dann auch das Restaurant, in dem wir jeder einen riesigen Burger mit Kartoffelecken futterten. Hmm lecker! Thomas kaufte sich auch noch einen Hut, so dass wir nun beide Crocodile Dundee Konkurrenz machen können :o).
Unser nächstes Ziel war Byron Bay, was ca. 2,5 Autostunden entfernt liegt. Dort kamen wir gegen 16 Uhr an und fuhren natürlich zuerst zum wunderschönen schneeweißen Leuchtturm. Direkt daneben ist der östlichste Zipfel des australischen Festlandes, zu dem wir etliche Stufen hinab kletterten. Hier gibt es außerdem ziemlich viele Sportfanatiker, die die Treppen empor rennen wie verrückt. Uns war auch bei normalem Tempo schon warm. Dann machten wir noch einen kurzen Stopp im Städtchen, um ein paar Postkarten zu kaufen.
Da es hier von Touristen nur so wimmelt und uns auch die überlaufene Gold Coast nicht besonders interessiert, beschlossen wir weiter nach Brisbane zu fahren. Gegen 20 Uhr kamen wir dort an und suchten einen Parkplatz. Das stellte sich bald als größeres Problem heraus, denn alle auf dem Stadtplan verzeichneten Parkplätze sind Tiefgaragen, für die unser Campervan zu hoch ist. Bei der Universität fanden wir schließlich ein ruhiges Plätzchen und waren dann auch so kaputt, dass wir direkt schliefen.

Dangar FallsDangar FallsDangar FallsDorrigo National Park - Rainforest WalkDorrigo National Park - Rainforest WalkDorrigo National Park - Rainforest WalkDorrigo National Park - Rainforest WalkCoffs Harbour - Big BananaCoffs Harbour - Big BananaCoffs Harbour - Big BananaCoffs Harbour - Big BananaCoffs Harbour - Big BananaByron BayByron Bay - LighthouseByron Bay - LighthouseByron Bay - Most Easterly PointByron Bay - Most Easterly PointByron Bay - Most Easterly PointByron Bay - Most Easterly Point

Strecke per Wohnmobil12 km

Mittwoch, 10. Mai 2006

Nachdem wir heute Morgen aufgestanden waren, ging erneut der Parkplatz-Stress los. Denn bei der Universität, wo wir übernachtet hatten, konnten wir nicht stehen bleiben. Wir fuhren also erst einmal kreuz und quer durch die Stadt und fanden nach einer Weile einen geeigneten Platz in einer entlegenen Seitenstraße. Endlich entspannt genossen wir ein paar Cornflakes zum Frühstück und schlenderten dann zu Fuß zu den South Bank Parklands. Dort badeten wir in der künstlichen Lagune und auch Duschen gab es hier. Anschließend besuchten wir die Nationalbibliothek von Queensland, wo wir wieder einmal unsere Homepage an den Internet-Terminals aktualisieren wollten. Leider konnte man von hier keine Bilder hochladen. Dann bummelten wir weiter in Richtung City, kauften ein paar Souvenirs und relaxten noch ein wenig in den Botanic Gardens. Von dort war es nicht mehr so weit zum Auto, wo wir CDs und Kamerazubehör holten und noch einmal zur Bibliothek aufbrachen, um unsere Fotos wenigstens zu sichern. Auf dem Rückweg spazierten wir ein letztes Mal durch die Southbank Parklands und genossen den Blick auf die nächtliche Skyline von Brisbane. Insgesamt fanden wir die Stadt aber vor allem wegen der Parkplatzsuche recht hektisch und sind deshalb froh morgen wieder raus aufs Land zu kommen.

Brisbane - South Bank ParklandsBrisbane - South Bank ParklandsBrisbane - South Bank ParklandsBrisbane - Botanic GardenBrisbane - Brisbane RiverBrisbane - Brisbane RiverBrisbane - South Bank ParklandsBrisbane - South Bank ParklandsBrisbane - Brisbane River

Strecke per Wohnmobil224 km

Donnerstag, 11. Mai 2006

Heute Morgen fuhren wir direkt zum Mount Coot-tha. Von hier sieht man erst einmal wie groß Brisbane wirklich ist. Das Planetarium am Fuß des Berges war heute leider nur für Schulklassen geöffnet, also suchten wir erst einmal einen Supermarkt und kauften ein. Als wir fertig waren stellten wir entsetzt fest, dass der Fotoapparat weg ist. Nach 15 endlosen Minuten suchen und etliche Tränen später tauchte er zwischen den Schlafsäcken wieder auf. Puh, Glück gehabt!
Beruhigt fuhren wir weiter zu den Glasshouse Mountains, wo uns ein Schild »Lookout 700 m« begrüßte. Das waren die steilsten 700 Meter, die wir je gesehen haben! Total fertig und knallrot kamen wir schließlich auf Mount Beerburrum an, aber der Blick entschädigte uns für alles. Wieder unten und ein paar Kilometer weiter, stand ein Info-Caravan, wo uns eine nette ältere Lady erklärte, welche Torturen wir noch über uns ergehen lassen könnten. Denn Mount Beerburrum war wohl noch der kleinste der Berge. Unser Bedarf war für heute gedeckt und so genossen wir lieber noch einen Lookout, den man mit dem Auto befahren konnte und setzen dann unseren Weg in Richtung Norden durch die Obstplantagen fort. Dabei lernten wir, dass Ananas auf Feldern wachsen, was irgendwie ulkig ausschaut.
Gegen Nachmittag erreichten wir Mooloolaba an der Sunshine Coast. Das Aquarium wollten wir nicht anschauen, da wir ja bereits das in Sydney besucht hatten. Da hier sonst nicht allzu viel los war, fuhren wir weiter nach Noosa und deckten uns an der Tourist-Info mit Prospekten für Fraser Island und Everglades Touren ein. Die studierten wir dann in Ruhe bei einem leckeren Maissalat, frischen Tomaten und Toast. Per Telefon buchten wir eine Everglades Tour für den nächsten Tag und fuhren schon zum Hafen, um nicht noch eher aufstehen zu müssen.

Brisbane - Mt Coot-thaBrisbane - Mt Coot-thaBrisbane - AldiGlasshouse MountainsGlasshouse Mountains - Mt BeerburrumGlasshouse Mountains - Mt BeerburrumGlasshouse Mountains - Info-CaravanGlasshouse Mountains - LookoutGlasshouse Mountains - LookoutGlasshouse Mountains - LookoutGlasshouse Mountains - AnanasfarmMooloolabaNoosa

Strecke per Wohnmobil184 km

Freitag, 12. Mai 2006

Unsere Everglades Tour sollte um 8.20 Uhr starten, also standen wir um 7.30 Uhr auf, um noch zu duschen. Als Thomas schon einmal vorgegangen war und Jana noch im Camper hantierte, klopfte es plötzlich am Fenster und ein netter Officer fragte, ob wir gut geschlafen hätten. Dann bekamen wir eine Verwarnung wegen wilden Campens! :o( Generell scheinen die Regeln dafür in Queensland etwas strenger zu sein als in New South Wales.
Pünktlich standen wir dann am Bootssteg und es fing an zu regnen. Mit dem Boot ging es zunächst den Noosa River entlang und durch einige Seen bis zu einem Information Center. Bis dahin war die Fahrt eher unspektakulär, aber danach fuhren wir durch enge Flussarme, was wirklich herrlich ist. Hier hatte ein Buschfeuer vor 3 Jahren nahezu die gesamte Vegetation vernichtet, aber die Natur hat sich prächtig erholt. Lediglich einige wenige verkohlte Baumstämme erinnerten noch daran.
An Harrys Hut veranstaltete die Crew ein BBQ mit gegrilltem Fisch und Steaks sowie leckeren hausgemachten Salaten. Der Kapitän stand höchstpersönlich am Grill und alle waren wirklich super nett und kümmerten sich echt toll um ihre Gäste! Nach dem Essen ging es dann mit einem 4WD weiter durch die Wälder des Nationalparks und des State Forests. In Rainbow Beach bekamen wir Tee und Kuchen, sowie frisches Obst und fuhren anschließend den 40 Mile Beach entlang. Die Klippen dort leuchten in allen Farben und teilweise fährt man direkt durch das Wasser.
Gegen 17 Uhr waren wir zurück am Hafen in Tawantin, von wo wir mit unserem Camper noch bis Hervey Bay fuhren.

