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Jana, Sascha, Anika & Antonia on Tour

Reisetagebuch

Strecke per Flugzeug16308 km

Montag, 9. April 2012

Nach etwa 30 Stunden kamen wir frühs um 5 Uhr Ortszeit endlich in Sydney an. Unser Gepäck hatten wir erstaunlich schnell und auch die Einreise-Formalitäten waren fix erledigt. An der Tourist-Info erkundigten wir uns wie wir am besten in die Stadt kommen und entschieden uns für den Zug. Von der Haltestelle »Museum« waren es dann nur noch wenige Meter zu unserem Hotel »Metro on Pitt«. Zum Einchecken war es allerdings noch viel zu früh und so stellten wir nur unser Gepäck ab und stiefelten los, um die Stadt zu erkunden. Durch den Hyde Park (vorbei am ANZAC Memorial und dem Archibald Fountain) ging es weiter zu den Royal Botanic Gardens. Wir bewunderten die exotischen Pflanzen und sahen plötzlich eine dicke fette Spinne über dem Weg hängen. Pfui, ganz schön eklig! Nur ein paar Schritte weiter hörten wir einen ziemlichen Krach aus den Baumwipfeln. Aber statt Vögeln hingen dort hunderte Fledermäuse. Als wir gerade Fotos machten, kam ein Australier vorbei und meinte: »You should shoot them with a gun, not with your camera!«. Die Viecher sind hier nämlich nicht sonderlich beliebt, da sie mit ihrem Kot und ihrer Gefräßigkeit ganze Bäume zum Absterben bringen. Wir liefen also weiter bis zu Mrs. Maquaries Point. Von hier kann man auch den ersten Blick auf das imposante Opernhaus erhaschen. Sascha war ganz begeistert, denn die Oper sieht in echt noch viel viel toller aus als auf Postkarten. An der Oper angekommen konnten wir gleich an der 9 Uhr Führung teilnehmen und so auch einen Blick in die verschiedenen Säle werfen. Unsere Führerin war eine ziemliche Schnabbeltasche und nur schwer zu ertragen. Wieder draußen genossen wir daher umso mehr die Ruhe am Opera Quay bei Kaffee, Brownie, Obstsalat und schönstem Sonnenschein. Weiter ging es dann entlang des Circular Quay und hinein in das Herz von The Rocks. Lustigerweise gibt es hier ein Löwenbräu-Restaurant, in dem man Haxen und andere bayrische Köstlichkeiten futtern kann. Eine Maß Bier kostet allerdings stolze 22 AUD, das ist mal eben der doppelte Oktoberfestpreis! Wir schlummsten weiter zum Bridge Climb Büro, wo wir eigentlich für den nächsten Morgen eine Brückenbesteigung buchen wollten. Weil aber das Wetter schlechter werden sollte, buchten wir kurzentschlossen für 14 Uhr. Bis dahin waren es noch zwei Stunden, also stiefelten wir die Treppen zu den Piers an der Walsh Bay hinunter und schlenderten durch die alten Hafenanlagen. Danach machten wir es uns im Schatten gemütlich und futterten einen Wrap. Kurz vor 14 Uhr waren wir dann zurück am Bridge Climb und bekamen unsere schicken grau-blauen Anzüge. Die Kontrollen sind recht strikt, und man darf wirklich nichts mit hochnehmen, was herunterfallen könnte, also auch keine Kamera. Unser Guide war ein echt lockerer Typ, der immer einen lustigen Spruch drauf hatte und sich viel Zeit nahm. Unterwegs machten wir einige Stopps für Erklärungen und Fotos. Gegen 17.30 Uhr waren wir dann wieder unten und schlenderten erst einmal zum Hotel um einzuchecken. Dann suchten wir ein Restaurant und landeten bei einem Koreaner. Das Essen war nicht überragend, aber ok. Danach waren wir ziemlich k.o. vom Jetlag und packten uns gegen 21 Uhr ins Bett.

Sydney - Hyde ParkSydney - Royal Botanic Gardens - SpinneSydney - Royal Botanic GardensSydney - Royal Botanic Gardens - FledermuseSydney - Royal Botanic Gardens - FledermuseSydney - Royal Botanic GardensSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera HouseSydney - Opera QuaiSydney - Walsh BaySydney - Walsh BaySydney - Walsh BaySydney - Walsh BaySydney - Harbour Bridge - Bridge Climb

Strecke per Bus12 kmStrecke per Schiff12 km

Dienstag, 10. April 2012

Jana war bereits um 4 Uhr nachts wieder putzmunter, aber Sascha schlummerte noch friedlich. Um 7 Uhr weckte sie ihn dann doch schon vor dem Wecker auf und wir gingen hinunter zum Frühstück. Das englische Frühstück ist ja naturgemäß nicht so der Brüller, aber ein paar Cornflakes und Toast gab es immerhin auch. Dann besichtigten wir zuerst die St. Mary's Cathedral und beeilten uns zum Circular Quay zu kommen, um die Fähre nach Watson's Bay zu erwischen. Kaum waren wir an Bord, zischte der Katamaran auch schon los und nach nur 15 Minuten erreichten wir unser Ziel. Vom Gap Park genossen wir den tollen Blick auf die Steilküste und den Pazifik. Zwischen ein paar Baumwipfeln schaute dann das Dach der kleinen Kirche aus Roxette's »Church of Your Heart«-Video heraus, nach der Jana schon Ausschau gehalten hatte. Es sah schon nach einem Umweg aus, aber nach einigem Hin und Her stapfte Sascha voraus und schon bald standen wir dann doch davor. Die Tür war zwar verschlossen, aber eine nette Frau, die mit ihrem Mann auf dem Gelände Baumwurzeln entfernte, ließ uns freundlicherweise hinein. Ja, da werden Kindheitserinnerungen wach! :o) Nur ein kleines Stück die Straße hinauf erreichten wir wieder den Weg entlang der Steilküste. Nur wenige Menschen kamen uns entgegen. Der raue Wind war dafür unser stetiger Begleiter. Vorbei an Fußball spielenden Mädchen erreichten wir den kleinen Leuchtturm von Vaucluse, wo wir kurz Rast machten. Dann bog der Weg von der Küste ab und ging über einen kleinen Bach, der sich als Wasserfall-Rinnsal ins Meer ergoss. Hier sahen wir die ersten größeren Villen, aber danach kamen immer mehr - die Gegend scheint in den letzten Jahren Spielwiese für Architekten gewesen zu sein. Von einem kleinen Park im Wohngebiet von Dover Heights hatten wir noch einmal einen tollen Blick auf die Skyline von Sydney, die Brücke und die Oper. Danach ging es wieder zurück an die Steilküste, wo wir für ein paar Fotos einen kleinen Wachhund wild machten. Alsbald begann der Abstieg zum Bondi Beach, der aufgrund des starken Windes von sehr wenigen Gästen besucht war. Immerhin zwei Surfgruppen übten am Strand. Wir spazierten barfuß durch die Wellen. In einem kleinen Café stärkten wir uns dann mit einer Portion Pommes. Danach bummelten wir eine Ladenzeile entlang, als uns schlagartig einfiel: Wir hatten die Kamera in dem Café hängen gelassen! Gerade als Jana sich umdrehte um zurückzusprinten, stand plötzlich der nette Kellner vor uns und überreichte uns die Kamera mit einem breiten Lächeln. Glück gehabt! Dann nahmen wir den Bus, um zurück in den Central Business District zu fahren. Die geforderten 9 AUD wollten wir mit einem 50 Dollarschein bezahlen. Aber der Fahrer wollte ihn nicht annehmen mit den Worten: »Uuh, too big«. Wir konnte noch 7 AUD in Münzen zusammenkratzen und so gab er uns das Ticket eben billiger. Das sollte einem mal in Deutschland passieren ;-)! Wir kamen wieder am Hotel an und trafen Vorbereitungen für unsere Fahrt in die Blue Mountains. Die von der Rezeption angebotenen Fahrten fanden wir viel zu kommerziell und High'n'Wild bot seine Abseiling-Wasserfalltouren nicht an, da es zu kalt sei. Also buchten wir uns einen Mietwagen für Donnerstag (wegen des vorhergesagten besseren Wetters an diesem Tag). Danach schlenderten wir zum Darling Harbour, um ein Restaurant für den Abend zu finden. Wir entschlossen uns schließlich für das »Criniti« im Harbourside-Einkaufszentrum, wo wir sehr angetan von unserem italienischen Essen waren. Dann bummelten wir gut gesättigt zurück in unser Hotel und fielen müde in unser Bett.

Sydney - Circular QuaySydney - FerrySydney - FerrySydney - FerrySydney - FerrySydney - FerrySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - Watsons BaySydney - VaucluseSydney - VaucluseSydney - VaucluseSydney - VaucluseSydney - VaucluseSydney - VaucluseSydney - Dover HeightsSydney - Dover HeightsSydney - Dover HeightsSydney - Dover HeightsSydney - Bondi BeachSydney - Bondi BeachSydney - Bondi BeachSydney - Bondi BeachSydney - Bondi Beach

Mittwoch, 11. April 2012

Nachdem wir beide (!) gut ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, gingen wir los in Richtung Darling Harbour. Als erstes besuchten wir das IMAX Theatre, wo wir »Born To Be Wild« in 3D sahen. Der Film wurde auf der größten Leinwand der Welt gezeigt, und war eine Dokumentation über Elefanten- und Orang-Utan-Babys bzw. deren Aufzucht bis zur Auswilderung. Nach dieser spannenden Doku gingen wir direkt in den Chinese Garden of Friendship, eine kleine grüne Oase inmitten der Großstadt. Hier wird den Besuchern einiges geboten: Wir lernten ein paar Brocken Chinesisch, schauten Kindern beim Kung-Fu zu und wollten uns in chinesischen Kleidern fotografieren lassen (hatten aber nicht mehr genug Bargeld dafür in der Tasche). Nach dieser Erholung stürzten wir uns in die Paddy's Markets, einer Markthalle für Touristennepp. In einer Ecke fanden wir einige Obststände, wo wir uns mit Weintrauben eindeckten. Dann machten wir einen Abstecher zur Ian-Thorpe-Schwimmhalle, die sehr hell und schön aussah und wohl erst vor kurzen fertig geworden ist. Im Darling Park machten wir eine kurze Weintraubenpause und schlenderten weiter ins Harbourside-Einkaufszentrum, um ein Medikament gegen Janas aufziehende Erkältung zu kaufen. Danach besuchten wir das Sydney Aquarium. Dort sahen wir als erstes einen kleinen Platypus schwimmen, der aber leider viel zu schnell fürs Foto war. Aber es gab noch mehr Tiere zu sehen. Neben vielen kleinen und großen Fischen faszinierten uns vor allem die Haie und Rochen sowie riesige Krabben. Wir waren fast 2 Stunden am Staunen und Schauen. Als wir herauskamen, dämmerte es schon langsam. Wir liefen in Richtung City und kamen am Queen Victoria Building vorbei - eine wahrlich königliche Shopping Arcade. Leider schlossen gerade alle Läden. Auf der Suche nach einem Sushi-Restaurant durchkämmten wir den Foodcourt im Untergeschoss, aber auch hier machte schon alles zu. Die unterirdische Mall ist jedoch so riesig, dass wir erst wieder in der Pitt Street nach oben kamen und hier prompt einen Sushi-Laden fanden. Wir stellten noch schnell unsere Sachen im Hotel ab und kehrten dann zurück zum Sushi Train. Wir futterten einige Sushis, aber um richtig satt zu werden war es eigentlich zu teuer. Also gingen wir im Anschluss noch bei einem kleinen Schoko-Laden vorbei, den wir schon einige Male ins Auge gefasst hatten. Die heiße Schokolade und der Tiramisu-Kuchen waren super lecker. Gegen 22 Uhr fielen wir dann müde ins Bett.

