Reisevogel.net   |   2006 Round The World - Hongkong
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Jana, Sascha, Anika & Antonia on Tour

Hongkong

Strecke per Flugzeug10303 km

Montag, 17. April 2006

1 Uhr nachts ging unser großes Abenteuer endlich los. Unsere Familien brachten uns zum Frankfurter Flughafen, wo wir uns gegen 4.30 Uhr am Terminal 2 trafen. Nachdem unser Gepäck aufgegeben war, verabschiedeten wir uns und gingen durch die Sicherheitskontrolle. Thomas Kamera wurde erst einmal auf Sprengstoff untersucht und auch bei Jana piepte der Metall-Detektor. Ein paar Gänge weiter gab es schon wieder eine Kontrolle, diesmal von British Airways persönlich. Hier hatten wir aber glücklicherweise keine Probleme. Die letzte Stunde vor dem Abflug nach London warteten wir in der Lounge und beobachteten wie unser Flugzeug beladen wurde.
Der Flug nach London dauerte nur 1,5 Stunden und ging super schnell vorbei. Das Frühstück war dafür nicht so lecker. Ein pappiges Wurst-Baguette mit zerlaufenem Käse, was auch noch total versalzen war. Aber für ihre Küche sind die Engländer ja berüchtigt ;o). In London Heathrow fanden wir - entgegen aller Erwartungen - super schnell unser Anschlussterminal und hatten noch 3 Stunden Zeit. Wir kauften ein paar Postkarten und warteten wieder einmal in der Lounge.
12.20 Uhr ging dann unser Flug mit Qantas nach Hongkong. Im Flugzeug saß zunächst ein Engländer in unserem Alter neben uns, der die engen Platzverhältnisse mit »Oh, I get pain in the ass« kommentierte :o). Leider hatte er sich aber mit seinem Platz vertan und wurde gegen eine etwas merkwürdige Lady ausgetauscht. Die machte als erstes die Fenster dicht, so dass wir in den 12 Stunden Flug nichts von der Außenwelt sahen. Blieb also nur das Boardprogramm. Die Filme nach Australien sind leider nicht so gut wie die von Australien weg, aber dafür kam im Radio super gute Musik. Und Computerspiele gab es auch. Für das Essen müssen wir Qantas noch einmal loben, denn das war echt reichlich und auch sehr lecker. Es gab Hähnchen mit Reis, Eis, eine Tüte voller Süßigkeiten, Obst und natürlich ein leckeres Frühstück.

Frankfurt am Main - FlughafenFrankfurt am Main - FlughafenLondon - HeathrowLondon - HeathrowFlug nach Hongkong

Dienstag, 18. April 2006

Um 6.30 Uhr landeten wir in Hongkong und sammelten erst einmal unser Gepäck ein. Alles heile geblieben! Ziemlich fertig stolperten wir in die Halle zu einer Tourist-Info. Die nette Dame sagte uns den Bus zum Hotel und die Haltestelle an der wir aussteigen müssen. Letzteres hatten wir aufgrund des seltsamen Namens sofort wieder vergessen. Wir tauschten noch etwas Geld und kauften uns eine Octopus-Card, mit der man in Hongkongs Verkehrsmitteln bargeldlos fahren kann. Nach etwas Suchen fanden wir auch unseren Bus. Leider konnten wir nun dem Fahrer nicht sagen bis wohin wir wollten, stiegen aber trotzdem ein. Auf dem Stadtplan fanden wir dann auch den Namen wieder und so ging doch noch alles gut.
Gut durchgekühlt von der Klimaanlage (die Halsschmerzen aus Deutschland meldeten sich bei Jana sofort wieder) und immer noch todmüde stiegen wir direkt vor unserem Hotel aus. Da war es bereits 9 Uhr. Check-In war aber leider erst ab 11 Uhr, so dass wir weitere 2 Stunden auf dem Hotelflur campierten. Dann wurde uns gesagt, dass alle 6er-Zimmer ausgebucht sind. Aber wir bekamen nun ein 2er-Zimmer zum Superangebot in einem Nachbargebäude. Dass dies das berühmt berüchtigte Chunking Mansions ist, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Das Zimmer liegt im 17. Stock direkt unter dem Dach, ist 1,50 Meter breit mit einem Holzbrett von Wand zu Wand. Das ist das Bett. Geduscht wird übrigens auf dem Klo. Und unter dem Waschbecken steht nur ein Eimer, denn das Rohr fehlt. Aber wenigstens sauber ist es hier.