NoosaNoosa - EvergladesNoosa - EvergladesNoosa - EvergladesNoosa - EvergladesNoosa - EvergladesNoosa - EvergladesNoosa - EvergladesNoosa - EvergladesNoosa - EvergladesNoosa - EvergladesNoosa - EvergladesNoosa - Everglades - Harrys HutNoosa - Everglades - Harrys HutNoosa - Everglades - Harrys HutNoosa - Everglades - Harrys HutNoosa - Everglades - Harrys HutNoosa - Rainbow BeachNoosa - Rainbow BeachNoosa - Rainbow Beach

Strecke per Wohnmobil28 km

Samstag, 13. Mai 2006

Heute Morgen standen wir schon um 6.30 Uhr auf, um eventuell noch eine Tour für Fraser Island zu erwischen. Schließlich fanden wir eine Booking Agency, die zu so früher Stunde schon geöffnet hat. Leider regnete es schon wieder und so entschieden wir uns für eine Tour am nächsten Tag. Dann verbrachten wir 2 Stunden an den (ausnahmsweise kostenpflichtigen) Internet-Terminals der Bibliothek, um unsere Homepage zu aktualisieren und die Bilder zu sortieren.
Am Nachmittag bummelten wir bei Ebbe durch das Watt vor Hervey Bay, wozu Thomas nur meinte »Boah, ist das eklig!«. Nachdem er den ersten Krebs gesichtet hatte, zog er seine Schuhe wieder an und trat den Rückweg zum Strand an. Da wir immer noch massig Zeit hatten, luden wir noch einmal Bilder für die Homepage hoch und suchten uns dann eine Dusche. Am Strand fanden wir schließlich eine, die aber ein sehr kaltes Vergnügen war. Nachdem wir getankt hatten, fuhren wir wieder zu unserem Parkplatz am Hafen, wo wir Abendbrot machten und müde ins Bett fielen.

Hervey Bay - WattwanderungHervey Bay - WattwanderungHervey Bay - Wattwanderung - KrebseHervey Bay - WattwanderungHervey Bay - AbendessenHervey Bay - AbendessenHervey Bay - Abendessen

Strecke per Wohnmobil137 kmStrecke per Schiff25 km

Sonntag, 14. Mai 2006

Unser Tag begann nicht wie erwartet um 5.30 Uhr sondern bereits um 1.30 Uhr mit einem lauten Klopfen am Camper. Eine Security Lady begrüßte uns mit den Worten »Camping is not allowed here« und drohte uns 375 AUD Strafe an, falls wir nicht direkt abhauen. Dieses Argument überzeugte und so suchten wir uns einen anderen Schlafplatz für die restlichen 4 Stunden.
Trotzdem standen wir pünktlich um 6.30 Uhr an der Fähre für unsere Fraser Island Tour. Wir setzten über zum Kingfisher Bay Resort wo uns unser Guide bereits erwartete. Dieser wanderte mit uns zum nächsten Souvenir Shop und lies uns mit den Worten »Der Bus kommt erst in 10 Minuten« dort zurück. Bald darauf stand er höchstpersönlich als unser Busfahrer vor der Tür. Dann ging es über eine »Bumpy Road« zum Lake McKenzie. Die meisten badeten dort, aber wir hatten keine Lust. Nach ein paar Muffins und Tee fuhren wir weiter zur Central Station, einem ehemaligen Bahnhof zum Holz verladen. Von hier liefen wir 30 Minuten durch den Regenwald immer entlang eines kleinen, unglaublich klaren Baches. Am anderen Ende wurden wir vom Bus wieder eingesammelt und direkt zum Eurong Beach Resort gekarrt. Dort wurden gleich mehrere Reisegruppen im Minutentakt mit einem recht faden Mittagsbuffet abgespeist. Anschließend fuhren wir entlang des 40 Mile Beach in Richtung Norden zu den Pinnacles. Auf der Hälfte der Strecke stoppte der Bus und rein zufällig kam ein Pilot an Bord, um uns einen 15-minütigen Rundflug über die Insel anzubieten – natürlich gegen Aufpreis. Wir fuhren lieber weiter mit dem Bus zu den Pinnacles, wo auch die Flieger wieder zu uns stießen. An den bunten Klippen hatten wir dann etwas Zeit die Gegend zu erkunden.
Bereits auf dem Rückweg stoppten wir am Maheno Schiffswrack, das schon ziemlich rostig und zerfallen ist, aber eine sehr schöne Kulisse am Strand bietet. Einen weiteren Stopp legten wir am Eli Creek ein, wo wir durch das knietiefe Wasser stapften. Danach durfte Jana auf dem Beifahrersitz sitzen und machte ein paar schöne Fotos von den Sandpisten während der Fahrt. Am letzten Stopp - einer Wanderdüne - hatte unser Busfahrer schon keine Lust mehr auf Erläuterungen und meinte wir könnten ja bei der anderen Gruppe vor uns mit zuhören. Schließlich wurden wir wieder an dem Souvenir Shop herausgelassen. Glücklicherweise hat man dort noch 40 Minuten Zeit zum Geld ausgeben bis die Fähre wieder fährt ;o). Wir schlenderten stattdessen direkt zum Pier. Dieser war jedoch abgesperrt und ein Resort-Mitarbeiter bat uns davor zu warten, um erst alle Gäste aus den ankommenden Booten aussteigen zu lassen. Na klar, abends 18 Uhr wollen ja auch noch ganz viele Touristen auf die Insel. Das ankommende Boot war natürlich leer. Neben dem Pier befand sich allerdings - oh Wunder - ein Kiosk, der einem die Wartezeit versüßen soll.
Alles in allem fanden wir die Insel superschön, aber die Tour ist doch etwas zu sehr auf Kommerz ausgelegt. Später hörten wir von anderen, dass die 3-Tages-Touren viel schöner sind, mit Camping und Lagerfeuer, mehr Natur und weniger Hetze. Von Kingfisher können wir daher nur abraten, Fraser Island an sich ist jedoch ein absolutes Highlight. Gegen Abend fuhren wir noch zu den abgelegenen Mystery Craters, um nicht wieder gestört zu werden.

Fraser IslandFraser Island - Lake McKenzieFraser IslandFraser Island - RegenwaldFraser Island - RegenwaldFraser Island - RegenwaldFraser Island - PinnaclesFraser Island - PinnaclesFraser Island - 40 Mile BeachFraser Island - 40 Mile BeachFraser Island - 40 Mile Beach - Maheno ShipwreckFraser Island - Eli CreekFraser Island - Eli CreekFraser Island - SandpistenFraser Island - SandpistenFraser Island - Wanderduene

Strecke per Wohnmobil133 km

Montag, 15. Mai 2006

Heute Morgen waren wir schon sehr früh auf den Beinen, um die Mystery Craters etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. So mysteriös fanden wir diese jedoch nicht und ein Besuch lohnt sich unseres Erachtens nicht unbedingt. Also setzten wir bald unsere Fahrt in Richtung Norden fort.
An einer kleinen Tourist-Info bekamen wir den Tipp nach Tannum Sands zu fahren, wo man bei Ebbe zur kleinen Insel Wild Cattle Island laufen kann. Als wir dort ankamen setzte die Ebbe gerade ein, also hatten wir noch Zeit endlich mal ein BBQ auszuprobieren. Wir machten unsere Pizzateilchen aus dem Supermarkt darauf warm, die so gleich viel besser schmeckten. Über Mittag suchten wir uns ein schattiges Plätzchen und schrieben Tagebuch. Danach war es Zeit zur Insel aufzubrechen. Wir stiefelten durch das nun knietiefe Wasser und Jana sammelte ein paar schöne Muscheln am Strand. Nach 20 Minuten wateten wir zurück auf das sichere Festland, wo wir weiter in Richtung Gladstone fahren wollten. Noch in Tannum Sands bogen wir einmal falsch ab und landeten in einem Wohngebiet. Plötzlich hüpften 2 Kängurus über die Straße und blieben in einem Vorgarten sitzen. Dort knabberten sie frisches Gras und schauten ab und an neugierig zu uns rüber. Wir pirschten uns ein wenig an die überhaupt nicht scheuen Tiere heran und machten Fotos. Dann sahen wir noch mehr der drolligen Hüpfer auf einer Wiese sitzen. Unglaublich!
In Gladstone tankten wir nur und setzten unsere Fahrt direkt bis Rockhampton fort. Dort machten wir Fotos an der riesigen Bullen-Statue am Ortseingang - dem Maskottchen der Rinderzucht-Metropole. Nach einer kurzen Tour durch die nun schon dunklen Straßen der Stadt, schlugen wir schließlich unser Nachtlager in der Nähe der Tourist-Info auf.