Sydney - IMAX TheatreSydney - IMAX TheatreSydney - Darling HarbourSydney - Darling HarbourSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - Chinese Garden of FriendshipSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - AquariumSydney - Queen Victoria BuildingSydney - Queen Victoria Building

Strecke per Auto225 km

Donnerstag, 12. April 2012

Pünktlich um 7 Uhr saßen wir beim Frühstück um dann um 8 Uhr unseren Mietwagen in der Nähe des Hyde Parks abzuholen. Der Papierkram war schnell erledigt und dann stürzten wir uns in Sydney's chaotischen Verkehr. Als wir den Highway erreicht hatten ging es deutlich besser voran. Gegen 10 Uhr erreichten wir Wentworth Falls Conservation Hut in den Blue Mountains, wo wir unsere erste Wanderung starten wollten. Wir kauften eine Wanderkarte und mussten noch telefonieren, um unsere Bustour für Samstag zu bestätigen. Die Frau an der Info gab uns freundlicherweise ihr Telefon. Der Ton war jedoch so leise, dass man kaum etwas verstehen konnte. Wir beschlossen erst einmal zu wandern und es später noch einmal zu versuchen. Wir stiegen die zahlreichen Treppen zu den Empress Falls hinab, mitten hindurch durch den wunderbaren Regenwald. Schon auf halbem Weg hörten wir laute Stimmen und schon bald sahen wir eine Abseiling-Gruppe am Wasserfall. Genau hier wollten wir mit High'n'Wild ja auch unsere Tour machen, aber es war uns gesagt worden, es sei zu kalt. Schon komisch! Naja, so schauten wir den anderen immerhin eine Weile zu. Dann stiefelten wir die Treppen wieder hinauf und trafen unterwegs eine nette Familie aus Deutschland. Weiter ging es dann mit dem Auto nach Katoomba und zum Echo Point. Nach etlichen Fotos von den Three Sisters stürmten wir das Info-Center, um noch einen Telefon-Versuch zu starten. Auch hier ließ man uns telefonieren und so konnten wir endlich unsere Tour für Samstag bestätigen. Danach fuhren wir zur Scenic World, von wo wir unsere zweite Wanderung starten wollten. Auch hier führte ein schöner Weg mit zahlreichen Treppen (Furber Steps) nach unten in den Regenwald. Nach ungefähr einer Stunde erreichten wir die Talstation der Scenic Railway, mit der wir wieder nach oben fahren wollten. Auf einem Schild stand: »Pay at the top«. Jana wurde käseweiß und die nackte Angst stand ihr ins Gesicht geschrieben, da wieder hoch laufen zu müssen. Irgendwann fiel uns dann auf, dass man die Railway (übrigens die steilste der Welt) auch ohne Ticket benutzen darf und dann eben oben zahlt. Jana war sehr erleichtert. Mit dem ehemaligen Kohlezug ging es also den Berg hinauf, unter anderem durch einen 80 m langen natürlichen Felstunnel. Wieder oben fuhren wir nun zur Wentworth Falls Picnic Area, von wo wir unsere dritte Wanderung starteten. Wir wanderten zum Fletchers Lookout, von wo man einen tollen Blick auf die Wasserfälle hat. Noch ein Stück weiter kamen wir am Weeping Rock vorbei und standen schließlich oben auf den Wentworth Falls. Dann kehrten wir um und nahmen den Undercliff Walk zurück zum Parkplatz. Hier läuft man einen Großteil des Weges unter den überhängenden Felsen. Außerdem hat man einen tollen Ausblick auf das Tal. Als wir zurück am Auto waren dämmerte es bereits. Wir fuhren nach Leura und hielten Ausschau nach einem Restaurant für das Abendessen. Wir fanden ein Thai-Restaurant und das Essen war echt super lecker! Jana hatte eine Tom-Ka-Gai Suppe und ein gelbes Curry mit Ente. Sascha hatte Satay-Spießchen und ein rotes Curry mit Hühnchen. Danach machten wir uns zurück nach Sydney. Jana fuhr bis Parramatta, war dann aber so müde, dass Sascha übernehmen musste und so sein erstes Links-Fahr-Erlebnis hatte. Zurück in Sydney tankten wir und fragten im Hotel nach einem Parkplatz, denn den Wagen sollten wir erst am nächsten Morgen zurückbringen. Im Hotel empfahlen sie uns ein Parkhaus für 30 AUD. Wir fanden dann aber doch selbst einen Parkplatz am Hyde Park für nur 1 AUD.

Blue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue MountainsBlue Mountains - Unser Mietwagen

Freitag, 13. April 2012

Sascha brachte um 8 Uhr das Auto zurück und dann frühstückten wir. An unserem letzten Tag in Sydney wollten wir noch ein paar Museen besichtigen und Dinge anschauen, die wir bisher nicht geschafft hatten. Wir starteten mit den Hyde Park Barracks, wo man einen guten Einblick in das Leben der frühen Sträflinge und Siedler bekommt. Danach schlenderten wir zum Conservatorium of Music und dem Government House. Dort verbrachten wir eine ganze Weile im angrenzenden Garten und genossen den Blick auf den Hafen. Danach bahnten wir uns den Weg durch The Rocks, um über die Harbour Bridge zu laufen. Am Pylon Lookout stoppten wir, denn beim Bridge Climb hatten wir ein Ticket hierfür erhalten. Hier gab es etliche Schautafeln mit Infos zum Bau der Brücke und von oben hat man einen tollen Blick auf die Oper und natürlich auf die Bridge Climber auf dem Bogen der Brücke. Auf der anderen Seite am Milsons Point angekommen, saßen wir noch eine Weile am Hafen und machten uns dann auf zum Luna Park. Mit den Karussells fuhren wir zwar nicht, aber wir schauten einer Tanzgruppe zu und futterten Wedges und einen griechischen Salat. Da es nun schon wieder Nachmittag war, liefen wir schnell zurück über die Brücke und spuckten unterwegs noch in den Hafen, als Symbol dass wir wiederkommen werden. Im Queen Victoria Building schauten wir noch im »MyWalit« Laden vorbei (Janas Lieblingsmarke für Portemonnaies) und schlenderten dann zum Wildlife Center, wofür wir bereits ein Kombiticket am Aquarium gekauft hatten. Entsetzt stellten wir fest, dass es bereits geschlossen war. Wir waren davon ausgegangen, dass es wie das Aquarium bis 20 Uhr geöffnet ist, aber es schließt bereits um 17 Uhr. Wir fragten am Aquarium, ob man das Ticket zurückgeben kann und tatsächlich bekamen wir das Geld zurückerstattet. Echt nett! Wir brachten unseren Rucksack zurück ins Hotel und schlenderten dann zu dem griechischen Restaurant, welches wir uns schon einige Tage zuvor für den letzten Abend in Sydney ausgeguckt hatten. Das Essen war echt fantastisch. Jana hatte einen Lamm-Spieß mit Pommes, Tsatsiki und Fladenbrot und Sascha ein vegetarisches Mousaka. Dann machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel, aber 3 Ampeln weiter merkten wir, dass wir schon wieder unsere Kamera hängen lassen hatten. Sascha sprintete zurück und kam kurz darauf mit der Kamera in der Hand zurück. Puh, erneut Glück gehabt! Zurück im Hotel packten wir noch unsere sieben Sachen, denn am nächsten Morgen sollte unsere 15-tägige Busreise quer durch den Kontinent starten.

Sydney - Hyde Park BarracksSydney - Hyde Park BarracksSydney - Government HouseSydney - Government HouseSydney - Government HouseSydney - Government HouseSydney - Government HouseSydney - Pylon LookoutSydney - Pylon LookoutSydney - Pylon LookoutSydney - Pylon LookoutSydney - Pylon LookoutSydney - Pylon LookoutSydney - Pylon LookoutSydneySydneySydneySydney - Luna ParkSydney - Luna ParkSydney - Lindt Caf

Strecke per Bus500 km

Samstag, 14. April 2012

6.15 Uhr wurden wir am Base Backpackers von Shelley abgeholt, die bis Adelaide unser Tourguide sein würde. An einem anderen Hostel holten wir noch Ruth, Maria und Stuart ab und damit war unsere kleine Reisegruppe für die nächsten Tage auch schon komplett. In Mittagong machten wir unsere erste Pause an einer kleinen Bäckerei und fuhren dann weiter zum fast leeren Lake George bzw. einem Lookout hoch über dem See. Weiter ging es dann nach Canberra, wo wir als erstes das Parliament House besichtigten. Dann fuhren wir in die Stadt und aßen Mittag in einem Einkaufszentrum. Anschließend hatten wir die Wahl, ob wir das War Memorial, das National Museum oder die Münze besichtigen wollten. Wir entschieden uns für das Australian War Memorial. 30 Minuten waren hierfür zwar viel zu kurz, aber einen ersten Eindruck bekam man schon. Danach fuhren wir weiter in Richtung Snowy Mountains. In Cooma machten wir einen weiteren Stopp. Hier schien auch die Sonne und plötzlich kam Sascha mit einem Geburtstagsküchlein und einer heißen Schokolade für Jana um die Ecke. Hmm :o)! Nun war es nicht mehr weit bis zum Kosciuszko National Park und Thredbo, wo wir heute übernachten würden. Beim Check-In im »River Inn« bekamen wir sogar ein Upgrade von Dorm auf Doppelzimmer wegen Janas Geburtstag. Bis zum Abendessen war es noch eine Stunde hin und so erkundeten wir mit Ruth den Ort und einen kleinen Rundweg entlang eines Baches. Dabei warfen wir auch einen Blick in die Schwimmhalle des Ortes, wo Kinder auf einer 10 Meter langen aufblasbaren Wurst turnten und dabei immer wieder ins Wasser plumpsten. Very funny! Zum Abendessen gab es einen riesigen Hamburger mit Pommes und Nudelsalat. Und wegen Janas Geburtstag bekamen wir alle noch einen Brownie mit Eis zum Nachtisch und in Janas Portion steckte sogar noch eine Kerze und ein »Happy Birthday« Schildchen. Dann rief uns Shelley zu einer weiteren Überraschung. Sie legte einen Ski mit 4 kleinen Löchern auf 2 Stuhllehnen. In jedes Loch kam ein kleiner Becher mit Portwein und 4 von uns mussten sich hinter den Ski stellen. Dann hoben Jana und Stuart (die beiden äußeren) den Ski an und kippten ihn nach vorne, so dass alle den Becher auf Ex austrinken mussten. Danach folgte noch eine Runde. Die Stimmung war gerade schon lustig, da knipste Shelley einen Knopf an einem der vielen Geweihe an, die hier an der Wand hingen und ein Rentier begann zu singen. Danach gingen wir auf Wombat-Jagt. Wir waren zwar nicht erfolgreich, aber lustig war es allemal mit der Taschenlampe durchs Dunkle zu irren. Gegen 21 Uhr waren wir dann alle in den Betten verschwunden.