Hongkong - Chunking MansionsHongkong - Chunking MansionsHongkong - Chunking Mansions

Mittwoch, 19. April 2006

Unser erstes Ziel an diesem Morgen war das Space Museum, das mittwochs freien Eintritt hat, aber leider erst nachmittags öffnet, wie wir nun erfahren mussten. Deshalb schnappten wir uns die nächste »Star Ferry« und schipperten nach Hongkong Island. Dort angekommen machten wir uns auf den Weg zum Midlevels Escalator, eine der längsten Rolltreppen der Welt. Damit fuhren wir etwa 30 Minuten bergauf (morgens bis 10 Uhr geht es auch bergab). Etwas verwundert bemerkten wir, dass an einer Stelle alle Hongkonger anhielten, um gleich ein ganzes Duzend Plastikkarten aus dem Portemonnaie zu zaubern. Wie wir bald feststellten, gibt es dort ein Terminal, an dem man seine Octopus-Card rabattieren kann und damit 2 HKD bei der nächsten MTR-Fahrt (U-Bahn) spart. Auch wir nutzten die Gelegenheit natürlich gerne.
Am oberen Ende des Escalators machten wir eine kurze Rast und gingen dann zum Zoologischen und Botanischen Garten. Der Eintritt ist frei und es gibt jede Menge Tiere, wie Affen, Schildkröten und ein Reptilienhaus. Dieses war leider noch geschlossen und sollte erst eine Stunde später öffnen. Also durchstreiften wir weiter den Park und beobachteten Vögel und einen Jaguar. Dann versuchten wir erneut unser Glück bei den Reptilien. Diesmal war das Haus geöffnet und präsentierte uns eine Schlange und zwei Minikrokodile, die sich allerdings in ihrem Aquarium versteckt hatten :o(.
Direkt gegenüber dem Garten liegt die Talstation der Peak Tram, von der wir uns zum Victoria Peak befördern ließen. Auf dem Weg hielt die Tram an einer Stelle an, an der man einen besonders schönen Blick auf die Skyline hat und alle Touristen nutzten die Gelegenheit zum fotografieren. Oben angekommen besuchten wir das Shopping Center in welchem wir unsere erste chinesische Mahlzeit zu uns nahmen. Thomas hatte Schweinefleisch süß sauer, Jana Hühnchen mit Curry-Sauce. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Peak Walk, einem 3km langen Rundweg um den Berg (zumindest wenn man sich nicht wie wir um 1km verläuft ...). Auf diesem Weg hatten wir eine wunderbare Aussicht auf Kowloon und Hongkong Island. Zurück am Shopping Center kauften wir noch Wasser und fuhren dann mit der Peak Tram wieder den Berg hinab.
Von der Bodenstation schlenderten wir zum Hongkong Park, in dem wir ein bereits geschlossenes Aviarium und Teehaus vorfanden. Wirklich schade! Neben dem Teehaus entdeckten wir einen Fuß-Massage-Weg, den wir natürlich gleich ausprobierten. Ob der jedoch eine Verbesserung an den Füssen herbeiführt ist zu bezweifeln. Unser fachmännisches Urteil lautet: AUA!
Vom Park fuhren wir mit der MTR zur Causeway Bay. Gegenüber dem Hotel Excelsior fanden wir die Noon Day Gun. Diese zu erreichen ist ganz einfach: Vom Hotel einfach in die Tiefgarage, um 5 Ecken und durch einen Gang a la »Flucht aus Alcatraz«, dann um eine weitere Ecke und voila da waren wir. Als Dank für unsere Mühe war die Kanone komplett in Plastikfolie gehüllt, so dass man nichts sehen konnte...
Also schlenderten wir weiter zu unserem eigentlichen Ziel, der Pferderennbahn Happy Valley, wo jeden Mittwoch die Rennen stattfinden. Dort angekommen sollte der Eintritt 100 HKD kosten. Thomas fragte, ob es nicht irgendwo billiger geht und siehe da, einen Eingang weiter war der Public Entrance, bei dem man nur 10 HKD bezahlt. Auf der Rennbahn haben wir uns 2 Rennen angeschaut und Gott sei Dank nicht gewettet, denn alle Pferde auf die wir gesetzt hätten haben verloren. Zu unserer Unterhaltung setzte sich ein Geschäftsmann aus Gießen neben uns, der keinen Aufwand scheute uns von seiner Großartigkeit zu überzeugen. Als er die Rennbahn verließ, machten auch wir uns auf den Heimweg, wahrten jedoch einen Sicherheitsabstand von 5 Minuten ;o). Dann ging es mit der MTR zurück zu unserem Hotel, die wirklich direkt vor unserer Behausung hält.