Mystery CratersUnterwegs in AustralienUnterwegs in AustralienUnterwegs in AustralienTannum SandsTannum SandsTannum Sands - Wild Cattle IslandTannum Sands - Wild Cattle IslandTannum Sands - Wild Cattle IslandTannum Sands - Wild Cattle IslandTannum SandsTannum Sands - KangaroosTannum Sands - KangaroosRockhamptonRockhampton - Springbrunnen

Strecke per Wohnmobil285 km

Dienstag, 16. Mai 2006

Nachdem wir uns bei der Tourist-Info in Rockhampton schlau gemacht hatten, beschlossen wir Great Keppel Island nicht zu besuchen, da kein Mensch die Austern Farmen kannte, die wir eigentlich besuchen wollten. Stattdessen wuschen wir erst einmal unsere Wäsche. Danach fuhren wir zur Koorana Crocodile Farm, wo wir pünktlich zum Mittag ankamen und natürlich das Restaurant ausprobierten. Thomas hatte ein Kroko-Steak und Jana einen Kroko-Kebab, der aber nicht mit einem Döner zu verwechseln ist, sondern in Wirklichkeit aus 3 Spießen bestand. Nach dem Essen schlossen wir uns einer geführten Tour durch die Farm an, bei der wir zunächst ein 3 Tage altes Krokodil präsentiert bekamen. Anschließend durften wir bei der Fütterung der großen Krokos zusehen. Unser Guide hielt Hühnerköpfe über den Zaun und die Krokos machten Männchen, um sie sich zu schnappen. Teilweise stieg er aber auch in die Gehege und die Schnappis kamen ihm schon bedrohlich nahe. Auch untereinander gehen die Tiere nicht sehr zimperlich miteinander um. Als Höhepunkt durfte dann jeder den 2-jährigen »Harley« auf den Arm nehmen, der aber zur Sicherheit das Maul zugebunden bekam. Die Tour und auch das Essen waren echt super – sehr zu empfehlen!
Auf dem Rückweg nach Rockhampton kauften wir noch etwas Obst bei einem Straßenhändler und beschlossen dann direkt weiter nach Mackay zu fahren. Unterwegs hielt Thomas unsere Wäsche aus dem Fenster, so dass alles fein trocken war, als wir nach 250 km am Ziel ankamen. Dort suchten wir uns eine ruhige Seitenstraße zum Übernachten.

Rockhampton - Koorana Croc FarmRockhampton - Koorana Croc FarmRockhampton - Koorana Croc FarmRockhampton - Koorana Croc FarmRockhampton - Koorana Croc FarmRockhampton - Koorana Croc FarmRockhampton - Koorana Croc FarmRockhampton - Koorana Croc FarmRockhampton - Koorana Croc FarmRockhampton - Koorana Croc FarmFahrt nach Mackay

Strecke per Wohnmobil223 km

Mittwoch, 17. Mai 2006

Als die Tourist-Info in Mackay endlich öffnete, besorgten wir uns Pläne vom Eungella National Park, den wir heute besuchen wollen. Außerdem bekamen wir den Tipp zum Cape Hillsborough Nationalpark zu fahren. Der Eungella National Park war dann auch nicht mehr weit und bald zweigte schon die kleine Straße zur Finch Hatton Gorge ab. Diese war jedoch plötzlich von einem Bachlauf überspült und wir waren unsicher, ob wir hier mit unserem Camper durchkommen. Jana schritt also als »Tiefenmesser« voran und stellte dabei fest, dass das Wasser recht flach ist. Wir passierten also langsam das Bachbett und weiter ging es auf dem immer schmaler werdenden Pfad, der bald mehr einem Waldweg glich. Nach einiger Zeit erreichten wir einen kleinen Campingplatz, der auch die Möglichkeit bietet im Fluss zu schwimmen oder Platypus zu beobachten. Da es für ein Nachtquartier aber noch zu früh am Tag war, wollten wir noch etwas weiter fahren. Schon bald versperrte uns erneut ein Bach den Weg, der diesmal schon tiefer war. Die Sache wurde uns dann doch zu heikel und wir drehten um. Da man am Campingplatz nicht parken darf, fuhren wir weiter zum Broken River. Dort gibt es einige Platypus-Beobachtungsplattformen und wir sahen tatsächlich ein paar der niedlichen Tierchen und einige kleine Schildkröten im Wasser. Außerdem hat man eine tolle Aussicht, wenn man die steile Pass-Straße nach Eungella hinauffährt.
Gegen Nachmittag fuhren wir wieder in Richtung Küste zum Hillsborough National Park. Da unsere Kamera sowieso wieder einmal geladen werden musste, buchten wir eine Nacht auf dem Campingplatz, der direkt am Strand liegt. Am Eingang graste ein kleines Känguru und Thomas schlich sich vorsichtig an, um Fotos zu machen. Als er schon ganz nah war, kam ein Mann vorbei und sagte: »Das ist Gordon, unser Hauskänguru, man kann ihn streicheln.« Auf dem Campingplatz stürmten wir als erstes den Pool, obwohl es leicht nieselte. Nach dem Duschen machten wir uns Abendbrot und dank des Stromes gab es endlich wieder einmal getoastetes Weißbrot. Danach bummelten wir noch einmal zum Strand, aber es war bereits stockdunkel und so kehrten wir bald um. Zurück am Campingplatz schwammen wir noch eine Runde im Pool, der herrlich grün angestrahlt wurde. Schön erfrischt fielen wir dann müde in unsere Kojen.

Eungella National ParkEungella National ParkEungella National ParkEungella National ParkEungella National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National Park

Strecke per Wohnmobil201 km

Donnerstag, 18. Mai 2006

Um 6.15 Uhr quälten wir uns aus dem Bett, in der Hoffnung die kleinen Wallabys am Strand zu sehen, für die der Hillsborough National Park so bekannt ist. Nur heute war nichts zu sehen. Deshalb spazierten wir am Strand entlang zu einer kleinen Insel, die man bei Ebbe zu Fuß erreichen kann. Auf halbem Weg drehte sich Jana noch einmal um und da hüpften tatsächlich kleine Gestalten über den Strand. Schnell liefen wir zurück und erspähten 2 kleine Wallabys am Wasser. Thomas pirschte sich ziemlich nah heran und machte echt tolle Fotos.
Gegen 7.30 Uhr frühstückten vor unserem Camper und wollten dann noch einmal den Pool genießen. Dort lauerte jedoch eine dicke Spinne im Wasser. Jana wollte fast schon gehen, da schnappte sich Thomas todesmutig den Kescher und fischte das Tier heraus. Danach plantschten wir 20 Minuten im Wasser. Nachdem wir geduscht hatten war es auch Zeit den Campingplatz zu verlassen. An einem Mangroven-Boardwalk hielten wir noch einmal an, aber nach kurzer Zeit umschwirrten uns so viele Mücken, dass wir die Flucht ergriffen.
Wir fuhren weiter nach Airlie Beach, wo wir drei Tourist-Infos abklapperten und uns Informationen über die Segeltouren zu den Whitsunday Islands einholten. Da wir aber keine Lust auf die erschwinglichen Party-Boote hatten und der Rest einfach zu teuer ist, waren wir nach 2 Stunden ziemlich gefrustet. Wir futterten erst einmal einen ganzen Kuchen und wollten schon fast ganz hier weg fahren. Die einzige Tour die uns wirklich gefiel, war die Wasserflugzeug-Tour zum Great Barrier Reef und zum berühmten Whitehaven Beach, die dank des Fluges natürlich nicht ganz billig ist. Thomas sagte dann »Los, die gönnen wir uns!«. Also stürmten wir das Terminal von Air Whitsunday am Flughafen und buchten unsere Tour für morgen Vormittag. Total happy suchten wir uns dann einen Schlafplatz und schliefen auch direkt ein.

Cape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National ParkCape Hillsborough National Park