Lake GeorgeLake GeorgeCanberra - Parliament HouseCanberra - Parliament HouseCanberra - Parliament HouseCanberra - Parliament HouseCanberra - Parliament HouseCanberra - Parliament HouseCanberra - Australien War MuseumCanberra - Australien War MuseumCanberra - Australien War MuseumCanberra - Australien War Museum

Strecke per Bus360 km

Sonntag, 15. April 2012

Halb acht trafen wir uns alle zum Frühstück, bei dem das Rentier ein weiteres Lied zum Besten gab. Eine Frau schaute ungläubig zu, schüttelte dann nur mit dem Kopf und sagte »definetely American!« :o) Danach packten wir unsere Sachen in den Bus und liefen zur Seilbahn, die uns hinauf auf den Bergrücken bringen sollte. Von dort wanderten wir noch 6,5 km bis zum höchsten Berg Australiens, dem Mount Kosciuszko mit 2228 m. Der Weg war gut ausgebaut und eher flach, aber der kalte Wind setzte uns zu. Die sanft gewellten Gipfel boten ein karges Bild mit ihren Granitmurmeln und nur wenigen flachen Büschen. Vom Gipfel bot sich ein eindrucksvoller Blick auf die Snowy Mountains, die allerdings noch nicht von Schnee bedeckt waren. Der Weg zurück war deutlich angenehmer, da nun die Sonne schien und der Wind nicht mehr so doll blies. Zurück in Thredbo bestiegen wir unseren Bus und fuhren nach Jindabyne, wo es Pizza zum Mittag gab. Danach fuhren wir weiter durch Viehweiden und über die älteste Holzbrücke Australiens. An einer alten Schule machten wir halt, aber diese war verschlossen. Durch das Fenster konnten wir dennoch einen Blick hineinwerfen auf die alten Schulbänke. Eine neue Schule stand direkt daneben und sah verblüffend ähnlich aus - warum auch ein bewährtes Konzept ändern? ;o) Danach erreichten wir Victoria, das waldiger und grüner aussah. In Cann River gab es eine Kaffeepause und Jana hatte eine sehr sehr leckere Chai Latte. Hmmm! Etwas weiter lag plötzlich Nebel und deutlicher Brandgeruch in der Luft. In der Tat brannte der Wald neben der Straße. Wie uns Shelley erklärte werden von Zeit zu Zeit kontrollierte Brände entfacht - sogenannte Burning Offs - die das Unterholz reduzieren sollen und somit unkontrollierte Brände verhindern sollen. Erst in der Dunkelheit erreichten wir unser heutiges Ziel Lakes Entrance, wo wir in einem Motel übernachteten. Das Motel ist Treffpunkt für Veteranen, die dort auch z.T. auf freiwilliger Basis arbeiten. Nach einem überreichlichen Abendessen (Fish & Chips bzw. mit Käse überbackenes Hähnchen) fielen wir müde ins Bett.

Mount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount KosciuszkoMount Kosciuszko

Strecke per Bus509 km

Montag, 16. April 2012

Heute hieß es früh aufstehen für den Sonnenaufgang in Lakes Entrance. Halb sechs klingelte der Wecker und wer wollte konnte so früh auch schon frühstücken (Sascha ja, Jana nein :o). Halb sieben ging es dann mit dem Bus bis zu einer langen Fußgängerbrücke, die über einen der Lakes zum Strand am Meer führt. Die Sonne ging gerade auf und bot ein spektakuläres Panorama mit all den Vögeln, die auch schon unterwegs waren. Der Sand am Strand war noch ganz kalt wie auch das Wasser. Zum Baden ist das nix! Auf dem Rückweg über die Brücke begleitete uns ein Pelikan ein Stück. Dann fuhren wir ein gutes Stück bis nach Stratford, wo wir für ein zweites Frühstück und zum Tanken anhielten. Das »Tickling Turtle Café« war wirklich super. Wir bestellten Spiegelei auf Toast, aber statt Toast gab es frisches selbst gebackenes und angebratenes Baguette. Die nette Lady kam aus Neuseeland und sammelte offensichtlich alles was mit Schildkröten zu tun hat (Kuscheltiere, Figuren usw.). Weiter gings. Kurz hinter dem Städtchen Sale besichtigten wir die Swinging Bridge - eine alte Holzbrücke die man zur Seite drehen kann, wenn ein Schiff passieren will. Unser nächster Stopp war gegen Mittag in Foster. Hier kauften wir im Supermarkt etwas Obst und Brot. Die Stadt hieß früher Stockyard Creek und erlebte einen Goldrausch in den 1870er Jahren. Über 3 Tonnen des Edelmetalls wurden hier gefunden. Da davon wohl leider nichts mehr übrig ist, fuhren wir weiter zum Wilsons Promontory National Park. Am Eingang hielten wir an einer Wiese, wo oft Kängurus und Emus grasen. Aber jetzt war nichts zu sehen. Wir liefen ein Stück weiter, aber immer noch nichts. Shelley meinte: »das gibt's doch nicht, die sind sonst immer hier!«. Als wir fast schon aufgeben wollten, sahen wir plötzlich 2 Emus in der Ferne. Und dann Kängurus: 2, nein 4! Und dann noch mehr. Wir gingen näher ran und machten Fotos. Dann fragte jemand: »Was passiert eigentlich, wenn man auf einen Emu zurennt?« Darauf Shelley: »Probiers doch aus!«. Das war das Stichwort für Sascha, der plötzlich alles stehen und liegen ließ und hinter einem Emu herflitzte. Wir lachten uns kaputt und das Emu schaute ganz irritiert als es endlich wieder in Ruhe gelassen wurde. Weiter ging es mit dem Bus zu einem Verkehrsschild mit Känguru, Koala und Wombat, wo wir Fotos machten. Von dort war es nicht mehr weit zum Squeaky Beach, wo wir eine kleine Wanderung starteten. Shelley begleitete uns noch entlang des Strandes und kehrte dann um, um den Bus auf die andere Seite eines Hügels zu bringen. Wir anderen erklommen ihn stattdessen zu Fuß und genossen den Ausblick auf das türkisblaue Meer. Auf der anderen Seite wartete Shelley an der kleinen Brücke über den Tidal River auf uns. Dann zeigte sie uns Wombat-Höhlen. Die Tiere sahen wir aber nicht, denn die schlafen normalerweise tagsüber. Weiter ging es dann nach Melbourne mit nur noch 2 kurzen Stopps zum Tanken und an einem Holz-Aussichtsturm. Als wir in Melbourne ankamen dämmerte es schon. Wir bezogen unser Zimmer im Normads Hostel. Diesmal ein 8-Bett-Dorm und zudem mit 4 Fremden, die hier schon ihr Schlachtfeld ausgebreitet hatten. Ruth, die nur bis Melbourne mit uns fuhr, hatte zufällig das gleiche Hostel gebucht. Sie war zwar in einem anderen Zimmer, aber den Abend verbrachten wir alle zusammen. Shelley musste noch den Bus nach St. Kilda bringen und so trafen wir uns um 21 Uhr in der Lobby. Gemeinsam schlenderten wir zum Yarra River, wo es zahllose Restaurants gibt. Wir entschieden uns für italienische Küche mit Pizza und Gnocchi. Im Anschluss zogen wir weiter, um noch etwas vom Comedy Festival mitzubekommen. In einer kleinen Bar bekamen wir gerade noch den letzten Auftritt mit. Nachdem wir noch etwas in der Kneipe gesessen hatten, ging es wieder zurück zum Hostel. Kurz nach Mitternacht waren wir dann im Bett - wenn man die wackeligen, quietschenden Stahlrohrkonstruktionen überhaupt so nennen kann.

Lakes Entrance - MotelLakes Entrance - SonnenaufgangLakes EntranceLakes Entrance - PelikanWilsons Promontory National ParkWilsons Promontory National ParkWilsons Promontory National ParkWilsons Promontory National ParkWilsons Promontory National ParkWilsons Promontory National ParkWilsons Promontory National ParkMelbourneMelbourneMelbourneMelbourne

Dienstag, 17. April 2012

Kurz vor 8 Uhr war die Nacht zu Ende. Zunächst stand Wäsche waschen auf dem Programm und trotz anfänglicher Bedenken packten wir die frische Wäsche auch gleich noch in den Trockner. Dann gingen wir hinunter in die Lobby zum Frühstück und bekamen dieses im Gegensatz zu den meisten anderen Hostel-Bewohnern sogar umsonst (da wir über Adventure Tours eingecheckt waren). Mit zwei Toast, einer kleinen Schüssel Cornflakes und einem Orangensaft war es zwar nicht allzu reichlich, aber dennoch besser als nichts. Kurz vor 10 Uhr stieß dann Shelley zu uns und wir zogen los, um Melbourne zu erkunden. Mit der kostenlosen City Circle Tram, deren Waggons sicher schon einige Jahrzehnte gesehen haben, ging es einmal halb um die Innenstadt bis zum Federation Square. In dem futuristischen Gebäudekomplex besuchten wir die Tourist-Info, wo uns Shelley einen schönen Rundweg durch die Stadt raussuchte. Wir besuchten die St. Pauls Cathedral und bahnten uns dann den Weg durch die kleinen, teils überdachten Gässchen und Arkaden mit ihren kleinen Läden und hübschen Straßencafés. An einem Haigh's Schokoladen-Laden kamen wir einfach nicht vorbei und kauften eine Tüte Berry Chocs - kleine Schokokugeln mit einer fruchtigen Beerenfüllung. Hmmm, lecker! Weiter ging es durch Chinatown bis zu einem alten Haus, auf dessen Dach sich eine Bar befindet. Hier genossen wir die Aussicht über die Stadt mit ihren alten Häusern und glänzenden Hochhäusern bei einem kühlen Trink, der mehr als willkommen war an diesem warmen, fast wolkenlosen Tag. Von hier erhaschten wir auch einen ersten Blick auf das Central Shopping Centre, dessen riesiger Glaskegel um den Turm einer alten Munitionsfabrik gebaut ist. Von innen war es dann noch spektakulärer. Neben dem Dach bietet es außerdem noch eine zweite Attraktion: eine riesige Taschenuhr die sich immer zur vollen Stunde (oder besser gesagt immer genau 2 Minuten danach :o) öffnet und einige musizierende Figuren freigibt. Nachdem wir das Schauspiel gesehen hatten, stärkten wir uns mit einer Portion Sushi und setzten dann unseren Rundweg durch die kleinen Gässchen und Arkaden fort. Im Manchester Unity Building sahen wir die erste Rolltreppe Australiens und unsere spontane Fahrt damit endete im ersten Stock vor der Glastür einer großen Zahnarztpraxis. Darauf konnten wir heute gut verzichten und fuhren mit einem altehrwürdigen Aufzug wieder hinunter. Unser Rundweg endete wieder am Federation Square, wo wir am zentralen Bahnhof Flinders Street Station Fahrkarten für die Straßenbahn kauften. Wir fuhren zum Botanischen Garten und waren ganz entzückt, als dort am Eingang ein Kookaburra regelrecht posierte für unsere Kameras. Wir schlenderten durch den Park, bestaunten die exotischen Pflanzen und machten es uns auf dem Rasen gemütlich. Auch die Kakteen boten durchaus lustige Fotomotive. Als es schon langsam dämmerte, stiegen wir noch einmal in die Straßenbahn und fuhren nach St. Kilda, dem Stadtstrand von Melbourne. Bei unserer Ankunft versank gerade die Sonne glühend rot im Meer. Wir spazierten den Strand entlang bis zu einer Mole, wo man morgens und abends eine Kolonie Zwergpinguine beobachten kann. Leider wimmelte es hier eher von Menschen als von Pinguinen. Doch dann hörten wir ein zeterndes Geräusch aus dem Gebüsch. Etliche Leute blitzten das arme Tierchen voll ab! Echt schrecklich. Als wir dann gehen wollten, sahen wir plötzlich doch noch 2 kleine Pinguine auf der Mole sitzen. Putzig! Dann war es Zeit für das Abendessen. Wir fanden ein italienisches Restaurant und ließen es uns gut gehen, bis wir recht spät mit der Straßenbahn zurück zum Hostel fuhren.