Hongkong - Star FerryHongkong - Star FerryHongkong - Midlevel EscalatorHongkong - Midlevel EscalatorHongkong - MidlevelsHongkong - Zoologischer GartenHongkong - Zoologischer GartenHongkong - Zoologischer GartenHongkong - The PeakHongkong - The PeakHongkong - The PeakHongkong - The PeakHongkong - Hongkong ParkHongkong - Hongkong ParkHongkong - Hongkong ParkHongkong - Hongkong ParkHongkong - Hongkong ParkHongkong - MTR Station AdmiraltyHongkong - MTR Station AdmiraltyHongkong - Happy Valley (Pferderennbahn)Hongkong - Happy Valley (Pferderennbahn)Hongkong - Causeway Bay

Strecke per Zug25 km

Donnerstag, 20. April 2006

Gegen 9.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Ocean Center, um erst einmal ein Internet-Café zu finden. Nach langem hin und her fanden wir schließlich das »Pacific Coffee«, ein normales Café, das für seine Gäste 2 Internet PCs bereitstellt. Wir schrieben unseren Eltern, dass wir gut angekommen sind und suchten dann nach einer Bank, um unsere Traveller Checks einzulösen. Eine Ecke weiter standen wir vor der HSBC, die jedoch 15 Euro pro Tausch haben wollte. Da bei den Traveller Checks die Gebühr ja bereits vorher bezahlt wird, empfanden wir das als Wucher. Also kauften wir uns 2 Pizzen und gingen zurück zum Hotel, wo es mehrere Wechselstuben gibt. Dort tauschten wir ohne Gebühren und zu einem besseren Kurs als bei der Bank (766 HKD für 100 USD).
Da es jetzt schon 11 Uhr war, verschoben wir unseren geplanten Besuch im Ocean Park auf morgen und fuhren stattdessen mit der KCR (Eisenbahn) zum Tempel of the 10.000 Buddhas. Der Tempel liegt auf einem Hügel und so mussten wir erst einmal etliche Stufen, die rechts und links gesäumt sind von goldenen Buddhastatuen, überwinden. Auf halbem Weg hörten wir plötzlich Affengebrüll. Als wir uns umsahen stellten wir fest, dass die Tiere hier absolut frei herumlaufen, also ohne Leine, Gitter, Netz und doppelten Boden. Oben am Tempel angekommen machten wir total verschwitzt erst einmal eine Pause und bestaunten dann ... richtig ... noch mehr Buddhafiguren! Inmitten dieser Figuren saß noch ein anderer Kamerad, nämlich der vergoldete Leichnam des Tempel-Erbauers. Irgendwie gruselig. Immer noch kaputt vom Aufstieg suchten wir uns ein schattiges Plätzchen und schrieben unsere ersten Postkarten. Anschließend machten wir Fotos von der Anlage und sprachen einen Chinesen an, der ein Foto von uns beiden zusammen machen sollte. Er erzählte uns, dass er schon einmal in Hamburg gewesen ist. Wie klein die Welt doch ist. :o) Dann kletterten wir die Stufen auf der Rückseite des Tempels wieder herunter und suchten nach unserem zweiten Sightseeing-Ziel für heute, dem Sung Dynasty Village. Nach längerem Suchen und erfolglosem Fragen gaben wir schließlich auf und schlenderten stattdessen durch einen IKEA-Markt, wo wir einen leckeren Hot Dog aßen.
Anschließend fuhren wir mit der KCR zurück, wobei wir diesmal einige Stationen früher ausstiegen und genau vor einer Tourist-Info landeten, die 30 Minuten kostenloses Internet anbot. Nachdem wir unsere Mails gecheckt hatten und feststellten, dass unsere Webseite auch von hier aus nicht zu erreichen ist, schrieben wir unsere Tagebücher und lagerten sie in unserem Posteingang für später zwischen. Nun machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Hotel. Unterwegs sahen wir uns noch den Tin Hau Tempel an, der witzige geringelte Räucherstäbchen an der Decke hängen hat, aber furchtbar nach diesen stinkt. Danach schlenderten wir über den Tempel Street Market, wo man vor allem Krimskrams erstehen kann. Nur einen Katzensprung weiter befindet sich der Kowloon Park, der wirklich sehr schön ist. Eine kleine Oase inmitten der Häuserschluchten, wo man sogar Flamingos sehen kann.
Erholt durch die schöne Natur entschieden wir uns, noch das Space Museum zu besuchen. Das Museum ist ziemlich cool, da man dort alles selber ausprobieren kann. Man kann Raketen starten lassen, in einer kleinen Zentrifuge fahren, Segelgleiten, mit Lasern Ziele im Weltraum treffen und sogar eine Mondlandung mitmachen (in Antischwerkraftgürteln hängend).

Hongkong - Tin Hau TempleHongkong - Temple Street MarketHongkong - Temple Street MarketHongkong - Kowloon ParkHongkong - Space MuseumHongkong - Space MuseumHongkong - Space MuseumHongkong - Space Museum