Strecke per Wohnmobil328 km

Freitag, 19. Mai 2006

Gegen 7 Uhr standen wir auf und fuhren zum Flughafen von Shute Harbour. Dort frühstückten wir und packten in Ruhe unsere Schwimmsachen für die Tour. Kurz nach 8 Uhr ging es dann auch endlich los. Wir kletterten in das kleine Wasserflugzeug und saßen direkt hinter dem Kapitän. Insgesamt waren wir eine kleine Gruppe mit nur 7 Gästen.
Zuerst flogen wir zum Great Barrier Reef und konnten auch das wunderschöne Heart Reef von oben sehen. Nur ein paar Meter weiter im Hardy Reef landeten wir auf dem Wasser und kletterten auf das kleine Boot »Sundancer«. Während der Fahrt tiefer in das Riff hinein konnten wir einen ersten Blick auf die Korallen und Fische durch den Glasboden des Bootes erhaschen. Dann bekamen wir unsere Schnorchel-Ausrüstung und bestaunten das Naturwunder und die bunten Fische für eine Stunde aus nächster Nähe. Auch das Wasser war mit 27 Grad angenehm warm. Zurück auf dem Boot gab es Champagner und langsam fuhren wir wieder zu unserem Flugzeug.
Mit dem flogen wir weiter zum Whitehaven Beach, einem 7 km langen, herrlich weißen Sandstrand wie aus dem Bilderbuch. Wir parkten 15 Meter vom Strand entfernt und wateten durch das hüfttiefe Wasser an Land. Dort bekamen wir unser Mittagessen: Chicken Wraps mit frischem Obst und einem Stück Kuchen. Anschließend blieb uns noch genug Zeit zum Schwimmen im türkisfarbenen Wasser bevor wir schließlich den Rückweg nach Shute Harbour antraten. Die 4 Stunden vergingen wie im Flug ;o), aber die Tour ist ein unvergessliches Erlebnis! Definitiv eines der absoluten Highlights unseres gesamten Urlaubs!
Mit dem Camper ging es weiter nach Bowen, wo man Korallen auch vom Strand aus sehen kann. Da aber überall Schilder aufgestellt waren, die vor Haien und Quallen warnten, gingen wir lieber nicht ins Wasser. Dafür duschten wir, wuschen unser Geschirr und setzten unsere Fahrt fort bis Townsville. Als wir dort ankamen wurde es gerade dunkel. Wir parkten an der Esplanade »The Strand«, die wirklich herrlich zum Flanieren und Relaxen ist. Im sogenannten Rock Pool kann man ohne Quallengefahr schwimmen und es gibt massig Spielplätze und BBQs. Später fuhren wir zurück zum Visitor Center, das etwas außerhalb liegt und fanden einen schön versteckten Stellplatz zwischen einigen Bäumen auf einer Wiese. Hier kochten wir noch Spaghetti und fielen dann müde, aber glücklich über den schönen Tag ins Bett.

Shute Harbour - AirportGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier Reef - Heart ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefWhitsunday Islands - Whitehaven BeachWhitsunday Islands - Whitehaven BeachWhitsunday Islands - Whitehaven BeachWhitsunday Islands - Whitehaven BeachWhitsunday Islands - Whitehaven BeachWhitsunday Islands - Whitehaven Beach

Strecke per Wohnmobil518 km

Samstag, 20. Mai 2006

Gegen 7 Uhr krabbelten wir aus dem Bett und fuhren wieder zum Rock Pool von Townsville, wo wir eine Runde schwammen und uns schmackhafte Käsetoasts auf einem der zahlreichen BBQ-Grills zubereiteten. Gut gestärkt ging es weiter zum Castle Hill, von dem man über die ganze Stadt blicken kann. An der Tourist-Info erkundigten wir uns dann nach den Straßenverhältnissen auf der Outback-Route nach Undara.
Überschwemmungen waren nicht angesagt, obwohl das Buschland aufgrund einer längeren Regenzeit noch ungewöhnlich grün war. Auf der 400 km langen, größtenteils nur einspurigen Strecke fotografierten wir riesige Termitenhügel und schöne ausgetrocknete Creeks. Ein paar Mal kamen uns Road-Trains entgegen, also Lastwagen mit 3 Anhängern. Dann sollte man schnellstens Platz machen, denn diese weichen keinen Zentimeter aus und reduzieren auch nicht die Geschwindigkeit. Aber ein freundliches Winken ist einem sicher. :o)
In Undara buchten wir eine Tour zu den Lava Tubes für morgen und mieteten uns einen Stellplatz mit Strom, um wieder einmal unsere Kamera zu laden. Dann stürmten wir den Pool, aber auf einmal wurde das Licht ausgeschaltet. Im Dunkeln hatten wir keine Lust mehr und verkrümelten uns nach dem Duschen in unseren Camper. Dort sortierten wir noch unsere Prospekte und schliefen bald ein.

Townsville - Rock PoolTownsville - Rock PoolTownsvilleTownsvilleTownsvilleTownsville - Castle HillTownsville - Castle HillOutback - TermitenhuegelOutback - TermitenhuegelOutbackOutbackOutbackUndara - Lava LodgeUndara - Lava LodgeUndara - Lava LodgeUndara - Lava Lodge

Strecke per Wohnmobil349 km

Sonntag, 21. Mai 2006

Pünktlich um 7.55 Uhr standen wir vor der Lodge und warteten auf unsere Tour. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir die Undara Lava Tubes und bestaunten zuerst »The Arch«, einen riesigen Bogen aus Lava. Danach schauten wir 2 Lavahöhlen an, deren Decken in allen Farben leuchteten. Am beeindruckendsten ist jedoch die Größe der Höhlen. Vergleichbare Lava Tubes auf Hawaii oder Island sollen nur halb so groß sein. Außerdem besitzt Undara die längsten Höhlen – verursacht durch einen einzigen Lavastrom von 160 km Länge - die jedoch an einigen Stellen bereits eingestürzt sind.
Nach der Tour fuhren wir langsam in Richtung Atherton Tablelands. Von Ravenshoe zweigt eine kleine Scenic Road nach Millaa Millaa ab, wo wir deutlich die Spuren des Zyklon Larry vom März 2006 sehen konnten. Hier waren viele Bäume einfach abgeknickt und Äste lagen am Straßenrand. Es waren auch nur die Millaa Millaa Falls zu erreichen, der Rest der Straße war noch immer gesperrt. Als wir an den Wasserfällen ankamen, regnete es ziemlich stark, was uns aber nicht davon abhielt hier zu schwimmen. Vom Herdentrieb angestachelt folgten uns auch noch ein paar andere Leute ins Wasser. Danach fuhren wir weiter nach Yungaburra, wo wir den riesigen Curtain Fig Tree besuchten. Das ist eine riesige Würgefeige die gleich 3 Bäume umschlossen und damit abgetötet hat. Nur ein paar Kilometer weiter am Kratersee Lake Barrine bestaunten wir dann die beiden größten Bäume Australiens, die eine Höhe von 45 Metern haben und 6 Meter dick sind.
Weiter ging es nach Mareeba, wo wir ein paar Souvenirs kauften und eine nahe gelegene Kaffeeplantage besuchten. Obwohl diese gerade schloss, versuchte uns der geschäftstüchtige Besitzer noch ein bisschen Kaffee und einen Rundflug aufzuschwatzen, aber wir lehnten dankend ab. Da es nicht mehr weit zu unserem morgigen Ziel Kuranda war, fuhren wir noch bis dorthin und suchten ziemlich lange nach einem ruhigen Schlafplatz. Schließlich parkten wir bei der Bibliothek und kochten den Rest Spaghetti, den wir noch im Schrank hatten.

Undara - Lava LodgeUndara - Lava LodgeUndara Lava TubesUndara Lava TubesUndara Lava TubesUndara Lava TubesUndara Lava TubesOutbackOutbackOutbackOutbackOutbackOutback - TermitenhuegelAtherton Tablelands - RavenshoeAtherton TablelandsAtherton TablelandsAtherton Tablelands - Milla Milla FallsAtherton Tablelands - Milla Milla FallsAtherton TablelandsAtherton Tablelands - Curtain Fig TreeAtherton Tablelands - Curtain Fig TreeAtherton Tablelands - Lake BarrineAtherton Tablelands - Lake BarrineAtherton Tablelands - Twin Kauri PinesAtherton Tablelands - Twin Kauri PinesAtherton TablelandsMareeba - KaffeeplantageMareeba - Kaffeeplantage

Strecke per Wohnmobil61 km

Montag, 22. Mai 2006

Gegen 8.30 Uhr fuhren wir zur Skyrail Station, fanden die Seilbahnfahrt mit fast 60 AUD aber zu teuer. Deshalb erkundigten wir uns nach der Ankunftszeit der Scenic Railway in Kuranda und nutzen die verbleibende Zeit, um uns die Barron Falls anzuschauen und ein paar Souvenirs auf den Kuranda Markets zu erstehen. Dann fotografierten wir die einfahrende Eisenbahn, denn der mit Pflanzen zugewachsene Bahnhof sieht wirklich toll aus.
Unser nächstes Ziel war der Tjapukai Aboriginal Park. Dort sahen wir uns eine Tanzvorführung der Aborigines an und lernten etwas über das Didgeridoo spielen und über Heilpflanzen. Anschließend probierten wir Speer- und Boomerang werfen aus und schauten uns dann noch zwei Filme über den Glauben und die Geschichte der Aborigines an. Insgesamt ist der Park zwar recht touristisch, aber dennoch empfehlenswert und interessant.
Am Nachmittag fuhren wir weiter in Richtung Norden und machten einen kleinen Stopp an der Opal Mine, die in Wirklichkeit nur ein Shop ist und an einer Pappmaché-Wand und mit einem Video die verschiedenen Opale erklärt. Naja, die muss man also nicht unbedingt gesehen haben. Ein paar Kilometer weiter fanden wir einen schönen Strand, wo wir eine Stunde in der Sonne brutzelten. Dann kochten wir Tortellini und fanden einen ruhigen Schlafplatz bei Ellis Beach unter einem riesigen Baum, so dass man unseren Camper kaum noch von der Straße aus sehen konnte.