Melbourne - TramMelbourne - TramMelbourneMelbourneMelbourneMelbourneMelbourne - Botanical GardenMelbourne - Botanical GardenMelbourne - Botanical GardenMelbourne - Botanical GardenMelbourne - Botanical Garden

Strecke per Bus288 km

Mittwoch, 18. April 2012

Kurz nach 6 Uhr klingelte unser Wecker. Wir packten unsere Sachen, duschten und gingen dann zum Frühstück. Pünktlich um 7.20 Uhr stand Shelley mit dem Bus vor der Tür. Und schwups war unsere Gruppe von 5 auf 18 angewachsen. In Torquay - wo wir unseren ersten Coffee Stopp machten - startet auch die Great Ocean Road, die wir den Rest des Tages entlang fuhren. Am bei Surfern berühmten Bells Beach machten wir eine kleine Strandwanderung und hielten Ausschau nach den wagemutigen Sportlern. Da die Wellen aber heute vergleichsweise klein waren, paddelten nur 2 einzelne Surfer im Wasser. Unseren nächsten Halt machten wir am Kennett River Holiday Park, einem Campingplatz. Die hiesige Attraktion hängt allerdings in den Bäumen. Koalas in freier Wildbahn! Und es gibt hunderte freche Papageien, die hier so zutraulich sind, dass man sie schnell auf dem Arm oder Kopf sitzen hat. Ein schöner Ort war Lorne, wo wir aber leider nicht anhielten. Hier gab es einen Trampolin-Park, den wir gerne ausprobiert hätten. Zum Mittag hielten wir in Apollo Bay, kauften ein paar Postkarten und hielten Ausschau nach etwas Essbarem. Da kam uns ein Café mit dem Werbeschild »Healthy Food« gerade Recht. Bisher stand ja eher Burger, Fish & Chips usw. auf unserem Speiseplan. Da freuten wir uns über die leckere Gemüsesuppe und eine Chicken-Tortilla. Nach dem Essen fuhren wir ein ganzes Stück bis zum Otway Fly Treetop Walk - einem Rainforest Center, wo ein Boardwalk bis hinauf zu den Baumwipfeln führt. Einfach herrlich! Die Bäume sind unglaublich hoch und die Farne sehen von oben fantastisch aus. Weiter ging es zum Gibson Beach, wo man bereits 2 der 12 Apostel sehen kann. Hier hatte einst ein Farmer Stufen in die Steilküste gehauen, die sogenannten Gibson Steps. Die Sonne stand schon recht tief, als wir eine halbe Stunde am Strand entlang liefen. Wow. Hier ist es unglaublich schön! Dann stiegen wir wieder hinauf um zu einem weiteren Lookout zu fahren, wo man 8 1/2 der Twelve Apostel sieht (einer ist 2005 abgebrochen). Hier blieben wir bis die Sonne schließlich untergegangen war. In Princetown besuchten wir den Pub für unser Abendessen. Es gab Hähnchenschnitzel mit Pommes und Salat. Danach fuhren wir nach Port Campbell, wo wir unser Hostel bezogen. Das war richtig ordentlich und sauber und die Betten knarzten auch nicht :o). Den Abend ließen wir dann im Pub um die Ecke ausklingen bei Bier und Cider.

Great Ocean Road - Bells BeachGreat Ocean Road - Bells BeachGreat Ocean Road - Bells BeachGreat Ocean Road - Bells BeachGreat Ocean Road - Bells BeachGreat Ocean Road - Bells BeachGreat Ocean Road - Bells BeachGreat Ocean Road - Bells BeachGreat Ocean Road - Bells BeachGreat Ocean Road - Bells BeachGreat Ocean RoadGreat Ocean Road - Kennett River Holiday ParkGreat Ocean Road - Kennett River Holiday ParkGreat Ocean Road - Kennett River Holiday ParkGreat Ocean Road - Kennett River Holiday ParkGreat Ocean Road - Kennett River Holiday ParkGreat Ocean Road - Kennett River Holiday ParkGreat Ocean Road - Kennett River Holiday ParkGreat Ocean Road - Kennett River Holiday ParkGreat Ocean Road - Kennett River Holiday ParkGreat Ocean Road - Otway Fly Treetop WalkGreat Ocean Road - Otway Fly Treetop WalkGreat Ocean Road - Otway Fly Treetop WalkGreat Ocean Road - Otway Fly Treetop WalkGreat Ocean Road - Otway Fly Treetop WalkGreat Ocean Road - Otway Fly Treetop WalkGreat Ocean Road - Otway Fly Treetop WalkGreat Ocean Road - Otway Fly Treetop WalkGreat Ocean Road - Otway Fly Treetop WalkGreat Ocean Road - Otway Fly Treetop WalkGreat Ocean Road - Gibson StepsGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Gibson BeachGreat Ocean Road - Port Campell - Pub

Strecke per Bus250 km

Donnerstag, 19. April 2012

Kurz vor 6 Uhr war die Nacht zu Ende. Nach einem kräftigenden Frühstück ging es weiter entlang der Great Ocean Road. Der folgende Küstenabschnitt wird auch Shipwreck Coast genannt, weil dort sehr viele Schiffe auf Riffe oder Felsen unter Wasser aufgelaufen und gesunken sind. Noch immer kann man nach zahlreichen Wracks tauchen, wenn die See ruhig genug ist. Bei einem derartigen tragischen Ereignis retteten sich zwei Überlebende in eine Höhle in einer Bucht namens Loch Ard Gorge, die wir ebenso besuchten und wo wir lustige Bilder schossen. Als nächstes besichtigten wir die »Rasierklinge«, eine seltsame, gezackte Formation im Wasser, die neben dem Arch stand, wobei letzterer bereits eingestürzt war. Daneben standen noch der »Salz- und Pfefferstreuer« sowie ein weiterer, bereits eingestürzter Sandsteinblock. Unser nächster Stopp war an der London Bridge, eine ehemals aus zwei Bögen bestehende Halbinsel. Genau an dem Tag, als einer der beiden Bögen einstürzte, war ein Paar über die Felsbrücke spaziert und so vom Festland abgeschnitten. Es stellte sich bei der Rettung heraus, dass ein Chef mit seiner Sekretärin unterwegs war. Ein Schelm der Böses dabei denkt! :o) In der gleichen Bucht hatten auch zahlreiche Pinguine ihr Heim. Zahllose kleine Fußspuren im Sand verrieten die putzigen Kameraden. Ein weiterer Stopp war in einer Bucht mit beeindruckend hohen Wellen und weiteren Gesteinsformationen. Hier parkten auch 3 Harley-Fahrer, die drei Mädels, u.a. Jana, erlaubten, mal auf einer Harley für ein Foto zu posieren. Dabei hat sich Jana leider an einem Auspuffrohr an der Wade verbrannt. Danach ging es nach Peterborough, wo der »Bär« im Meer steht und einen Lachs jagt. Anschließend ging es nach Warrnambool für eine Kaffeepause. Allzu lange haben wir uns dort nicht aufgehalten, dann fuhren wir auch schon weiter zu einem alten Vulkankrater namens Tower Hill. Die hohen Wände umrahmten ein malerisches Tal, in dem viele Emus grasten und herumstolzierten, Sogar Kängurus haben wir gesehen. Selbst ein Echidna marschierte kurz am Straßenrand entlang. Danach fuhren wir weiter durch Vulkanland. Stuart und Sascha haben die Fahrt, bei der fast jeder eingeschlafen war, durch Spielen mit Fritz und Walter aufgeheitert. Und dann erreichten wir auch schon Dunkeld und damit den südlichen Rand der Grampians. Hier gab es ein Stück Kalten Hund und weiter ging es entlang einer der hoch aufragenden Wände bis nach Halls Gap. Nach einer Pause ging es ins Culture Center, wo wir je einen Film über die Geschichte der Grampians und die Traumzeiterzählung der lokalen Aborigines sahen. Im Anschluss durften wir kleine Bumerangs selbst bemalen mit traditionellen Motiven. Und es wurde noch besser: Wir bekamen erklärt, wie man einen Bumerang wirft und durften uns dann selbst daran versuchen. Die bemalten Bumerangs bekamen wir geschenkt und dazu kauften wir uns noch einen flugfähigen. Danach ging es hoch hinein in die Grampians zu den Balconies, von wo man einen fantastischen Blick über die Grampians hatte. Den dann einsetzenden Sonnenuntergang mit begleitendem Regenbogen bestaunten wir dann von einem naheliegenden Aussichtspunkt. Ein kräftigendes Mahl bekamen wir im lokalen Pub, das seltsamerweise 3 Meilen außerhalb des Ortes lag. Als wir aus dem Pub kommend in guter Stimmung zum Bus zurückliefen, konnte sich keiner mehr halten: Zwei der lokalen Landeier hatten Penisse und »Bus Wankers« (Buswichser) auf die Scheiben gemalt, eine Anspielung an die britische Comdey-Serie »In Betweeners«. Kurz vor 22 Uhr wollten wir ins Bett fallen, als Shelley uns noch überredete, zusammenzusitzen und zu trinken. So gab es noch einen lustigen Abend, bis wir um Mitternacht im Bett lagen.

Great Ocean Road - Port CampellGreat Ocean Road - Island ArchwayGreat Ocean RoadGreat Ocean Road - Loch Ard GorchGreat Ocean Road - Loch Ard GorchGreat Ocean RoadGreat Ocean RoadGreat Ocean RoadGreat Ocean RoadGreat Ocean RoadGreat Ocean RoadGreat Ocean RoadGreat Ocean RoadGreat Ocean RoadGreat Ocean RoadTower HillTower HillTower HillTower HillTower HillTower HillTower HillHalls Gap - Brambuk Cultural CentreHalls Gap - Brambuk Cultural CentreHalls Gap - Brambuk Cultural CentreHalls Gap - Brambuk Cultural CentreHalls Gap - Brambuk Cultural CentreHalls Gap - Brambuk Cultural CentreHalls Gap - Brambuk Cultural CentreHalls Gap - Brambuk Cultural CentreHalls Gap - Brambuk Cultural CentreGrampians - Balconies WalkGrampians - Balconies WalkGrampians - Balconies WalkGrampians - Reed LookoutGrampians - Reed LookoutGrampians - Reed LookoutGrampians - Reed LookoutGrampians - Reed LookoutGrampians - Reed LookoutGrampians - Reed LookoutGrampians - Reed LookoutGrampians - Reed LookoutGrampians - Reed LookoutHalls Gap - PubHalls Gap - PubHalls Gap - PubHalls Gap - PubHalls Gap - Pub

Strecke per Bus500 km

Freitag, 20. April 2012

Die Nacht war kurz. Schon 5.45 Uhr standen wir auf, denn gegen 7 Uhr verließen wir unser Camp, um unsere Wanderung zu den Pinnacles nachzuholen, die wir gestern aufgrund der einsetzenden Dämmerung nicht mehr geschafft hatten. Wir fuhren zum Wonderland Carpark, von wo es noch etwa 1,5 Stunden hinauf zum Gipfel sind. Der Weg hinauf ist aber nicht weniger spektakulär. Los geht's mit dem sogenannten Grand Canyon, wo man über Stock und Stein durch eine Schlucht wandert. Nach etlichen Treppenstufen wird der Weg dann etwas moderater und führt durch Busch- und Grasland beständig bergauf. Shelley erklärte uns unterwegs die Pflanzen und zeigte uns einen Punkt an der Steilwand, wo man ein wunderbares Echo erzeugen kann. Dann ging es durch die Silent Street - eine enge Felsspalte - bis zum Aussichtspunkt. Hier verweilten wir ein wenig und stiegen dann denselben Weg wieder hinab zum Parkplatz. Die Fahrt ging weiter zu den MacKenzie Falls, zu dem man allerdings zahlreiche Treppen hinabsteigen musste. Auch wenn nicht viel Wasser hinunterlief, war er doch schön und ist der größte Wasserfall in Victoria. Danach verließen wir die Grampians und fuhren durch landschaftlich wenig aufregende Gebiete. Bei einem kurzen Aufenthalt in Horsham tranken wir Chai-Tee bzw. heiße Schokolade und nutzten auch die Gelegenheit, einen ganzen Batzen Postkarten einzuwerfen. Bald darauf hielten wir in Nhill, wo es Wraps gab, die wir auf dem Rasen sitzend in einem kleinen Park verzehrten. Während der anschließenden Fahrt sahen wir den australischen Film »Red Dog« an (nach einer wahren Geschichte), der Jana zu Tränen rührte. So verkürzte sich auch die Fahrt bis zur Grenze von Victoria und South Australia, wo wir nochmals anhielten. Nur wenige Meilen entfernt in Bordertown gab es ein Gehege, wo weiße Kängurus gehalten werden. Bei einem späteren Tankstopp kaufte sich Jana ein Album von Angus & Julia Stone und war ganz glücklich darüber. Gegen 20 Uhr erreichten wir schließlich Adelaide und aßen alle zusammen in einem chinesischen Restaurant. Anschließend stieß Shelley noch einmal zu uns und wir zogen durch 2 Bars und ins Kasino, wo wir ein lustiges Trinkspiel von Stuart spielten. Um 4 Uhr morgens entließ und Energiebündel Shelley dann endlich ins Bett.