Strecke per Bus20 km

Freitag, 21. April 2006

Heute wollten wir unser Vorhaben von gestern nachholen und dem Ocean Park einen Besuch abstatten. Im Supermarkt kauften wir noch etwas Proviant und schipperten dann mit der Star Ferry nach Central. Dort mussten wir zunächst die Octopus-Card nachladen. Kurz vor 10 Uhr fuhr dann der Bus 629 zum Ocean Park. Wir saßen in der oberen Doppeldecker-Etage ganz vorne und konnten so die Fahrt besonders genießen. Mit unserem Coupon von der Tourist-Info bekamen wir 20% Rabatt auf den Parkeintritt und studierten erst einmal die Parkmap. Der Park ist verteilt auf 2 Berge. Im unteren Park sind fast nur Kinderattraktionen, deswegen fuhren wir direkt mit der 1,4 km langen Seilbahn zum Oberen. Aus den Kabinen hat man einen tollen Blick auf das südchinesische Meer mit seinen bergigen Inseln.
Zuerst schauten wir uns die Seelöwen am Pacific Pier an und landeten dann direkt im Ocean Theatre wo gerade eine Delphin-Show anfing. Danach gab es Action auf dem Freefall Tower und der Dragon Achterbahn. Im Atoll Reef bestaunten wir die Fische eines Riffs (Manta-Rochen, Hammerhaie, Schildkröten und tausend andere bunte Fische) und im Hai-Aquarium gab es noch größere Haie zu sehen und sogar Hai-Nachwuchs vom Ei bis zum Baby-Hai. Danach kauften wir uns chinesische Bonbons die aussahen wie Käse mit Schoko-Überzug. Sie schmeckten dann aber doch nach Banane und waren sehr lecker. Über eine lange Rolltreppe ging es dann in ein Nebental zur Wildwasserbahn, in der wir klatschnass wurden. Weiter ging's mit einer weiteren Achterbahn, dem Mine-Train. Hier mussten wir leider 40 Minuten anstehen und Jana taten schon wieder die Füße weh. Deshalb machten wir danach erst einmal Pause bei einem leckeren Reistopf mit Huhn/Ente bzw. Schweinefleisch.
Anschließend wollten wir noch in den unteren Park. Die Seilbahn war so überfüllt, das wir lieber den Shuttle-Bus nahmen. Unten angekommen erkundeten wir zuerst das Rainforest Exploration Centre, wo man Tiere des Regenwaldes bestaunen kann. Im Panda-Haus sahen wir den fünftältesten lebenden Panda der Welt, der gerade an seinem Bambus knabberte. Danach folgte das Dino Haus, wo wir nette Fotos in Dino Eiern machten. In einem kleinen Theater schauten wir eine Show mit vier chinesischen Jongleuren an und wanderten dann langsam Richtung Ausgang.
Zurück fuhren wir wieder mit dem Bus nach Central und weiter mit der Fähre nach Kowloon. Dort bummelten wir an der Promenade, der Avenue of Stars, von der man einen tollen Blick auf die Skyline von Victoria hat. Das Flair bei Nacht ist einfach unbeschreiblich. Zurück im Hotel standen wir noch 15 Minuten vor dem Fahrstuhl im Stau und wurden immer wieder von den Indern angequatscht mit »Beautiful Watches«, »Handbags, Handbags« usw. Die sind wie die Schmeißfliegen :o(.

Hongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Ocean ParkHongkong - Avenue Of StarsHongkong - Avenue Of StarsHongkong - Avenue Of Stars