Kuranda - Barron FallsKuranda - Barron FallsKuranda - Scenic RailwayKuranda - Scenic RailwayKuranda - Scenic RailwayTjapukai Aboriginal ParkTjapukai Aboriginal ParkTjapukai Aboriginal ParkTjapukai Aboriginal ParkEllis BeachEllis Beach

Strecke per Wohnmobil190 km

Dienstag, 23. Mai 2006

Gegen 7 Uhr standen wir auf und fuhren weiter in Richtung Norden zum Daintree National Park. Wir stoppten als erstes an der Mossman Gorge und wanderten ein paar hundert Meter durch den Regenwald zu einer Hängebrücke. Danach war der Weg wegen eines Erdrutsches gesperrt und so drehten wir um. Eher zufällig fanden wir direkt am Fluss eine schöne Stelle zum Baden. Jana hatte ihr Badezeug direkt dabei und hüpfte in die glasklaren, aber eisigen Fluten. Thomas saß am Rand und guckte ganz traurig. Dann holte auch er sein Schwimmzeug und wir plantschten noch eine Weile. Der Fluss ist echt paradiesisch. Das Wasser schimmert grün und rundherum ist der Regenwald mit seinen geheimnisvollen Geräuschen.
Danach fuhren wir weiter zum Cape Tribulation, wo wir einen kleinen Bummel am Strand machten. Ab hier gibt es nur noch Schotterpisten, die ausschließlich mit Allradantrieb befahren werden können. Das schreckte uns nicht ab und wir fuhren noch ein Stück weiter. Auf halbem Weg zu dem angepeilten Creek kam jedoch ein ziemlich steiler Berg und wir beschlossen doch lieber umzudrehen.
Richtung Süden hielten wir noch an einer kleinen Tourist-Info an, wo wir uns über Kayaking und Reef-Fishing informierten. Da man beides auch auf Fiji machen kann, beschlossen wir keine der beiden Touren zu buchen. Stattdessen entdeckten wir Masons Swimming Hole, einen kleinen Fluss hinter der Info, in dem man baden kann. Da es schon wieder drückend heiß war, kam diese Gelegenheit wie gerufen. Zuvor hatte man zwar noch einen recht steilen und rutschigen Abhang zu überwinden, aber das kühle Nass war einfach zu verlockend. Nur Thomas störte sich etwas an den Fischen im Wasser.
Gegen Abend überquerten wir erneut den Daintree River mit der Autofähre und legten noch einen Stopp in Port Douglas ein. Dort kochten wir den Rest unserer Tortellini, bevor wir wieder zu unserem Schlafplatz von gestern fuhren.

Ellis BeachDaintree National Park - Mossman GorgeDaintree National Park - Mossman GorgeDaintree National Park - Mossman GorgeDaintree National Park - Mossman GorgeDaintree National ParkDaintree National ParkDaintree National ParkCape TribulationCape TribulationCape TribulationMasons Swimming HoleMasons Swimming HoleDaintree RiverPort DouglasPort DouglasPort Douglas

Strecke per Wohnmobil207 km

Mittwoch, 24. Mai 2006

Unser erstes Ziel heute war die Tourist-Info in Cairns, aber die Tipps die wir hier bekamen, hatten wir entweder schon gemacht oder fanden sie nicht so toll. Also klapperten wir diverse Skydiving-Büros ab und buchten schließlich Janas Fallschirmsprung für Sonntag. Dann fragten wir nach einer Bibliothek und tippten unser Tagebuch für die Homepage.
Anschließend kamen wir auf die Idee, die Royal Flying Doctors bereits hier in Cairns zu besuchen, anstatt wie geplant in Alice Springs, denn dort werden wir nur sehr wenig Zeit haben. Gesagt, getan! Obwohl das kleine Museum, der Film und das ausgestellte Flugzeug sehr interessant sind, fühlten wir uns hier nicht wirklich wohl. Die beiden Mitarbeiterinnen wirkten eher gelangweilt und spulten eintönig ihre Informationen ab. Deshalb hielten wir uns nicht lange auf und fuhren weiter zum benachbarten Botanischen Garten. Ein kleiner Teil der Gärten, der Fletschers Garden, gefiel uns wirklich sehr gut. Hier sind viele exotische Pflanzen und schöne Blüten zu bewundern. Der größere Teil jedoch war etwas vom Zyklon Larry zerrüttet und roch durch einen fast ausgetrockneten Sumpf auch nicht besonders lecker. Außerdem umschwirrten uns tausende Mücken, so dass wir bald die Flucht ergriffen.
Gegen 17 Uhr fuhren wir dann zur Strandpromenade, wo eine künstlich angelegte Lagune zum Schwimmen einlädt - nur im Moment nicht, denn der Sand wird gerade erneuert :o(. Also duschten wir hier nur und fuhren dann noch 70 km in Richtung Süden zum Wooroonooran National Park, den wir morgen genauer unter die Lupe nehmen wollen. In Babinda fanden wir nach längerem Suchen dann auch unser Nachtlager.

Cairns - Royal Flying DoctorsCairns - Royal Flying DoctorsCairns - Royal Flying DoctorsCairns - Botanical GardensCairns - Botanical GardensCairns - Botanical GardensCairns - Waesche waschenCairns - Strandpromenade

Strecke per Wohnmobil295 km

Donnerstag, 25. Mai 2006

Direkt in Babinda zweigt die Straße zu den »Boulders« ab, einer Schlucht im Wooroonooran National Park. Leider kamen wir nicht weit, denn der Weg war immer noch wegen Zyklon Larry gesperrt. Zu allem Übel meldete sich nun auch noch die Tankanzeige. Wir fanden eine kleine Tankstelle, aber auch die war geschlossen wegen Larry. Also blieb uns nichts anderes übrig als noch 20 km weiter nach Innisfail zu fahren, wo wir dann endlich fündig wurden. Weiter ging es zu den Josephine Falls, die glücklicherweise erreichbar waren. Hier gibt es eine natürliche Felsen-Wasserrutsche, die uns aber wegen einiger Stromschnellen und vielen Ästen im Wasser zu gefährlich aussah zum Schwimmen. Dennoch ist der Weg durch den Wald sehr schön und die Wasserfälle bieten auch so einen tollen Anblick.
Nachdem wir gefrühstückt hatten, fuhren wir wieder in Richtung Norden. In Kuranda, wollten wir noch einmal die Markets besuchen, um noch ein paar Souvenirs für unsere Lieben zu Hause zu kaufen. Hier fand Jana dann auch endlich einen schönen Bumerang. Da es nur noch einen in dieser Größe gab, suchten wir weiter für Thomas. Doch hier gefiel ihm nichts und so beschlossen wir, weiter nach Port Douglas zu fahren. Wir stoppten zuerst am Rainforest Center, wo wir wieder einige nette Dinge erstanden. Im Ort selbst futterten wir erst einmal ein leckeres Eis und schließlich fand auch Thomas seinen Traum-Bumerang in einer kleinen Boutique. Glücklich fuhren wir wieder zu Ellis Beach, wo wir Käse-Toast auf einem BBQ-Grill machten und dann unsere letzte Nacht im Camper verbrachten.

Wooroonooran National Park - Josephine FallsWooroonooran National Park - Josephine FallsKuranda - Aboriginal Art CentreKuranda - Aboriginal Art CentrePort DouglasEllis BeachEllis Beach

Strecke per Wohnmobil42 km

Freitag, 26. Mai 2006

Kurz nach 6 Uhr quälten wir uns aus dem Bett und frühstückten noch ein letztes Mal am Strand bei Sonnenaufgang. Dann packten wir gemütlich unsere Rucksäcke und fegten den Camper aus. Als alles wieder umgebaut und aufgeräumt war, legten wir die letzten Kilometer nach Cairns zurück und fragten bei Apollo, ob der Wagen noch von außen gewaschen werden müsste. Die meinten nur, wir sollten ihre Leute nicht arbeitslos machen und so ließen wir ihn eben schmutzig. Wir gaben ihn aber nicht sofort ab, sondern fuhren erst einmal zum Hostel, checkten ein und stellten unsere Sachen ab. Dann tankten wir voll und schließlich hieß es Abschied nehmen von unserem treuen Gefährt. Tschüss kleiner Mauritzius! Diesen Namen hatte ihm Thomas irgendwann gegeben.
Etwas geknickt machten wir uns nun zu Fuß auf den Weg in die City, wo wir noch einige weitere Souvenirs erstanden. Von unserem Hostel hatten wir Gutscheine für eine kostenlose Mahlzeit erhalten, die wir um 18 Uhr in der Bar »The Woolshed« einlösten. Die Portion Spaghetti war zwar nicht besonders groß, aber lecker. Trotzdem hatten wir noch Hunger und beschlossen später noch bei einem Sushi-Train einzukehren. Vorher stellten wir aber noch unsere Rucksäcke im Hostel ab, schwammen eine Runde im Pool und duschten. Beim Sushi-Train probierten wir viele neue Sachen aus, von denen die meisten auch sehr lecker waren. Nur vor den schlabbrig aussehenden Teigtaschen müssen wir jeden warnen! :o)