Grampians - Pinnacle WalkGrampians - Pinnacle WalkGrampians - Pinnacle WalkGrampians - Pinnacle WalkGrampians - Pinnacle WalkGrampians - Pinnacle WalkGrampians - Pinnacle WalkGrampians - Pinnacle WalkGrampians - Pinnacle WalkBordertown - White KangaroosBordertown - White KangaroosBordertown - White KangaroosAdelaideAdelaideAdelaideAdelaideAdelaideAdelaideAdelaideAdelaideAdelaideAdelaideAdelaide

Samstag, 21. April 2012

Die Nacht war kurz. Gegen 9 Uhr stand Sascha auf, um Wäsche zu waschen und Jana folgte kurz nach 10 Uhr. Nach einem guten Frühstück zogen wir los, um Adelaide ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Gemeinsam mit Stuart bummelten wir zum Central Market, von dem wir uns vor allem wegen der vielen guten Lebensmittel ganz angetan fühlten. Stuart verabschiedete sich aber schon nach kurzer Zeit, denn ein ordentlicher Kater setzte ihm immer noch zu. Wir kauften uns Sauerteigbrot und Jarlsberg-Käse, sowie Tomaten und Weintrauben. Für Sascha gab es außerdem ein Stück Kalten Hund, während Jana Erdbeeren mit flüssiger Schokolade aus einem Schokobrunnen futterte. Danach gingen wir zum Fahrradverleih, nur um dann zu erfahren, dass es für heute keine mehr gab. Also spazierten wir zu Fuß los zum Victoria Square, zu Haigh's Schokoladen-Laden, entlang der Rundle Mall und durch die Adelaide Arcade. Der einsetzende Regen ließ uns dann in das Museum of South Australia flüchten. Hier besichtigten wir eine umfangreiche Sammlung von Aborigine-Werkzeugen sowie eine Reihe ausgestopfter Tiere aus der ganzen Welt. Zurück im YHA Hostel aßen wir unsere eingekauften Lebensmittel und spielten anschließend eine Runde Cluedo mit Stuart, Margaret und Nikolaj. Am Abend trafen wir uns zu neunt und gingen in ein indisches Restaurant. Dort kamen zufällig noch drei weitere Leute aus unserer Gruppe dazu. Gegen 23 Uhr war dann unser freier Adelaide-Tag zu Ende.

Adelaide - ChinatownAdelaide - Central MarketAdelaide - Central MarketAdelaide - Central MarketAdelaide

Strecke per Bus350 km

Sonntag, 22. April 2012

Um 7.20 Uhr ging unser nächster Tourabschnitt los, mit ein paar neuen Leuten und unserem neuen Tourguide Luke. Nachdem alle Mitfahrer aufgenommen waren verließen wir Adelaide in Richtung Norden. Unser erstes Ziel war der Spring Gully Conservation Park, wo wir zu den Cascades wanderten. Leider war kein Wasser in dem Flüsschen, und so war der Wasserfall trocken. Dafür war die ganze Gegend überzogen mit schwarzen Würmern, die sich auf den Wegen kringelten. Pfui! Weiter ging es zum Claire Valley, einem Weingebiet nördlich von Adelaide. Das Sevenhill Weingut wurde als Jesuitensiedlung gegründet und hat somit auch eine recht große steinerne Kirche auf dem parkähnlichen Gelände. Hier bekamen wir auch unser Mittag - belegte Baguettes und natürlich eine Weinverkostung. Der Wein war sehr lecker, aber leider ließ er sich nicht gut mitnehmen ins Outback. Unser nächster Stopp in Melrose galt der wohl spannendsten Brücke in Australien nach der Harbour Bridge in Sydney: einer Hängebrücke, die frei schaukelt und allen »großen Kindern« viel Spaß machte. Nach kurzer Spielpause ging es weiter bis Luke am Straßenrand kleine Emus entdeckte. Die Landschaft wurde immer karger und die Flinders Ranges erhoben sich um uns herum, wenn man das bei so einem alten, erodiertem Gebirge noch sagen kann. Schließlich erreichten wir Quorn, wo wir für die nächsten zwei Nächte bleiben sollten. Aber statt direkt ins Hostel einzuziehen, hatte Luke noch eine Überraschung für uns. Wir fuhren zur Warren Gorge, wo wir eine ganz spezielle, seltene Känguru-Art beobachten konnten: Yellow-footed Rock Wallabys. Die sind ganz scheu und tarnen sich extrem gut und wir hatten Glück sie überhaupt zu sehen. Zurück in Quorn bezogen wir unsere Unterkünfte in der alten Mühle (»The Mill«) - ein 8-Bett-Zimmer diesmal. Während einer nach dem anderen duschte, zog ein riesiger Schwarm Papageien über unsere Köpfe hinweg, die einen Höllenlärm machten. Einen solch riesigen Vogelschwarm hatten wir noch nie gesehen. Zum Abendessen gingen wir ins »Austral« - einen der vier Pubs von Quorn. Sascha hatte Rindergulasch in Blätterteig und Jana Fish & Chips. Um zehn waren wir dann alle im Bett verschwunden, nachdem einige von uns noch den australischen Horrorfilm »Wolf Creek« geschaut hatten (und daraufhin schlecht schliefen).

Claire Valley - Sevenhill WineryClaire Valley - Sevenhill WineryClaire Valley - Sevenhill WineryMelroseMelroseFlinders Ranges - Warren GorgeFlinders Ranges - Warren GorgeFlinders Ranges - Warren GorgeQuornQuornQuornQuorn - LavendelQuorn

Strecke per Bus270 km

Montag, 23. April 2012

Kurz vor 7 Uhr war die Nacht bereits wieder zu Ende. Nach einem kräftigenden Frühstück ging unser Tagesausflug los. Erster Stopp war Hawker, wo es angeblich den besten Kaffee vor dem Outback gibt. Das bestätigte sich so allerdings nicht und Jana hatte intuitiv richtig keinen genommen. Danach ging es zum Wilpena Pound. Dies sind zwei Bergketten, die so gebogen sind, dass sie einen Kessel formen und dadurch fast wie ein Vulkankegel aussehen. Hier spalteten wir uns in zwei Gruppen auf. Die eine mit Jana wanderte in den Talkessel zu einem Aussichtspunkt. Die andere Gruppe mit Sascha kletterte auf den Mt. Ohlsson und genoss von dort den Blick in den Wilpena Pound und auf die umliegenden Erhebungen der Flinders Ranges. Zurück am Bus stärkten wir uns mit Wraps - in Eierkuchen eingewickelter Salat und Schinken bzw. Huhn – und danach ging es weiter zu den Yourambulla Caves. Dies ist eine sehr alte Aborigines-Kultstätte mit Felsmalereien unter einem Felsüberhang. Luke erzählte uns hier auch etwas über die Geschichten (bzw. Landkarten), die diese Malereien darstellen und über die komplizierte Sozialstruktur der Aborigines: Nur vertrauenswürdige, verlässliche Nachkommen wurden in alle Kenntnisse eingeweiht. Und die Geschichten, die den Weißen heute bekannt sind, sind zumeist nur die inhaltlich stark reduzierten Kindergeschichten. Als Gegenpol zur Aborigines-Kultur besichtigten wir als nächstes die Ruinen der Kanyaka Homestead einer Straßenstation und einer Schafschererei aus dem vorletzten Jahrhundert. Die Schafzucht in der Region war damals ein großes Desaster, weil sich oft Dürren mit Sturzfluten abwechselten und die Schafe und deren Hüter umbrachten. Heutzutage ist die Situation durch die bessere Infrastruktur und Versorgung natürlich ganz anders. Schließlich fuhren wir zurück nach Quorn ins Hostel und hatten zwei Stunden freie Zeit, die wir mit kurzweiligen Spielen verbrachten. Dann endlich gab es Abendessen in Emily's Bistro. Dies ist ein sehr spezielles Lokal im alten Stil. Eigentlich erscheint es nicht wie ein Lokal, sondern vielmehr wie ein Tante-Emma-Laden, wo Lebensmittel, Kleidung und mehr verkauft wurde und in der Mitte des großen Raumes auch Tische stehen. Bei unserer Ankunft stand bereits selbstgebackenes Brot und Butter darauf - und das Brot war fantastisch! Ebenso die Lasagne, die bald darauf kam. Anschließend wollten wir noch in einen Pub, aber die waren bereits alle zu - halb neun! So setzten wir uns in die alte Mühle in ein Zimmer und spielten zwei Runden Shithead, bevor wir gegen 22 Uhr ins Bett gingen.

Wilpena PoundWilpena PoundWilpena PoundWilpena PoundWilpena PoundWilpena PoundWilpena PoundWilpena PoundWilpena PoundYourambulla CavesYourambulla CavesYourambulla CavesYourambulla CavesYourambulla CavesYourambulla CavesYourambulla CavesKanyaka HomesteadKanyaka HomesteadKanyaka HomesteadQuornQuornQuornQuornQuorn

Strecke per Bus600 km

Dienstag, 24. April 2012

Wie tags zuvor war die Nacht kurz vor 7 Uhr zu Ende und direkt nach dem Frühstück, also um 8 Uhr, ging unsere 650 km Fahrt ins Outback nach Coober Pedy los. Wir hielten zum Tanken in Port Augusta, wo wir das letzte Mal das Meer sahen. Danach bogen wir ins Outback ab. Die endlose, lange Straße führt durch eine karge Landschaft aus rotem Sand, flachen Büschen, gelegentlich Bäumen und so gut wie keinen Erhebungen außer vereinzelten Tafelbergen. Gelegentlich sah man Tiere - vor allem tot am Straßenrand. Ein Adler hob direkt vor unserem Bus ab und schaffte es knapp abzudrehen, bevor er vor die Frontscheibe geklatscht wäre. Unsere Mittagspause verbrachten wir in Woomera, einer alten Militärstadt, wo Waffen und vor allem Raketen aller Art getestet wurden. Unter anderem wurde von hier Australiens erster Satellit ins All geschossen. Nach den Sandwiches und einem kurzen Gespräch mit einem weißen Papagei fuhren wir weiter. Wir hielten erst wieder am Salzsee Lake Hart. Zunächst war die weiße, fast endlose Fläche blendend hell für die Augen, aber nach einiger Zeit hatten wir uns daran gewöhnt und nur noch die zahlreichen Fliegen störten. Wir machten ein paar lustige Bilder, und hielten dann wieder in Glendambo zum Tanken. Hier stand auch ein Road Train mit drei Anhängern. Laut Luke soll es sogar welche mit vier Anhängern geben. Und tatsächlich: Am Ortseingang von Coober Pedy stand dann einer mit 4 Anhängern, beladen mit Rindern. Dort fotografierten wir außerdem einen »Blower« - ein Auto, welches den Schutt aus den Opalminen saugt und zu Hügeln an der Oberfläche aufschüttet. Von diesen Schutthaufen gibt es tausende rund um Coober Pedy und die Erde ist überall durchlöchert. Denn die Stadt gilt als eines der größten Opalfundgebiete der Welt und die Qualität der Opale ist besonders gut. Da es im Sommer locker 50 Grad und im Winter eiskalt werden kann in dieser Einöde, bauten die ersten Minenarbeiter ihre Unterkünfte in die Hügel oder nutzten ehemalige Schächte. Noch heute leben 60-70 % der Bevölkerung unterirdisch. Die Idee kam durch die heimkehrenden Soldaten des 1. Weltkrieges, die es gewohnt waren, Gräben auszuheben und unterirdische Unterkünfte zu bauen. Viele fanden hier nun wieder Arbeit. Auch wir bezogen ein unterirdisches Quartier für diese Nacht: Eine lange Halle mit Nischen links und rechts, wo die Doppelstockbetten standen. Dann erkundeten wir ein wenig die Stadt und kauften ein (Obst, Bier und Blueberry Cider). Auch in den Opal Shops sahen wir uns ein wenig um, kauften aber nichts. Kurz vor halb 7 trafen wir uns dann, um in der Stadt bei »John's Pizza« die angeblich beste Pizza Australiens zu futtern, zumindest wurde sie 2010 dafür ausgezeichnet. Wir langten kräftig zu und zum Dessert gab es noch ein Schoko- bzw. Mango-Eis. Luke hatte uns für 20.30 Uhr noch eine Überraschung angekündigt und so hatten wir noch etwas Zeit zu überbrücken, die wir in einer Underground Bar verbrachten. Dann führte uns Luke zu Josephine's Gallery & Kangaroo Orphanage, wo viele Aborigine-Bilder angeboten wurden. Der Clou war aber, dass hier im Hinterhof auch kleine Kängurus hochgepäppelt werden, die ihre Mutter verloren haben. Zuerst sahen wir 4 größere, die zwar noch nicht ausgewachsen waren, aber schon eine stattliche Größe hatten. Sie bekamen alle eine große Flasche von Luke und den beiden »Känguru-Eltern«. Dann kam plötzlich ein kleines, 6 Monate altes Känguru angehüpft. Total knuffig! Als wir wieder in das Haus gingen, wollte uns die »Känguru-Mutter« noch ein kleineres zeigen. Wir dachten, sie muss es erst noch holen, aber stattdessen bewegte sich plötzlich etwas in dem kleinen Handtuch, welches sie die ganze Zeit in der Hand gehalten hatte. Sie wickelte Bronnie aus, ein noch ganz kleines, etwa 3 Monate altes Känguru. Als es vor 10 Wochen hierher kam, wog es gerade einmal 200g und galt damit eigentlich als nicht überlebensfähig (alles unter 400 g). Doch das Kleine hat einen ziemlich starken Lebenswillen und es wurde anfangs 1x pro Stunde gefüttert. Zurück in der Unterkunft ging es zügig ins Bett in der absoluten Dunkelheit.