Strecke per Schiff120 km

Samstag, 22. April 2006

Heute standen wir früh auf, um mit dem Katamaran nach Macao zu fahren. Nach unserer obligatorischen Pizza im Ocean Center suchten wir unser Fährterminal. Der Check-In dauerte fast eine halbe Stunde, da wir das Staatsgebiet von Hongkong verlassen und deshalb wie am Flughafen durch die Passkontrolle mussten. Um 9.30 Uhr ging es dann endlich los. Die Überfahrt dauerte ca. eine Stunde. In Macao angekommen, warteten schon die Ritscha-Fahrer, die genauso penetrant sind wie die Rolex-Plagiat-Verkäufer vor unserem Hotel in Hongkong. Wir gingen lieber zu Fuß und landeten auf einem Highway ohne Fußweg. Nach einigem Suchen hatten wir dann aber den richtigen Weg gefunden und steuerten als erstes auf Mount Fortress zu. Unterwegs trafen wir einen Missionar, der uns den Weg zeigte und erzählte, dass er aus Florida stammt, nun aber schon lange in Macao wohnt. Thomas wurde zum ersten Mal in seinem Leben für sein Englisch gelobt und war mächtig stolz. Die Festung selbst ist recht unspektakulär, aber man hat einen schönen Blick auf die Ruine der St. Pauls Cathedral. Die war dann auch gleich unser nächstes Ziel. Das Kirchenschiff wurde 1835 durch ein Feuer zerstört, aber die erhaltene Fassade und die Freitreppe bieten einen imposanten Anblick. Links neben der Kirche befinden sich noch ein kleiner chinesischer Tempel, der ganz nett anzuschauen ist, und Reste der alten Stadtmauer.
Danach machten wir uns auf den Weg in Richtung Süden. Wir probierten portugiesische Kekse und kauften ein paar Postkarten in den engen Gässchen der Altstadt. Schließlich landeten wir auf dem Senado Square, der viel kleiner ist als er auf den Postkarten aussieht. Die Gebäude aus der Kolonialzeit und das wellenförmige Pflaster sind aber trotzdem sehr sehenswert. Weiter südlich sind nur noch vereinzelt schöne Gebäude zu sehen und teilweise kommt man sich vor wie in den Slums. Erst an der Spitze beim A-Ma Tempel geht es wieder touristischer zu. Der Tempel mit seinen riesigen, in Stein gehauenen chinesischen Schriftzeichen und anderen Bildern bietet einen imposanten Anblick. Die Sonne brannte nun erbarmungslos und wir suchten uns erst einmal ein schattiges Plätzchen und schrieben Postkarten an unsere lieben Freunde und Verwandten zu Hause.
Dann machten wir uns auf den Weg zum Macao Tower. Dazu wanderten wir über einen schmalen Damm, der neben einem Highway verlief und leider gar keinen Schatten bot. Im Tower fuhren wir in den 58. Stock auf die Besucherplattform. Auf den Skywalk X, bei dem man nur durch ein Seil gesichert auf einer Plattform umhertanzen kann, verzichtete Jana dann doch, obwohl er mit ca. 25 EUR erschwinglich gewesen wäre. Aber Thomas ging es hier oben nicht so gut und der Ausblick von der Besucherplattform war auch so sehr spektakulär, da der Boden teilweise mit Glas ausgelegt ist. Schön ist auch der Blick auf das chinesische Festland sowie die Inseln Coloane und Taipa mit dem Flughafen Macaos.
Wieder zu ebener Erde liefen wir eine breite Allee entlang in Richtung Casino Lisboa. Da das Gebäude aber so überfüllt war, gingen wir gleich wieder hinaus. Jana taten vom vielen Laufen mittlerweile so die Füße weh, dass wir erst einmal eine Pause einlegten. Auf dem Rückweg zum Ferry Terminal kamen wir noch an der Fisherman's Wharf vorbei, einer Art Vergnügungspark ohne Eintritt, dafür müssen jedoch die Fahrgeschäfte extra gezahlt werden. Hier ist eine kleine Orient-Stadt nachgebildet, ein künstlicher Vulkan sowie ein chinesischer Palast. Man hat auch einen klasse Blick auf den Hafen und die spektakulären Brücken über der Hafeneinfahrt.
Gegen 19.30 Uhr ging dann unsere Fähre zurück nach Kowloon. Die Nachtfähre kostet nur unwesentlich mehr als tagsüber (175 HKD), so dass sich ein längerer Aufenthalt in Macao auf jeden Fall lohnt. Zurück im Ocean Center, kauften wir uns Weißbrot und Käse, die wir dann in unserem Hotelzimmer genüsslich verspeisten. Trotz leichtem Sonnenbrand, der Hitze, tausenden Mückenstichen und unserem winzigen Zimmer geht es uns richtig gut! :o)

Macao - Mount FortressMacao - Mount FortressMacao - Na Tcha TempleMacao - Senado SquareMacao - BibliothekMacao - A Ma TempleMacao - A Ma TempleMacao - Macao TowerMacao - PostboxMacao - Fishermans WharfMacao - Fishermans WharfMacao - Fishermans WharfMacao - Fishermans WharfHongkong - Hostel