Ellis BeachEllis BeachEllis BeachEllis BeachEllis BeachCairns - Abgabe CampervanCairns - Abgabe CampervanCairns - City BackpackersCairns - City BackpackersCairns - The WoolshedCairns - Drive Through Bottle ShopCairns - City BackpackersCairns - Sushi BarCairns - Sushi Bar

Samstag, 27. Mai 2006

Gegen 5.20 Uhr klingelte das Handy der beiden Chinesinnen, die mit uns das Zimmer teilten. Eine der Mädels tippte dann 10 Minuten mit eingeschalteten Tastentönen SMS und 5.30 Uhr knipsten sie das Licht an. Es folgte eine Stunde rascheln und packen, bis die beiden endlich das Zimmer verließen. Rücksichtsloser geht's nimmer!
Gegen 9 Uhr standen dann auch wir auf. Nachdem wir in Ruhe geduscht hatten, schlenderten wir langsam zur Bibliothek, in der wir für 2 Stunden einen Computer zum Tippen des Tagebuchs reserviert hatten. Anschließend schauten wir uns einen kleinen Trödelmarkt an der Esplanade an und kauften im Supermarkt eine Schachtel ofenfrischer Muffins. Frisch gestärkt erkundigten wir uns in einem Elektromarkt nach dem Preis für einen weiteren USB-Stick, um unsere mittlerweile 3000 Bilder zu sichern. Die Sticks sind hier jedoch ziemlich teuer und so bleiben wir doch beim Brennen von CDs.
Danach bummelten wir wieder in die City und suchten nach einem schönen Restaurant, denn Thomas wollte auch endlich einmal Känguru und Emu probieren. Nach längerem Suchen und Studieren der Speisekarten entschieden wir uns für die Apres Beach Bar. Zum Essen war es jedoch noch etwas zu früh und so brachten wir noch unsere Rucksäcke und den Rest der Muffins zurück ins Hostel. Gegen 19 Uhr spazierten wir dann erneut zur Bar und Thomas genehmigte sich einen leckeren Aussie Bush BBQ Platter. Der bestand aus 4 hängenden Spießen aus Känguru Filet, Emu Sausage, Krokodil Kebab und Barramundi. Dazu gab es Salat und verschiedene Dips. Jana hatte ein Jungle Curry mit Regenwald-Gewürzen und dazu wurden riesige Cracker mit Mango-Sauce serviert. Wir waren beide restlos begeistert und ließen den Tag mit einem Spaziergang an der Esplanade ausklingen.

Cairns - BibliothekCairns - StrandpromenadeCairns - StrandpromenadeCairns - City BackpackersCairns - City BackpackersCairns - Apres Beach BarCairns - Apres Beach BarCairns - Apres Beach Bar

Sonntag, 28. Mai 2006

7.50 Uhr wurden wir vom Sky Diving Bus am Hostel abgeholt. Dann ging es 2 Stunden Richtung Süden nach Mission Beach. Jana war schon während der Fahrt super nervös, denn heute war der Tag ihres Fallschirmsprungs gekommen. In Mission Beach wurde sie in die zweite Gruppe eingeteilt, so dass wir noch eine Stunde Zeit hatten. Als erstes wurde natürlich der Papierkram erledigt und dann konnten wir noch ein wenig im Internet surfen. Gegen 11 Uhr schauten wir dann der ersten Gruppe bei der Beach-Landung zu und kurz darauf kam Adam, Janas Instructor, und erklärte allen die Haltung während des Flugs und der Landung. Er schnürte Janas Gurtzeug fest und Igor, der Kameramann, filmte ein kurzes Interview. Thomas blieb dann am Strand zurück und Jana fuhr mit ihrer Gruppe zum Airport.
Janas Fallschirmsprung: Auf ging es mit dem Bus zum Airport in Tully. Während der Fahrt machten die Skydiver jede Menge Witze, so dass ich nicht mehr ganz so nervös war. Nach 20 Minuten erreichten wir den Flugplatz und kletterten in das kleine Flugzeug in dem man in 2er-Reihe auf winzigen flachen Bänken sitzt. Bei 8.000 Fuß dachte ich das erste Mal "Au Backe, ist das hoch!" Bei 11.000 Fuß wurde ich an Adam gegurtet und bei 13.000 Fuß öffnete sich langsam die Tür. Puh, ist das kalt hier oben! 14.000 Fuß! Langsam wird es ernst. Vor mir springt eine Koreanerin und dann sitze ich schon in der Tür. Noch ein kurzer Handkuss für die Kamera und los geht's... Ahhhhhh!!! Ist das Geil! Ich fliege in einem Affenzahn auf den Boden zu und vor mir schwirrt Igor mit der Kamera und schüttelt mir kurz die Hand. Die Wolken kommen immer näher. Genau dort, in etwa 4.000 Fuß Höhe, zieht Adam die Leine und wir baumeln unterm Schirm über dem Pazifik. Herrlich! Ich kann das Great Barrier Reef und Duncan Island sehen. Nach 3-4 Minuten ist dann auch schon die Landung angesagt. Die geübte Haltung klappt nicht wirklich, da ich nicht an meine Beine komme, aber es geht auch so. Wir landen im weichen Sand und Igor und Adam gratulieren mir. Ich fühl mich nur noch high und will am liebsten sofort nochmal springen. Einfach unbeschreiblich!
Nach Jana sprang noch eine weitere Gruppe, die wir noch abwarten mussten, bevor es zurück nach Cairns ging. In der Zwischenzeit sahen wir uns Janas Sprung auf DVD an und sie bekam noch eine Urkunde überreicht. In Cairns kauften wir ein und futterten dann erst einmal bei McDonalds, denn außer einem Muffin heute Morgen hatten wir noch nichts gegessen und waren dementsprechend hungrig. Dann packten wir im Hostel unsere Sachen zusammen, denn morgen geht es nach Alice Springs. Bevor wir wieder unser kostenloses Essen im »The Woolshed« abholten, bummelten wir noch ein letztes mal durch die City von Cairns und schrieben Tagebuch an der Promenade.

Mission Beach - Sky DiveMission Beach - Sky DiveMission Beach - Sky DiveMission Beach - Sky DiveMission Beach - Sky DiveMission Beach - Sky DiveMission Beach - Sky DiveMission Beach - Sky DiveMission Beach - Sky DiveMission Beach - Sky DiveCairns - McDonalds

Strecke per Flugzeug1454 km

Montag, 29. Mai 2006

Pünktlich um 7.55 Uhr standen wir vor unserem Hostel und warteten auf unseren Airport Shuttle. Doch der kam nicht. Schließlich fanden wir des Rätsels Lösung auf unserem Fahrschein. Wir waren eine Stunde zu früh! Also setzten wir uns in die Hostel-Lounge und blätterten in einem Lonely Planet Reiseführer für Deutschland, der dort herum lag. Dabei lernten wir, dass Deutsche zum Abendbrot IMMER Käsebrot essen. Hm, gestern hatten wir Spaghetti... :o)
8.55 Uhr kam dann auch unser Bus und fuhr uns zum Airport von Cairns. Wir checkten ein und mussten noch 2 Stunden auf das Boarding warten. Eine Anzeige der »3 Minute Angels«, die wartende Passagiere massieren, erregte unser Interesse. Den Preis kann man selbst bestimmen. Nach einigem Überlegen gönnte sich Jana eine kleine Massage. Herrlich! Kurz darauf war dann auch endlich Boarding angesagt, aber Janas Ticket wollte nicht durch den Automaten. Am Schalter bekam sie ein neues, doch auch dieses funktionierte nicht. Ahhh! Schließlich wurde sie einfach so durchgewunken. Die nächste Panne folgte jedoch direkt: Als wir mit dem Flugzeug auf die Startbahn rollten, drehte der Pilot plötzlich ab und steuerte zurück zum Gate. Ein Kontrollinstrument funktionierte wohl nicht richtig, so dass der Start abgebrochen werden musste. Wir stiegen wieder aus und warteten erneut 2 Stunden im Terminal, was Thomas sehr amüsierte. Damit war er allerdings der Einzige. Schließlich war das Problem behoben und wir starteten endlich durch in Richtung Outback. Zum Trost bekamen wir eine Mahlzeit und landeten Punkt 16 Uhr in Alice Springs.
Der Shuttle-Bus zum Hostel wartete schon und so ging es zackig zu Annies Place. Als wir unser Zimmer betraten suchten wir vergeblich nach 2 freien Betten und mussten nach längerem Hick Hack das Zimmer wechseln. Stress! Mittlerweile hatte jede Tourist-Info Feierabend, aber glücklicherweise verfügte unser Hostel über viele Prospekte und auch die Mitarbeiter berieten uns wirklich sehr gut. Schließlich entschieden wir uns dazu, für den nächsten Tag ein Auto zu mieten und selbst in die Western MacDonnell Ranges zu fahren. Gesagt getan! Der Mitarbeiter von der Autovermietung war sowieso gerade im Haus und so erledigten wir gleich den Papierkram. Endlich entspannt schlenderten wir dann im Dunkeln in die City und fanden sogar einen offenen Supermarkt. Dort deckten wir uns mit Lebensmitteln ein und stiefelten zum ANZAC Hill. Von hier bewunderten wir »The Alice« bei Nacht und futterten Brötchen mit Wiener Würstchen. Geschafft von dem etwas chaotischen Tag kehrten wir zurück zum Hostel und legten uns direkt schlafen.