QuornWoomeraLake HartLake HartLake HartLake HartLake HartLake HartLake HartLake HartLake HartLake HartLake HartRoad TrainCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober Pedy - Josephines Gallery and Kangaroo OrphanageCoober Pedy - Josephines Gallery and Kangaroo OrphanageCoober Pedy - Josephines Gallery and Kangaroo Orphanage

Strecke per Bus250 km

Mittwoch, 25. April 2012

Kurz vor sechs begann der Trubel in unserer Schlafhöhle. Bis um sechs waren all jene, die den Morgendienst anlässlich des ANZAC Days miterleben wollten, fertig. Jana schlief noch. Mit dem Bus ging es wieder zu Josephine's Gallery & Kangaroo Orphanage. Gleich daneben stand eine schäbige Baracke, die dem kalten Wind nur wenig entgegenzusetzen hatte. Vor dem Morgendienst gab es Kaffee und Tee. Danach läuteten Bläser den Dienst ein, gefolgt von kurzen Gebeten und einer Schweigeminute. Anschließend wurden die Nationalhymnen von Australien und Neuseeland gespielt und die Menge begann sich zu zerstreuen. In der Baracke gab es Frühstück und die ersten tranken auch schon ein Bier. Anschließend gingen wir zurück zur Unterkunft, wo es ebenso Frühstück gab. Um 9 Uhr begann dann unsere Führung durch das benachbarte Opal Museum, wo wir zuerst einen Film über die Opale schauten. Anschließend bekamen wir das Schleifen der Steine in einer kleinen Schauwerkstatt gezeigt, die sich hinter der Leinwand befand. Danach wurden wir durch 2 »Schauunterkünfte« geführt: eine alte, per Spitzhacke ausgehauene und eine größere, die mit modernen Maschinen in den Fels getrieben worden war. Ein Stockwerk tiefer gab es dann die Schächte der alten Opalmine zu sehen. Zurück im Obergeschoss stöberten wir noch ein wenig im Shop. Jana fand einige Schmuckstücke sehr schön, die aber alle Duplets oder Triplets (also aus mehreren Schichten zusammengeklebt) waren und damit nicht wasserfest. Die bezahlbaren Solids sahen hingegen nicht so schön bunt aus. Daher kauften wir nichts. Stattdessen versuchten wir nun alle unser eigenes Glück beim Suchen nach Opalen. Luke fuhr uns zu einem Platz am Rande der Stadt, wo jeder ohne Genehmigung die dortigen Schuttberge nach Opalen durchsuchen darf. Wir fanden zwar kleine Stückchen »Potsch«, also wertlose weiße Stücke Opal, aber etwas buntes war nicht dabei. Ein holländisches Mädel aus unserer Gruppe fand allerdings einen Opal, der ca. 150 AUD Wert ist. Danach fuhren wir wieder zur Main Street und hatten nun etwas Zeit um einzukaufen und unsere Postkarten zur Post zu bringen. Um 13 Uhr gab es dann Mittagessen, wieder bei »John's Pizza«, aber diesmal Quiche mit Salat und Pommes. Gut gesättigt verließen wir Coober Pedy in Richtung Norden. Unser nächster Stopp war jedoch nicht weit. An den Breakaways hielten wir eine Weile, um Fotos von den Tafelbergen zu machen, die durch eine harte Deckschicht vor der Erosion geschützt sind und damit einsam aus der Wüste ragen. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir im Bus, denn bis Marla waren es noch etliche Kilometer. Zwischendurch machten wir nur einen Tankstopp und hielten kurz zum Feuerholz sammeln. In Marla angekommen konnten wir kleine Zelthäuschen beziehen mit jeweils 2 Doppelstockbetten. Hier stellten wir aber nur unsere Sachen ab, denn schlafen wollten wir heute unter freiem Himmel im Swag (lustigerweise eine deutsche Erfindung). Zum Abendessen gab es Reis mit einer Art Hühnerfrikassee und Süßkartoffelauflauf. Nicht so wahnsinnig lecker, aber besser als nichts. Danach entfachten wir unser Lagerfeuer und setzten uns alle im Kreis drum herum. Irgendwann zeigte uns Luke die Swags und wir bereiteten unser Nachtlager vor. Jana nahm zwei Schlafsäcke ineinander, Sascha nur seinen eigenen. Wir füllten außerdem unsere Trinkflaschen mit heißem Wasser und steckten sie als Wärmflasche in die Schlafsäcke. Gegen 22 Uhr krabbelten wir dann hinein. Es ist unglaublich wie viele Sterne man hier sieht und die Milchstraße zeichnet sich so deutlich am Himmel ab, wie man es im viel zu hellen Europa wohl kaum noch irgendwo sehen kann.

Coober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober PedyCoober Pedy - KircheThe BreakawaysThe BreakawaysThe BreakawaysThe BreakawaysThe BreakawaysThe BreakawaysThe BreakawaysMarlaMarlaMarlaMarlaMarla

Strecke per Bus580 km

Donnerstag, 26. April 2012

Die Nacht war mit ca. 6 Grad kalt und Sascha hatte auch gefroren. Jana war dick eingemummelt gewesen und hatte nicht gefroren. Schon um 5 Uhr mussten wir aufstehen, da wir heute einen weiten Weg bis Yulara zu fahren hatten. Wir frühstückten und packten unsere Sachen. 6 Uhr waren wir dann schon »on the road«. An der Grenze von South Australia zum Northern Territory stoppten wir, nachdem Luke erst einmal 3x um den Parkplatz gefahren war, bis auch der letzte laut johlte beim Grenzübertritt. Nach kurzer Pause mit Gruppenfoto ging es weiter, und unser nächster Stopp war in Erldunda, an einer Tankstelle, wo wir aus unerfindlichen Gründen unseren Bus wechseln mussten. Der neue war eher in älteres, rustikales Modell. Nach längerer Fahrt kündigte Luke an, es würde etwas großes, rotes, felsiges links erscheinen, aber unsere Euphorie war verfrüht - es war nur Mt. Connor (die »Zahnbürste«). Nach noch längerer Fahrt wurden wir wieder euphorisiert, und diesmal war es wirklich der Uluru, der am Horizont auftauchte. Es dauerte dennoch noch eine Weile, bis wir Yulara, das Örtchen vor dem Uluru, erreichten. Hier bereiteten wir uns Hamburger als Mittag zu. Anschließend fuhren wir am Uluru vorbei zu Kata Tjuta. Dort machten wir eine zweistündige Wanderung in das Valley of the Winds, die mit einem beeindruckenden Blick auf die Felsdome ihren Höhepunkt hatte. Danach eilten wir zum Uluru, um die Farbspiele des Sonnenuntergangs zu bewundern, wobei wir auf der Fahrt dorthin »Home Among The Gum Trees« sangen. Luke gab uns Sekt aus. In der Dunkelheit fuhren wir zum Zeltplatz nach Yulara. Dort gab es Steaks, Kängurufilets und Kamelwurst (!), und anschließend saßen wir noch um dem Lagerfeuer, bevor wir in unsere Swags kletterten.

GrenzeGrenzeGrenzeBusErldundaErldundaWildpferdeYularaYularaYularaYularaYularaKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Valley of the WindsKata Tjuta - Sunset Viewing AreaBusUluruUluruUluruUluruUluru

Strecke per Bus300 km

Freitag, 27. April 2012

Um 4.45 Uhr war die Nacht vorbei und wie üblich frühstückten wir ein wenig und verstauten unsere Sachen im Bus. Dann fuhren wir zum Uluru und Luke setzte uns im Stockdunkeln am Base Walk ab. Nun hatten wir 2,5 Stunden Zeit für die Umrundung des heiligen Berges (ca. 10 km). Mit Taschenlampen stiefelten wir los und langsam setzte die Dämmerung ein. Aus dem schwarzen Schatten neben uns wurde langsam ein grauer und als die Sonne dann endlich über den Horizont stieg, glühte der Berg feuerrot. Wir bestaunten die korrodierte, teils zerfressene Oberfläche, die mal glatt und mal wie ein löchriger Schwamm aussieht. Vorbei ging es an Höhlen, Spalten und Wasserlöchern. Zum Schluss dann deutlich schneller, da wir eh schon die letzten in der Gruppe waren. An der Stelle, wo auch der Aufstieg beginnt, wartete Luke mit dem Bus auf uns und verwöhnte uns mit Kuchen, Cookies und Crackern. Dann führte er uns entlang des Mala Walks und erklärte uns einiges aus der Kultur der Aborigines. Hier sind Höhlen, Felsmalereien und ein kleiner Wave Rock zu sehen sowie ein weiteres Wasserloch. Anschließend schauten wir uns das Cultural Centre an. Sascha las viel, Jana nicht :o). Mit dem Bus fuhren wir weiter zu einem Lookout, wo wir den Uluru noch einmal aus der Ferne bewundern und jeder sein »Postkartenfoto« schießen konnte. Zum Mittag kehrten wir dann noch einmal zurück nach Yulara, wo wir uns Wraps zubereiteten. Weiter ging es nun in Richtung Kings Canyon auf dem Lasseter Highway. Am Mount Connor Lookout hielten wir an, um den Berg zu bestaunen, der wie eine riesige Zahnbürste aussieht. Von einer Sanddüne mit feinstem roten Sand sah man zudem einen Salzsee und Jana spielte im Sand. Einige Stunden später weckte uns Luke für einen weiteren ungeplanten Stopp. Das Benzin reichte nicht ganz bis zum Kings Canyon und so hielten wir an einem Roadhouse 20 km vor dem Ziel. Hier kostete der Liter Diesel 2,42 AUD. Puh, stolzer Preis! Dafür gab es aber auch super leckere Milchshakes, von denen wir uns einen gönnten. Ein paar Minuten später erreichten wir dann die Kings Creek Station. Adventure Tours hat hier ein eigenes, kleines Lager oberhalb des eigentlichen Campingplatzes. Es liegt idyllisch eingebettet in die Landschaft, unterhalb von ein paar Klippen. Hier bereiteten wir dann das Abendessen zu: Kartoffelbrei (mit Schale), Gemüse in Buttercurry und Hühnerfleisch. Dazu gab es leckeres, selbstgebackenes Brot, welches direkt in der Glut des Lagerfeuers gebacken wurde. Wir saßen noch eine ganze Weile rund um das Feuer und Luke erzählte uns, dass in der Gegend früher Aborigine-Frauen bestattet wurden und daher seltsame Ereignisse, vor allem komische Träume, im Campground vorgefallen sind. Nach einer weiteren unterhaltsamen Geschichte über eine paranoide Touristin auf einer früheren Tour mit Luke verschwanden wir alle in unseren Swags unter dem grandiosem Sternenhimmel.

Uluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkUluru - Base WalkYularaYularaYularaYularaKings Creek Station

Strecke per Bus450 km

Samstag, 28. April 2012

Um 5 Uhr klingelten die Wecker und um sechs verließen wir den idyllischen Campground in Richtung Kings Canyon. Die Sonne war noch lange nicht aufgegangen, nur ein heller Schimmer war am Horizont zu sehen, als wir dort ankamen. In der Dämmerung erklommen wir den »Heart-Attack Hill“ und begannen unsere Wanderung durch die seltsam geformten Sandsteindome der »Lost City«. Die Sonne beschien langsam die eine Seite des Canyons und Luke zeigte uns den Baum, aus dem Aborigines Bumerangs zum Jagen fertigten: genau der Baum, den wir an den Abenden zuvor auf dem Lagerfeuer verbrannten. Wir stiegen hinab in einen Seitenarm, den Garden of Eden. Und in der Tat mutete das Tal paradiesisch an: Wasser, Palmen und sattes Grün. Nach einer Rast am Wasserloch ging es wieder hinauf und auf die andere Seite des Canyons, die überraschenderweise viel flacher aussah, ohne die Sandsteindome, oder zumindest mit wenigeren. Vor dem Abstieg durfte jeder den Hilfeschrei für das Outback (»Kuujiie«) rufen und dem eigenen Echo lauschen, hinein gebrüllt in einen großen Felsenkessel, an dessen einer Seite eine Formation verblüffende Ähnlichkeit mit der Form von Australien aufwies. Nach dem Abstieg bestiegen wir wieder den Bus - bewaffnet mit Sandwiches als Mittag, die wir uns am Vorabend zubereitet hatten - und fuhren 2 1/2 Stunden am Stück nach Erldunda mit kurzer Pause dort. Nächster Halt war das Roadhouse Stuarts Well, welches zugleich eine Kamelfarm ist. Hier kann man Kamele streicheln und wer will sogar darauf reiten. Außerdem gibt es einen Dingo, Emus und Kängurus zu sehen. Alle Tiere wirkten aber etwas apathisch in ihren Gehegen und uns sind die Tiere in freier Wildbahn doch viel lieber. Noch eine ganze Weile später erreichten wir dann das Ortseingangsschild von Alice Springs und nur wenig später unser Hostel »Annie's Place« , wo wir uns von unserer Reisegruppe trennten. Wir bezogen nach etlichen Nächten im Dorm bzw. unter freiem Himmel endlich wieder einmal ein Doppelzimmer für uns allein und duschten erst einmal ausgiebig. Dann liefen wir los zum ANZAC Hill, wo wir die Stadt und die MacDonald Ranges betrachteten. Rückzu gingen wir durch die Todd Mall, der Einkaufsstraße, die allerdings verschlossen und leer war. Verwahrlost aussehende Aborigines saßen auf der Straße und in den Parks und im Hostel hatten sie uns gewarnt, bei Dunkelheit nicht allein durch die Straßen zu ziehen. So ganz geheuer war uns nicht und so kehrten wir zurück in unser Hostel. Dort nutzten wir das Internet für E-Mails sowie um unseren Ausflug zum Great Barrier Reef zu buchen. Danach gab es Abendessen mit allen aus unserer Gruppe zusammen, Bier und Party. Ein feucht-fröhlicher Abend! Um eins gingen wir ins Bett.

Kings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonKings CanyonBusStuarts WellStuarts WellStuarts WellStuarts WellStuarts WellAlice SpringsAlice SpringsAlice SpringsAlice SpringsAlice SpringsAlice SpringsAlice Springs

Strecke per Flugzeug1454 km

Sonntag, 29. April 2012

7.45 Uhr stand Sascha auf, um unsere Sachen in die Waschmaschine zu packen. Dabei fiel im auf, dass wir keine passenden Münzen hatten. Ein anderer Backpacker konnte ihm aushelfen und so konnten wir endlich waschen. Dann gingen wir zum Frühstück, mussten aber entsetzt feststellen, dass innerhalb von 20 Minuten schon so gut wie alles leer gefuttert war. Wir kratzten mit Hängen und Würgen noch etwas Marmelade aufs Toast - mehr gab es nicht mehr. Dann war auch unsere Wäsche fertig und wir packten alles noch in den Trockner. Danach gingen wir auf's Zimmer und bereiteten alles zum Checkout vor. Punkt 10 waren wir endlich fertig. Wir schlenderten in Richtung Reptile Centre, wo wir mit Stuart und Maria verabredet waren. Überraschend trafen wir auch noch Chris und Niccolò wieder und so besuchten wir alle gemeinsam das Reptile Center. Dort durften wir einen kleinen Leguan auf die Hand nehmen und uns eine Python um den Hals hängen. Außerdem gab es diverse andere Schlangen und Echsen zu sehen sowie ein Krokodil und 2 süße kleine Thorny Devils. Danach schlenderten wir zur Todd Mall, wo wir an einem Stand Sauerteigbrot probieren durften. In einer Art Gallery gab es schöne Bilder, aber die meisten waren entweder zu klein für unsere hohen Wände zu Hause oder einfach zu teuer (mehrere Tausend Dollar). Nach dem Mittagessen in einem Saloon verabschiedeten wir uns von Maria und gingen mit Chris und Stuart zu den Royal Flying Doctors, wo wir ein Video schauten und eine kurze Führung durch das kleine Museum bekamen. Danach war es Zeit für unseren Airport Shuttle. Wir verabschiedeten uns also auch von den letzten beiden und gingen zurück zum Hostel. Von dort wurden wir abgeholt und zum Airport gefahren. Schon nach kurzer Zeit begann dann das Boarding und wir durften sogar Flüssigkeiten mitnehmen. An Bord bekamen wir einen leckeren Lamm-Gulasch mit Reis und der Flug ging sehr schnell vorbei. In Cairns nahmen wir wieder einen Airport Shuttle, aber diesmal hatten wir statt einer netten Lady einen gestressten Fahrer, der wie eine gesengte Sau durch Cairns preschte und ständig vor sich hin stöhnte. Unser Hostel »Cairns City Backpackers« hatte uns einen Schlüssel im Briefkasten hinterlassen, damit wir auch so spät noch einchecken konnten. Dann stiefelten wir in Richtung City und zur Lagoon. Im Gegensatz zu Alice Springs war es hier noch richtig warm und schwül. Zurück in unserem gemütlichen kleinen Zimmer im Hostel schlummerten wir direkt ein.

Alice Springs - Reptile CentreAlice Springs - Reptile CentreAlice Springs - Reptile CentreAlice Springs - Reptile CentreAlice Springs - Reptile CentreAlice Springs - Reptile CentreAlice Springs - Reptile CentreAlice Springs - Reptile CentreAlice Springs - SaloonAlice Springs - SaloonAlice Springs - SaloonAlice Springs - SaloonAlice Springs - SaloonAlice Springs - SaloonAlice Springs - Flughafen

Strecke per Wohnmobil170 km

Montag, 30. April 2012

Halb sieben war die Nacht zu Ende, denn um 8 Uhr wollten wir unseren Camper abholen. Wir packten unsere Sachen und brachen zunächst zu Fuß zum Skydive-Büro auf, um unseren Termin für den Fallschirmsprung zu bestätigen. Das war schnell erledigt und dann frühstückten wir in einem kleinen Café. Zurück am Hostel checkten wir aus und die Dame an der Rezeption rief uns ein Taxi, mit dem wir dann zum Flughafen fuhren. Hier nahmen wir bei Apollo unseren Hippie Camper »Jim« entgegen und fuhren damit zunächst in Richtung Norden nach Smithfield, wo wir unseren Kühlschrank und die Vorräte füllten. Danach fuhren wir die steile Straße nach Kuranda hinauf. Dort schlummsten wir durch den Ort, kauften T-Shirts und Hemden, fotografierten den mit Grünpflanzen überwucherten Bahnhof und Jana schaute sich noch das Butterfly Sanctuary an, während Sascha einen Spaziergang durch den Regenwald machte. Die Kuranda Markets waren größtenteils schon geschlossen - entweder wegen der Nebensaison oder wegen des schlechten Wetters. Dann setzten wir unseren Weg in Richtung Norden fort, immer entlang der Küste. Am Daintree River nahmen wir die Fähre und beeilten uns nun etwas, denn es war schon später Nachmittag und wir wollten noch vor der Dämmerung unseren Campingplatz kurz vor Cape Tribulation erreichen. Dieser liegt idyllisch inmitten des Regenwaldes und einen Katzensprung vom Myall Beach entfernt. Wir schlenderten noch eine halbe Stunde am Strand entlang und kehrten dann schon nahezu im Dunkeln zurück. Jetzt gab es endlich Abendessen: Tortellini mit Tomatensauce. Das freute uns Leckermäuler. Danach verkrochen wir uns in unsere Schlafhöhle, die aufgrund des Regens und der hohen Luftfeuchtigkeit total stickig war.

KurandaKurandaKuranda - BahnhofKuranda - BahnhofKuranda - BahnhofKuranda - BahnhofKurandaKurandaKuranda - Butterfly SanctuaryKuranda - Butterfly SanctuaryKuranda - Butterfly SanctuaryKurandaKuranda - Barron FallsKuranda - Barron FallsKuranda - Barron FallsKuranda - Barron FallsKuranda - Barron FallsDaintree National ParkDaintree National ParkDaintree National ParkDaintree National Park

Strecke per Wohnmobil135 km

Dienstag, 1. Mai 2012

Eigentlich wollten wir früh aufstehen, aber dann dauerte doch alles länger als geplant. Nach dem Duschen und Frühstücken kamen wir um 10 Uhr endlich los. Nur wenige Kilometer nördlich nahmen wir den Dubuji-Boardwalk durch den Regenwald, um Cassowaries zu sehen. Die wollten aber partout nicht rauskommen. Nach einem kurzen Strandspaziergang am Myall Beach bestiegen wir wieder unseren Camper und fuhren zu Mason's Café. Hier gibt es auch ein Wasserloch zum Baden, aber aufgrund des vielen Regens war der Abstieg dorthin so aufgeweicht, dass wir uns das verkniffen. Stattdessen gönnten wir uns je einen Milchshake und fuhren anschließend weiter. Bei der Teeplantage der Daintree Tea Company hielten wir an. Zwei lustige Damen unterhielten uns hier prächtig und so kauften wir etwas Tee. Unser nächster Halt galt der Floravilla Ice Cream Factory, wo wir je eine Dose Eis futterten: Macadamia-Kokos für Jana und Mango-Lime für Sascha. Nach diesem Genuss ließen wir den Regenwald hinter uns und kamen gerade noch rechtzeitig für eine Daintree River Wildlife Cruise mit dem Solarboot »Solar Whisper« gleich hinter der Fähre. Wir waren nur vier Gäste und der Kapitän zeigte sich als äußerst kundig in der Tierwelt. Wir sahen kleine und große Krokodile, einen quietschgrünen Frosch, eine schwarz-gelbe Schlange, die solche Frösche unter lautem Getöse lebendig verschlucken kann, Kingfisher (Eisvögel), einen »einbeinigen Vogel«, große blaue Schmetterlinge, kleine Krabben im Schlamm und Fische, die zum Essen an Land herum hopsen (Schlammspringer). Als wir dann wieder an Land waren, sprang unser Motor vom Camper nicht mehr an. Wir hatten aus Versehen das Licht brennen lassen. Zum Glück gab uns einer der Bootsführer Starthilfe mit seinem Jeep und dann ging es weiter. Wir fuhren durch Daintree Village, wo es merkwürdige Kühe mit einem Höcker auf dem Rücken gab. Ohne Halt (zum Laden der Batterie) ging es zur Mossmann Gorge, wo wir in herrlich grünem Wasser ein erfrischendes Bad nahmen. Danach fuhren wir nach Port Douglas, vorbei an den zahllosen Touristen-Resorts, die die Straße säumten. Echt schrecklich! In der Innenstadt gingen wir einkaufen und schlenderten dann noch durch den Ort. In der einsetzenden Dunkelheit begannen tausende Fledermäuse wild zu kreischen und wir fuhren weg. In Ellis Beach fanden wir einen kleinen Zeltplatz für die Nacht. Zuerst planschten wir im Pool, bevor es Abendbrot - dicke, eklige Kürbissuppe aus der Konserve - gab. Die schmeckte uns beiden gar nicht, dafür das Pfirsich-Mango-Kompott zum Nachtisch umso mehr. Danach machten wir Matrazenhorchdienst.