Sonntag, 23. April 2006

Nachdem wir heute richtig ausgeschlafen hatten, klärten wir unsere letzten Fragen für die Rückreise bei der Tourist-Info. Dann schlenderten wir zum Kowloon Park und machten an einem kleinen Teich Rast, wo Thomas ein paar mitgebrachte Brotscheiben aß. Zwischendurch kamen zwei Inderinnen vorbei, von denen sich eine zu uns setzte und die andere ein Foto machen wollte. Als wir aus dem Bild gehen wollten meinten die nur »No, No, together!«. Wir also mit aufs Foto...
Nach dem Essen schlenderten wir zum Jademarkt und flanierten die Marktstände entlang. Thomas kaufte ein Paar chinesische Eßstäbchen aus Jade als kleines Geschenk für Zuhause. Jana war nun angesteckt und kaufte ebenfalls ein Paar sowie eine Kette aus Jade. Abschließend wollten wir noch einmal die Internet-Terminals der nördlich gelegenen Tourist-Info nutzen, hatten aber vergessen, dass heute Sonntag und damit Ruhetag ist. Also schlenderten wir die Nathan Road zurück zum Kowloon Park und weil es so heiß war gleich weiter zum Ocean Center. Hier ist es durch die Klimaanlagen schön kühl und wir beschlossen Tagebuch zu schreiben. Irgendwann wollte Jana ihre Eßstäbchen noch einmal anschauen und dabei ging prompt eines kaputt. Da Jade eigentlich recht hart ist, vermuten wir, dass es sich um eine billige Imitation z.B. aus Speckstein handelte. Im Laufe der Reise brachen übrigens alle Stäbchen, ein tolles Mitbringsel ist das also nicht!
Weil Jana allmählich kalt wurde, bummelten wir zur Avenue of Stars. Als wir uns dort auf eine Bank setzen wollten, kam ein Inder auf uns zu und sprach Thomas mit den Worten »You are a lucky man, very lucky... tomorrow veeery lucky« an. Abgesehen davon dass er recht hatte und wir morgen weiter nach Sydney fliegen, kam uns der Typ doch ziemlich spanisch vor. Wir gaben ihm zu verstehen, dass er uns in Ruhe lassen soll und gingen dann doch lieber noch ein paar Meter weiter, um unser Tagebuch fertig zu schreiben. Kaum saßen wir, sprach uns eine Chinesin an, die kaum Englisch konnte, dafür aber das für Touristen typische »Fotografieren-Zeichen« machte. Als wir dann nickten und Thomas ihre Kamera nehmen wollte um das Foto zu schießen, schüttelte sie den Kopf, setzte sich neben uns und gab die Kamera ihrer Freundin. Schon komisch plötzlich selbst Touristen-Attraktion zu sein – und das gleich 2x am Tag. Als wir Hunger verspürten, kauften wir uns ein letztes Mal unsere leckere Standardpizza, die wir auf der Avenue Of Stars vertilgten. Dann ging es zurück zum Hotel, wo Packen für den morgigen Weiterflug angesagt war.

Hongkong - Jade MarketHongkong - Ocean CentreHongkong - Kowloon ParkHongkong - Avenue Of StarsHongkong - Avenue Of Stars