Cairns - AirportCairns - AirportCairns - AirportCairns - AirportCairns - AirportFlug nach Alice SpringsFlug nach Alice SpringsFlug nach Alice SpringsAlice Springs - Annies PlaceAlice Springs - ANZAC HillAlice Springs - ANZAC Hill

Strecke per Auto353 km

Dienstag, 30. Mai 2006

6.30 Uhr wurde unser Auto zum Hostel gebracht und wir fuhren direkt los in Richtung Glenn Helen, was ca. 130 km entfernt liegt. Dort schauten wir uns die Glenn Helen Gorge an und stiefelten zu Fuß durch den ältesten Fluss der Welt, der jedoch ausgetrocknet war. Nur ein kleiner See an der Felsspalte war noch zu sehen. Unser nächstes Ziel war die Ormiston Gorge, eine weitere farbenprächtige Felsspalte in den MacDonnell Ranges. Nur ein paar Kilometer weiter bewunderten wir die Ochre Pits. Aborigines schürfen schon seit Jahrtausenden ihre Malfarben aus den bunten Sandsteinen. Weiter ging es zum Ellery Creek Big Hole, wo wir uns todesmutig in die eiskalten Fluten des kleinen Sees stürzten. Thomas hatte schon nach kurzer Zeit Herzrasen und auch Jana zwiebelte die Haut, so kalt war das Wasser. Dafür bekamen wir Beifall von einer Gruppe Rentner, die gerade hier eintraf. Dann war es Zeit zur Standley Chasm zu fahren, die genau um Mittag von der Sonne angeleuchtet wird. Wir schauten zu wie erst die eine 150m hohe Felswand zu leuchten begann und der Schatten schließlich weiter wanderte bis auch die zweite Wand ins Licht getaucht wurde. Echt faszinierend! Auch der 10 minütige Weg zur Spalte ist herrlich, da man hier über Stock und Stein laufen kann, anstatt über Holzplanken wie sonst eher üblich. Nur 30 km weiter erreichten wir dann die Simpsons Gap, in der Hoffnung ein paar der niedlichen Fels-Kängurus zu sehen, die hier meist herum hüpfen. Doch heute ließ sich keines blicken. Die Gap ist trotzdem sehr schön und der Boden ist aus feinstem weißen Sand.
Schließlich fuhren wir zurück nach Alice Springs, wo wir die School of the Air besuchten. Wir hatten das seltene Glück, sogar die Schüler zu sehen, die gerade eines ihrer 4 jährlichen Treffen in der Schule hatten. Wir schauten ihnen beim Spielen zu und ein kurzer Film informierte über die Schule. Danach erklärte uns eine sehr nette Mitarbeiterin die Schule. Echt super! Weiter ging es dann zur Telegraph Station, wo wir aber nur ein paar Souvenirs kauften. Die Zeit wurde knapp und so entschieden wir uns, lieber noch das Ghan Museum anzuschauen. Hier erfährt man alles über die legendäre Eisenbahnlinie und kann auch einen historischen Zug besichtigen. Gegen Abend hatten wir Hunger und wollten die letzte Chance nutzen, die Restaurant-Kette »Red Rooster« auszuprobieren. Dort aßen wir ein ganzes Hähnchen mit Kartoffeln, Erbsen, Soße und einem Knoblauch-Baguette. Hm, lecker!

West MacDonnell Ranges - Glenn Helen GorgeWest MacDonnell Ranges - Glenn Helen GorgeWest MacDonnell Ranges - Glenn Helen GorgeWest MacDonnell Ranges - Glenn Helen GorgeWest MacDonnell Ranges - Glenn Helen GorgeWest MacDonnell Ranges - Ormiston GorgeWest MacDonnell Ranges - Ochre PitsWest MacDonnell Ranges - Ochre PitsWest MacDonnell RangesWest MacDonnell RangesWest MacDonnell RangesWest MacDonnell Ranges - Ellery Creek Big HoleWest MacDonnell Ranges - Ellery Creek Big HoleWest MacDonnell Ranges - Verkohlte BaeumeWest MacDonnell Ranges - Standley ChasmWest MacDonnell Ranges - Standley ChasmWest MacDonnell Ranges - Standley ChasmWest MacDonnell Ranges - Standley ChasmWest MacDonnell Ranges - Simpsons GapWest MacDonnell Ranges - Simpsons GapAlice Springs - School Of The AirAlice Springs - School Of The AirAlice Springs - Old Ghan MuseumAlice Springs - Red Rooster

Mittwoch, 31. Mai 2006

Endlich war es soweit. Heute startete unsere Wayward Bus Tour zum Uluru. 6.30 Uhr trotteten wir mit unserem ganzen Gepäck zur Todd Mall, wo wir abgeholt wurden. Neben unserem Tourguide Fiona waren wir nur 6 Leute. Im Bus stellten wir uns erst einmal alle vor. Unser erstes Ziel war dann ein Roadhouse namens Stuart's Well oder »Jims Place«, wo wir eine Vorstellung von Dinky, dem singenden Dingo bekamen. Astrid, ein Mädchen aus der Gruppe, klimperte auf dem Klavier und der Wildhund sprang auf die Tasten und jaulte zur Musik.
Dann tauschten wir unseren Bus gegen einen anderen mit Allradantrieb und fuhren zum Rainbow Valley. Die Felsen inmitten der Wüste leuchten wirklich wie ein Regenbogen. Leider ist es nicht mehr erlaubt hinaufzuklettern oder Fußball auf dem ausgetrockneten See davor zu spielen. Für die Natur ist es aber wohl besser so. Also bewunderten wir die Felsen nur von unten und fuhren zurück zu Jims Place, wo wir frische Sandwiches belegten. Nach dem Essen warteten wir auf einen anderen Bus. Genug Zeit, um Fotos von den Kamelen, Kängurus und Emus zu machen, die hier in einem Gehege nebenan wohnen. Als der Bus dann endlich mit einer Stunde Verspätung eintraf, wuchs unsere Gruppe um 4 Leute und wir fuhren Richtung Uluru. An einem weiteren Roadhouse stießen noch einmal 7 Leute zu uns und damit waren wir komplett. Ein lustiger Haufen von Australiern, Amerikanern, Kanadiern, Deutschen, Spaniern usw. Wir stoppten noch ein weiteres Mal um Feuerholz für die nächsten 2 Tage zu sammeln.
Dann ging es auf direktem Weg zum Ayers Rock Resort in Yulara, wo wir gerade rechtzeitig ankamen, um von einer Sanddüne den Sonnenuntergang über dem Uluru zu sehen. Der Anblick ist einfach umwerfend! Im Camp hatten wir dann die Wahl zwischen Zelten und Swags. Wir wählten letzteres und damit die Freiluftvariante. Nachdem unser Schlafplatz mit jeweils 2 Matten und 2 Schlafsäcken ausgerüstet war gab es auch schon Abendbrot. Reis mit Geschnetzeltem und Gemüse. Das Essen war sehr lecker, nur die Portion etwas zu gering. Dann versammelten wir uns alle um das Lagerfeuer und spielten das »Name Game«, eine Art »Ich packe meinen Koffer...« nur mit den Namen der Gruppe. Langsam wurde es ziemlich kalt und so krabbelten wir gegen 10 Uhr in unsere Schlafsäcke, nachdem wir heiß geduscht und unsere Trinkflaschen zu Wärmflaschen umfunktioniert hatten.