Daintree National Park - Cape Tribulation CampingDaintree National Park - Cape Tribulation CampingDaintree National Park - Cape Tribulation CampingDaintree National Park - Dubuji BoardwalkDaintree National Park - Dubuji BoardwalkDaintree National Park - Dubuji BoardwalkDaintree National Park - Dubuji BoardwalkDaintree National Park - Dubuji BoardwalkDaintree National Park - Dubuji BoardwalkDaintree National Park - Dubuji BoardwalkDaintree National Park - Myall BeachDaintree National Park - Myall BeachDaintree National Park - Mason'sDaintree National Park - Mason'sDaintree National ParkDaintree National Park - Tea CompanyDaintree National Park - Floravilla Ice Cream FactoryDaintree National Park - Floravilla Ice Cream FactoryDaintree National ParkDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Wildlife CruiseDaintree National Park - Mossman GorgeDaintree National Park - Mossman GorgeDaintree National Park - Mossman GorgeDaintree National Park - Mossman GorgeDaintree National Park - Mossman Gorge

Strecke per Wohnmobil116 kmStrecke per Bus20 kmStrecke per Schiff50 kmStrecke per Kleinflugzeug20 kmStrecke per Hubschrauber50 km

Mittwoch, 2. Mai 2012

Halb sechs klingelte der Wecker und wir fuhren direkt los nach Cairns. Nach einem kleinen Frühstück am Straßenrand, wo wir den Camper abgestellt hatten, gingen wir zum Skydive-Büro. Nach dem Ausfüllen verschiedener Formulare und der Sicherheitseinweisung wurden wir zum Flugplatz gefahren, in Sicherheitsgurte gesteckt und kurz darauf erhob sich eine kleine Propellermaschine mit uns an Bord in die Lüfte. In 14.000 Fuss Höhe sprangen wir ab und sausten 60 Sekunden lang in freiem Fall auf die Wolken zu. In 4.000 Fuss Höhe öffneten sich die Fallschirme und wir segelten langsamer, aber noch immer erstaunlich schnell, in kleinen Pirouetten zu Boden. Danach wurden wir wieder nach Cairns zurück gefahren. Wir spazierten zum Strand auf der Suche nach dem HeliCharter-Büro, wurden aber nicht fündig. Eine freundliche Frau regelte für uns allerdings die Abholung am Shangri-La-Hotel. Anschließend bekamen wir in einer Touristeninformation eine Broschüre mit allen Campingplätzen von Queensland (für die nächste Nacht). Dann bekam Jana, der schon länger der Magen knurrte, einen großen Burger (tropischer Art mit Ananas) und Sascha einen Bagel oder vielmehr ein aufgebackenes Brötchen. Beide gut gesättigt spazierten wir weiter, kauften Briefmarken für Sascha und holten Pflaster für Janas Bein aus dem Camper. Danach holten wir unsere Skydive-DVDs ab und gingen zum Shangri-La. Hier wurden wir um 12 Uhr abgeholt und fuhren zum 2. Mal zum Flugplatz. Diesmal ging es per Helikopter auf's Meer hinaus, hinweg über kleine Atolle, Riffe und Inselchen, die wie verstreut vor der Küste malerisch hingetupft waren. Das Great Barrier Reef sah von oben echt beeindruckend aus. Auf einem kleinen Ponton im Meer landeten wir und wurden mit einem kleinen Boot auf ein größeres Boot gefahren. Dort bekamen wir Schnorchel und Flossen (Wetsuits lehnten wir ab bei 28 Grad Wassertemperatur) und durften auf eigene Faust und hautnah ein Korallenriff mit vielen zahlreichen Fischen erkunden. Überraschend war, dass zahlreiche Fische sich bereits am Heck, dem Ein- und Austiegspunkt des Bootes, tummelten. Nach fast einer Stunde im Wasser bekamen wir ein Essen - Salat und Fisch - bevor das Boot Kurs auf Cairns nahm. Kurz vor fünf waren wir wieder zurück am Camper. Wir fuhren sofort los nach Süden und fanden in Innesfail einen schönen, kleinen Campingplatz am Bruce Highway. Diesmal gingen wir nicht in den Pool, aber duschten in einem luxuriösen Bad - Jana wollte gar nicht mehr aufhören. Danach gab es Gemüsecurry mit Reis, das wir uns auf Cerankochfeldern (!) zubereiteten. Die Küche unter freiem Himmel war ein Traum - und dies sagten wir auch dem freundlichen Besitzer. Danach gingen wir schlafen.

Great Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefGreat Barrier ReefInnisfailInnisfail

Strecke per Wohnmobil282 km

Donnerstag, 3. Mai 2012

Gegen 6 Uhr schälten wir uns aus den Laken und frühstückten noch einmal in der tollen Küche auf dem Big4 Campingplatz in Innisfail. Dann machten wir uns auf in die Atherton Tablelands. Unser erster Halt galt dem Mamu Treetop-Walk, der allerdings so früh leider noch nicht geöffnet hatte. Also fuhren wir weiter in Richtung Waterfall Circuit und schauten uns die drei Wasserfälle an. Am beeindruckendsten ist der Millaa Millaa Waterfall, wo man auch hätte baden können. Aber leider regnete es und dadurch war es uns zu kalt. Stattdessen entschieden wir uns ein Stück weiter zu einer Farm zu fahren, wo man angeblich Platypuse beobachten kann. Aber auch hier war das Tor (noch) verschlossen. Wir machten uns nichts weiter draus und fuhren weiter zu den Vulkanseen. Der erste, Lake Eacham, lag absolut friedlich da. Die Wasseroberfläche war spiegelglatt und kein Lüftchen ging. Zwei Leute gingen schwimmen und wir konnten verschiedene Vögel beobachten. Danach fuhren wir zum Lake Barrine, wo noch zwei alte, riesige Kauribäume stehen. Dann aßen wir leckeren Schokokuchen in dem kleinen Café und mühten uns ziemlich, einen der tollen blauen Schmetterlinge (Ulysses) zu fotografieren, die hier in Massen um einen Baum mit zahlreichen Blüten schwirrten. Pflegeleichter war da ein Kormoran, der fast reglos minutenlang für uns posierte. Als nächstes stand der Cathedral Fig Tree auf dem Plan. Nach einem kurzen Fußweg stand er riesig und eindrucksvoll vor uns. Nur einige Kilometer entfernt bei Yungaburra besuchten wir den nicht minder kleinen und beeindruckenden Curtain Fig Tree. Ganz in gab es eine Platypus Viewing Platform an einem kleinen Fluss, aber auch hier hatten wir kein Glück. Wir fuhren weiter bis zum Ufer des Lake Tinaroo, aber der einsetzende Regen bot einen miserablen Anblick. Deshalb flüchteten wir gen Norden zu Jaques Kaffeeplantage. Neben den Kaffeepflanzen gab es noch eine ganze Reihe weiterer spannender Pflanzen auf dem Grundstück und auch die riesigen Termitenhügel am Eingang der Plantage fanden unsere Bewunderung. Für eine Führung hatten wir leider keine Zeit mehr, und so gab es nur ein Stück Kuchen und Eisschokolade. Beim Ausparken übersahen wir einen Pfeiler und so hatte unser Camper von nun an eine Beule. Um ihn rechtzeitig um 16 Uhr abgeben zu können, fuhren wir schnurstracks nach Cairns. Die Beule kam uns überraschend teuer zu stehen und Jana war total geknickt. Ein Taxi brachte uns dann ins Cairns City Backpackers, wo wir duschten und uns für den Abend hübsch machten. Wir spazierten durch die Stadt auf der Suche nach einem Australischen Restaurant und warfen Saschas 23 Postkarten ein. Am Hafen fanden wir dann das »Dundee's«, wo wir eine Süßkartoffel und dazu Baramundi, Emuwurst, Krokodil, Känguru und Büffel aßen. Nach diesem tollen Abschiedsmahl bummelten wir noch ein wenig an der Esplanade entlang, bevor wir wieder ins Hostel zurückkehrten.

Atherton TablelandsAtherton Tablelands - Ellinjaa FallsAtherton Tablelands - Ellinjaa FallsAtherton Tablelands - Zillie FallsAtherton Tablelands - Millaa MillaaAtherton Tablelands - Millaa MillaaAtherton TablelandsAtherton Tablelands - Lake EachamAtherton Tablelands - Lake EachamAtherton Tablelands - Lake EachamAtherton Tablelands - Lake BarrineAtherton Tablelands - Lake BarrineAtherton Tablelands - Lake BarrineAtherton Tablelands - Lake BarrineAtherton Tablelands - Lake BarrineAtherton Tablelands - Lake BarrineAtherton Tablelands - Lake BarrineAtherton Tablelands - Twin Kauri PinesAtherton Tablelands - Twin Kauri PinesAtherton Tablelands - Cathedral Fig TreeAtherton Tablelands - Cathedral Fig TreeAtherton Tablelands - Curtain Fig TreeAtherton TablelandsAtherton TablelandsAtherton TablelandsAtherton TablelandsAtherton TablelandsCairns - Dundee's RestaurantCairns - Lagoon

Strecke per Flugzeug17812 km

Freitag, 4. Mai 2012

Halb sieben war die Nacht zu Ende. Wir machten uns fertig und gingen in die Stadt zum Frühstücken. Anschließend verließen wir unser Hostel und fuhren mit dem Shuttlebus zum Flughafen von Cairns. Nach etwas mehr als einer Stunde Flug, bei dem wir anfangs noch einmal das Great Barrier Reef sahen, erreichten wir Brisbane, wo wir nach anfänglicher Verwirrung doch noch den Bus vom Inlands- zum Interkontinental-Terminal fanden. Die Grenzkontrollen dauerten lange und da unsere Boardingzeit bereits begonnen hatte, wurde Jana sehr nervös. Wir schafften es aber dann doch noch pünktlich in den Flieger nach Singapur. Dort ließen wir uns durch das riesige Terminal treiben. Sogar einen Swimming Pool gibt es hier. Jana fragte warum die Halle mit dem Pool eigentlich so warm beheizt war, bis uns aufging, dass wir draußen waren - bei fast 30 Grad und einer schier unerträglichen Luftfeuchtigkeit kurz nach 10 Uhr abends! Danach besichtigten wir noch einen Kakteengarten auf dem Terminaldach in der gleichen brütend warmen Hitze, bevor wir einen französischen Imbiss zu uns nahmen. Nach einigem Warten, bei dem Sascha beinahe eingeschlafen wäre, ging es kurz vor Mitternacht weiter mit einer Boeing 747. Kaum saßen wir in unseren Sitzen, schliefen wir auch sofort ein. Über dem Kaukasus wurden wir wieder munter, sahen ein paar Filme und dösten vor uns hin bis zur Landung in Frankfurt um 5 Uhr am nächsten Morgen. Hier waren wir dann - nach 4 Wochen Urlaub - wieder in Deutschland. Ein seltsames Gefühl. Per ICE ging es nach München zurück in unser normales Leben.