Strecke per Flugzeug7372 km

Montag, 24. April 2006

Nachts um 3 Uhr war Thomas das erste Mal wach. Ursache: Blitze und Donner der Armageddon-Klasse. Jana schlief dagegen wie ein Murmeltier. Den Rest der Nacht prasselte der Regen kontinuierlich auf das Fensterbrett und gegen die Scheiben. Und auch als 6.45 Uhr der Wecker klingelte regnete es immer noch in Strömen, so dass wir unseren Tagesplan um 2 Stunden verschoben und uns noch einmal hinlegten. Gegen 10 Uhr verließen wir dann unser lieb gewonnenes Heim im Chunking Mansions.
Wir fuhren ein letztes Mal mit der Star Ferry nach Hongkong Island und stiegen dort in die »First Ferry« nach Mui Wo. Das kleine Dorf auf Lantau Island besteht fast nur aus einem Busbahnhof und einem Abstellplatz für hunderte Fahrräder. Von dort ging es mit der Buslinie 2 zum Big Buddha. Fähre und Bus fuhren jeweils ca. eine Stunde, wobei die letztere Fahrt mehr Übelkeit verursachte. Eine Serpentine jagte die nächste und der Fahrer überholte an Stellen, die in Deutschland mit 2 durchgezogenen Linien, 5 Warnschildern und 20 Blinklichtern versehen wären. Glücklicherweise erreichten wir alle unbeschadet den Big Buddha. Mit unseren großen Rucksäcken erklommen wir die Stufen zur Statue. Nachdem wir einige Fotos geschossen hatten, verfütterte Thomas seine letzten Süßigkeiten an Jana, bevor es wieder bergab ging. Am Fuße der Statue besichtigten wir noch kurz das Kloster Po Lin. Interessant war aber vor allem eine Baustelle, bei der das Baugerüst aus Bambus besteht. Ziemlich faszinierend, wie hoch man mit dem natürlichen Material kommt.
Anschließend nahmen wir den nächsten Bus zum Hongkong Airport. Zuerst gaben wir unsere Octopus-Card zurück und erhielten je 43 HKD Kaution zurück. Eigentlich hatte man uns gesagt, dass es 50 HKD sind, aber beim Zurückgeben wurden 7 HKD als »Bearbeitungsgebühr« einbehalten. Wie dem auch sei, nach kurzer Suche fanden wir unseren Check-In-Schalter und 2 Pacific Coffees. Die Betreiber hier waren etwas schlauer und gaben erst nach dem Kauf eines Getränks eine USB-Maus heraus. Jana bestellte also einen Tee und wir schrieben noch einige Tagebucheinträge. Nach einiger Zeit hatten wir Hunger und statteten