Wayward TourStuarts Well Stuarts Well - DinkyRainbow ValleyRainbow ValleyRainbow ValleyRainbow ValleyRainbow ValleyStuarts WellStuarts WellOutback - Feuerholz sammelnOutback - Feuerholz sammelnAyers Rock ResortAyers Rock ResortAyers Rock ResortAyers Rock ResortAyers Rock ResortAyers Rock Resort

Donnerstag, 1. Juni 2006

Kurz nach 5 Uhr war bereits aufstehen angesagt und so frühstückten wir noch im Halbschlaf unsere Schüssel Cornflakes, bevor wir duschen gingen. Danach waren wir auch halbwegs wach. Im Gegensatz zu den meisten anderen hatten wir dank der Wärmflasche wenigstens nicht gefroren (bei ca. 0 Grad) und somit super geschlafen. Zum Sonnenaufgang fuhren wir zum Uluru, der kurz von der Sonne angestrahlt wurde und herrlich rot leuchtete.
Danach entschieden wir uns für den 9 km langen Base Walk, der einmal rund um den Fels führt und unterhielten uns dabei prima mit dem Physiker-Pärchen Astrid und Matthias aus Aachen. Der Uluru ist viel zerklüfteter als wir dachten und sieht an einigen Stellen aus wie ein Schwamm. Daneben gibt es weitere faszinierende geologische Erscheinungsformen, wie z.B. Höhlen, die den Aborigines als Geburtsstätte für Ihre Kinder oder auch als Kindergarten dienten. Einige sind sogar mit Felsmalereien verziert. Oder die riesigen Rillen, über die das Regenwasser den Berg hinabläuft und an deren Ende sich oftmals kleine Seen bilden. Beeindruckend sind auch die Felsüberhänge in Wellenform, die an das Meer erinnern, dass hier vor Millionen von Jahren schwappte.
Nach fast 3 Stunden erreichten wir wieder den Parkplatz, von dem auch der Aufstieg möglich ist. Darauf verzichteten wir jedoch aus Respekt vor der Kultur der Aborigines. Nur den Ältesten eines Stammes war es einst erlaubt den Berg zu besteigen, um ihre Zeremonien zu feiern. Vor allem die Asiaten stört das wenig und ganze Busladungen pilgern zum Gipfel. Andere Nationen sieht man dagegen eher selten. Schließlich besichtigten wir noch das Cultural Center und kehrten dann in unser Camp zum Mittag zurück. Dort brutzelten wir Hamburger auf dem Grill.
Am Nachmittag fuhren wir zu Kata Tjuta, was übersetzt »Viele Köpfe« bedeutet. Diese Felsformation stammt aus demselben Gebirge wie der Uluru, ist jedoch noch viel zerklüfteter. Hier kann man in die tiefen Schluchten zwischen den Felsendomen wandern, was noch gigantischer ist als der Uluru selbst! Oft muss man über hohe Steine kraxeln, aber der Weg ist einfach atemberaubend! Auf einem Plateau machten wir Gruppenfotos und Fiona durfte mit 20 Kameras fleißig knipsen. Weiter ging es zu einem Aussichtspunkt auf das »Valley of the Winds«. Dieser Platz ist echt einmalig. Um einen herum die steilen roten Wände der Kata Tjuta und in der Ferne die weite Ebene des grünen Tals.
Nach ca. 2 Stunden erreichten wir wieder unseren Bus und fuhren zum Uluru, wo wir bei Crackern den Sonnenuntergang genossen. Bei Dunkelheit ging es dann zurück ins Ayers Rock Resort wo wir Spaghetti kochten. Davon wurden wir auch endlich einmal richtig satt :o) Denn obwohl die Wayward Tour sonst echt spitze ist, sind die Essensportionen - besonders im Hinblick auf die ganztägige Bewegung an der frischen Luft - etwas knapp bemessen. Nach dem Duschen krabbelten wir direkt in unsere Schlafsäcke. Heute war es deutlich wärmer als gestern, da es windstill und bewölkt war. Trotzdem machten wir uns wieder eine schöne heiße Wärmflasche.

Uluru - SonnenaufgangUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluruFahrt zu Kata TjutaFahrt zu Kata TjutaKata TjutaKata TjutaKata TjutaKata TjutaKata TjutaKata TjutaKata TjutaKata TjutaKata TjutaKata TjutaOutback - Kangaroo SignUluru - SonnenuntergangUluru - SonnenuntergangUluru - SonnenuntergangYularaYulara

Freitag, 2. Juni 2006

6.30 Uhr fuhren wir los in Richtung Kings Canyon, aber zwischendurch machten wir einen kurzen Stopp für den Sonnenaufgang an einer herrlich roten Sanddüne. Von hier konnten wir auch den Uluru ein letztes Mal in der Ferne sehen. Auch der Sonnenaufgang war dank der Wattewölkchen echt spektakulär. Nach 3 Stunden Fahrt erreichten wir schließlich die Kings Creek Station, wo wir unser Nachtlager für heute vorbereiteten und leckere Sandwiches futterten.
Gegen 14 Uhr brachen wir auf zum Kings Canyon. Zuerst mussten wir den Heart-Attack Hill hinaufklettern, den wir auch ohne Herzattacke überlebten. Auf dem Plateau angekommen, wanderten wir schließlich innerhalb von 3 Stunden einmal um den Canyon. Dabei konnte man immer wieder direkt vom Rand in die Schlucht schauen, denn Absperrungen gibt es hier so gut wie keine. Zwischen den Felsendomen entlang führte der Weg über Stock und Stein bis wir schließlich den Garden of Eden erreichten. Hier ist ein Wasserloch und 3 Mutige aus der Gruppe trauten sich in das eiskalte Wasser. Auch unsere Gruppenleiterin Fiona sprang schließlich noch in Unterwäsche und Bluse in die Fluten und borgte sich dann ein T-Shirt. Auch Margaret, eine über 60-jährige Engländerin aus unserer Gruppe schwamm im eiskalten Wasser. Dann ging es durch die Lost City (ein Meer au Steinkuppeln) zurück zum Parkplatz.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Quatschen im Resort und einige aus der Gruppe machten einen Helikopter-Flug oder eine Quad-Tour. Zum Abendbrot gab es gegrillte Würstchen und Steak mit Kartoffelbrei und zum Nachtisch Milchreis mit Obstsalat. Es wurde wieder merklich kälter und so saßen wir alle dicht gedrängt um das Lagerfeuer. Margaret wollte ein paar deutsche Märchen hören und so erzählten wir ihr ein paar. So kamen wir auf die Idee eigene Geschichten zu erfinden. Jeder in der Runde fügte jeweils einen Satz hinzu und so kamen die unmöglichsten Storys heraus. Wir lachten uns echt kaputt. Als wir ausgesponnen hatten, verzogen wir uns in unsere Schlafsäcke, denn morgen heißt es wieder um 5 Uhr aufstehen!

Outback - SonnenaufgangOutback - Uluru in der FerneOutback - Feuerholz sammelnOutback - Feuerholz sammelnOutback - Feuerholz sammelnOutback - WildpferdeKings Creek StationKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings Canyon - Garden Of EdenKings Canyon - Garden Of EdenKings CanyonKings CanyonKings Creek StationKings Creek Station

Strecke per Flugzeug2021 km

Samstag, 3. Juni 2006

Die Nacht war super kalt und die Schlafsäcke wurden feucht durch den kondensierenden Atem. Bibbernd futterten wir gegen 5.30 Uhr ein paar Toast und dann ging es zurück zu Stuart's Well, wo die ersten 6 Personen (inklusive uns) in einen anderen Bus umstiegen und zum Flughafen gebracht wurden. Der Rest der Gruppe fuhr weiter zum Rainbow Valley. Der Abschied fiel uns echt schwer als Fiona und Margaret uns drückten. Diese Tour werden wir wohl nie vergessen :o)!
Am Airport von Alice Springs verabschiedeten wir uns auch von Astrid und Matthias und gingen zusammen mit Vincent (einem Spanier aus unserer Tourgruppe) zum Check-In. Wir gaben unser Gepäck auf und wollten durch die Sicherheitskontrolle, bei der das Reisebesteck in Janas Rucksack gefunden wurde. Das hatten wir wohl vergessen umzupacken :o(. Also packten wir schnell alles Wichtige für den Flug in Thomas Rucksack und den von Jana gaben wir noch zusätzlich auf. Anschließend duschten wir und gingen dann an Bord.
In Sydney angekommen, verabschiedeten wir uns von Vincent und holten unser Gepäck. Da eine Fahrt in die Stadt mit Gepäckaufbewahrung am Flughafen teurer käme als ein Hostel mit Free-Airport-Pickup, entschieden wir uns, wieder im Boomerang Backpackers zu übernachten. Vom Hostel aus stiefelten wir in die City und aßen erst einmal bei McDonalds. Anschließend ging es zur Harbour Bridge wo wir tolle Nachtfotos machten und symbolisch für das Wiederkommen in den Hafen spuckten :o). Am Circular Quay genossen wir ein letztes Mal das Flair von Australien, kauften ein paar Sachen ein und verbrachten den Rest des Abends im Internet-Café.

Stuarts WellAlice Springs - AirportSydney - McDonaldsSydney - OperaSydney - Skyline