McDonalds einen Besuch ab, wo wir einen Burger mit Reisbrötchen probierten. Nach dem Essen setzten wir uns in eine der unzähligen Wartelounges und stellten unser Handgepäck für den Flug zusammen. Anschließend gingen wir zum Check-In und warteten darauf, dass sich unser Schalter öffnete. Als das Qantas Logo an 5 Schaltern erschien stellten wir uns ganz vorne an einem Schalter an, aber wie es Murphys Gesetz so will, tat sich an allen anderen Schaltern etwas nur an unserem nicht. Unsere Mitarbeiterin nestelte stattdessen an ihren Unterlagen herum. 10 Minuten später öffnete dann auch sie und wir bekamen unsere Flugtickets. Nachdem wir die Passkontrolle hinter uns hatten, gönnten wir uns von unseren letzten Hongkong Dollar noch ein Burger King Menü. Uns blieben am Ende noch exakt 10 Pence übrig - wenn das nicht eine astreine Kalkulation ist :o). Im Duty-Free-Bereich standen mehrere Internet-Terminals an denen man kostenlos surfen konnte. Diese Gelegenheit nahmen wir natürlich gerne war und schrieben weitere Tagebucheinträge.
Dann ging es direkt zum Boarding. Im Flugzeug sitzend warteten wir gespannt auf unseren Abflug. Dieser verzögerte sich jedoch, da sich das Handgepäckfach hinter uns nicht schließen ließ. Das chinesische Bodenpersonal werkelte längere Zeit daran herum und klebte das Fach dann schließlich mit Klebeband und viel Liebe zu - mit samt den Gepäckstücken darin. Erst dann fiel ihnen auf, dass die Passagiere nicht mehr an ihre Habseligkeiten kommen. Also wurde alles wieder aufgerissen, das Gepäck herausgenommen und erneut verklebt. Die ganze Aktion brachte uns 15 Minuten Verspätung ein. Als wir endlich in der Luft waren gab es Abendessen und später schauten wir noch etwas TV (sehr beliebt war der Marsch der Pinguine) bis wir friedlich einschlummerten. Geweckt wurden wir mit einem britischen Frühstück, bevor der Flieger schließlich in Sydney aufsetzte. Australien, wir kommen!

Hongkong - Fhre nach Mui WoHongkong - Mui WoHongkong - Big BuddhaHongkong - Big BuddhaHongkong - Big BuddhaHongkong - Kloster Po LinHongkong - Kloster Po LinHongkong - Kloster Po LinHongkong - Kloster Po LinHongkong - Kloster Po LinHongkong - FlughafenHongkong - Flughafen